Hi,
Hmm, ich immer mit meinen anderen Meinungen, ist ja schrecklich!
@Hahn: Ist richtig angekommen, keine Bange. Ich glaub, irgendwie ist das Ideal so bei mir drin, generationstechnisch kann es net sein, da ich relativ jung bin, und mit Glauben hab ich gar nichts zu tun, ich denke es kommt eher aus der rein rationalen Ecke, denn was Hinrich schreibt sehe ich prinzipiell auch so. Es ist halt eher so: Ich habe mich dafür entschieden, also steh' dazu - das Leben ist nicht nur schön!
Zitat von Hinrich:Zudem ist das Versprechen "für immer" doch etwas utopisch. Was soll das eigentlich sein? Kann man sich wirklich Gefühle (so wir davon ausgehen, die Liebe sei ein Gefühl) versprechen?
Die Ehe, und vielleicht sogar Beziehungen an sich, ist doch eine völlig überlastete Idee von ewigem Glück, beladen mit lauter Vorgaben, die aus Literatur und Film stammen und mit der Realität nicht viel gemein haben. Rote Rosen, Geschenke, Himmel voller Geigen, ewige ero. Anziehung usw.
Was hat das alles noch mit "Liebe" zu tun?
Gefühle kann man nicht versprechen, ich finde es ja sogar eine schöne interessante Tatsache, dass das Verb versprechen zwei so widersprüchliche Bedeutungen hat.
Unendliches Verliebtheit existiert nicht, es ist biologisch/chemisch unmöglich, nach einer Zeit kann sich Liebe einstellen - die aber nichts mit Schmetterlingen zu tun hat, eher für mich ein Mix aus Vertrautheit, Geborgenheit, Anziehung und noch einigen anderen. Wenn man dann auch noch die Person lang genug kennt, also wirklich die Person an sich kennt, weiter der Meinung ist, dass man viele gemeinsame Interessen hat und eine Familie zusammen gründen möchte und weil man zusammen die Zukunft verbringen möchte, entscheiden sich auch heute noch viele für eine Heirat.
Schaut man auf diesen Satz zurück, so sehe ich keinerlei Irrationalitäten, wenn man böse ist, sagt man es ist eine Zweckgemeinschaft zur Erreichung der obigen Ziele! Man heiratet in der Regel nicht nach früh, jeder sollte wissen, wie es Hinrich passend gesagt hat - zwei Menschen zusammen - das gibt bei jedem Ärger und Probleme! Dass man temporär für einen anderen Menschen ein Verliebheitsgefühl empfindet - auch das kann vorkommen, das weiß mann. Dass Gefühle ein wenig abstumpfen - auch das sollte einem nicht überraschen und ist auch wiederrum partnerunabhängig. All' diese Erkenntnisse kommen einem nicht in der Ehe das erste Mal in den Sinn, sondern sind vorher bekannt. Ich seh da einfach nichts, was man plötzlich für einen Erkenntnisgewinn plötzlich haben soll, so dass man plötzlich sieht, ach nee, ich will nicht mehr. Und da sind wir wieder bei meinem Lieblingsthema, sorry - Wenn man dann plötzlich nicht mehr will, haben sich einfach nur die Prioritäten geändert, aber kein Erkenntnisgewinn an sich!
Mulle, ich bleib dabei - weglaufen und sich nicht mit dem anderen auseinandersetzen ist immer der einfachere Weg! Besonders ist in einer Ehe - denn es gehören bekanntlich immer zwei dazu,d.h. ein Stück läuft man dann auch vor sich selbst weg.