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Ehe / Beziehung 2 0 - Weitermachen nach Affäre?

S
Zitat von Martin123:
Pssssst kleiner Tip: Hat sie nicht Könnte man wissen, wenn man den Thread gelesen hat. Steht nämlich gefühlt bestimmt in 250 Beiträgen hier. Hast du aber offenbar nicht. Schade

Zitat von Martin123:
Meine Frau hat sich nach 30 Jahren von mir getrennt (jetzt wieder zusammen

#661


E
Zitat von SchlittenEngel:
dass es nicht falsch ist, sowohl seinen Ehemann als auch seine Freundin zu betrügen, wenn man das halt gerade will, recht überschaubar ist….

Ja

...wenn man das halt gerade will...Wobei man hier den Eindruck hat, das wäre schon für einige das Beziehungsmodell (offene Beziehung).

Für mich mich wäre das aber nichts.

#662


A


Ehe / Beziehung 2 0 - Weitermachen nach Affäre?

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E
Zitat von SchlittenEngel:
getrennt (jetzt wieder zusammen

Naja ok

dann wurde aber das "wieder zusammen" in dem Beitrag auf den ich mich bezogen habe unterschlagen.

#663


M
Zitat von Martin123:
Mein Problem ist eher, möchte ich lernen, zu akzeptieren, betrogen zu werden.

Wie lernt man sowas? Und wozu? Du hast geschrieben das sei die unausgesprochene Erwartung der Paartherapie. Wenn sie nicht ausgesprochen wurde, bist du sicher dass diese Erwartung wirklich existiert? Von wem? Hast du das explizit in der Therapie mal angesprochen?

x 1 #664


E
Zitat von alleswirdbesser:
Die Affäre hat nicht immer einen Partnerwechsel als Ziel, oder sogar oft. Viele wollen parallel etwas am laufen halten, um dem Alltag zu entkommen. Der Partner spielt dabei keine große Rolle.

Aber das ändert doch nichts.

Wenn du eine Affäre hast und diese bewußt eingehst, weil dir in der Partnerschaft etwas fehlt.

Wo soll denn da bitte der Fehler liegen?

#665


alleswirdbesser
Zitat von Martin123:
Aber das ändert doch nichts. Wenn du eine Affäre hast und diese bewußt eingehst, weil dir in der Partnerschaft etwas fehlt. Wo soll denn da bitte ...

Ganz klar - ich tue es heimlich, wohl wissend, dass der Partner das so nicht haben möchte und es ihn verletzen würde. Was anderes ist es, wenn ich darüber rede, sobald ich merke, dass ich Gefühle für jemand anders entwickle oder überhaupt empfänglich dafür bin. Nur als Beispiel. Ich handle falsch in Bezug auf meine Partnerschaft, ob mir eine Affäre gut tut und ich sie haben möchte, ist dabei irrelevant. Denn sobald ich eine Beziehung eingehe, setzt es voraus, nicht nur in meinem Sinne zu handeln, denn ich habe einen Partner, den ein Handeln im Sinne einer Affäre ganz klar verletzt.

Oft wird hier behauptet, dass der Betrogener den Partner als seinen Besitz betrachtet. Ich behaupte das Gegenteil, der Betrüger begeht heimlich eine Affäre, um im Besitz der Hauptbeziehung zu bleiben, er sichert sich damit seinen Partner, indem er ihn hintergeht. Das ist das Besitzdenken „Er soll weiter mir gehören, ob er will oder nicht, ich muss ihn gar nicht fragen, sonst könnte er ja weg sein.“

x 3 #666


E
Zitat von moose5:
Wie lernt man sowas? Und wozu? Du hast geschrieben das sei die unausgesprochene Erwartung der Paartherapie. Wenn sie nicht ausgesprochen wurde, bist du sicher dass diese Erwartung wirklich existiert? Von wem? Hast du das explizit in der Therapie mal angesprochen?

Da hatte ich schon mehrfach geschrieben.

Es ist faktisch so, dass wenn du mit jemandem zusammen bist, der dich betrogen hat, dann lernst du, den Betrug zu akzeptieren. Rein faktisch. Mit oder ohne Therapie.

Die Alternative wäre Trennung.

Bitte erspare mir, das Thema jetzt wieder von vorne aufzurollen, das wurde in den hunderten von Bieträgen hier schon mehrfach erschöpfend diskutiert.

#667


E
Zitat von alleswirdbesser:
Ganz klar - ich tue es heimlich, wohl wissend, dass der Partner das so nicht haben möchte und es ihn verletzen würde. Was anderes ist es, wenn ich darüber rede, sobald ich merke, dass ich Gefühle für jemand anders entwickle oder überhaupt empfänglich dafür bin. Nur als Beispiel.

Ja und wenn du jetzt noch dem Gedanken folgen kannst, dass es nicht um einen Fehler hier geht sondern 1. um die Frage, ob du mit den Konsequenzen leben kannst, wenn er es erfährst und 2. um die Frage, was das aus und mit dir macht egal ob er es erfährt oder nicht, dann verstehst du vermutlich auch, was ich seit 500 Beiträgen hier vertrete.

#668


M
Zitat von Martin123:
Bitte erspare mir, das Thema jetzt wieder von vorne aufzurollen

mit Verlaub, das ist gemäss dir deine grösste Hürde, aber „faktisch“ hast du das in deiner Therapie nie explizit angesprochen?
Was ich damit meine ist dass du selbst diese „Akzeptanz“ nicht mit dir vereinen kannst. Das wär doch ein wichtiges Thema für die Therapie, nach dem Motto Reflexion anstatt Interpretation zwinkern

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alleswirdbesser
Zitat von Martin123:
Ja und wenn du jetzt noch dem Gedanken folgen kannst, dass es nicht um einen Fehler hier geht sondern 1. um die Frage, ob du mit den Konsequenzen ...

Nein, leider verstehe ich es nicht. Egal wie eine Affäre endet, weiß ich, dass ich in Bezug auf meinen Partner falsch gehandelt habe.

Wenn ich zu dem AM wechsle und glücklich mit ihm bin, habe ich bezogen auf mich alles richtig gemacht. Bezogen auf den Betrogenen habe ich Mist gebaut. Vorerst. Irgendwann wird er wahrscheinlich froh sein mich losgeworden zu sein und eine treue Partnerin an seiner Seite haben.

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E
Zitat von moose5:
mit Verlaub, das ist gemäss dir deine grösste Hürde, aber „faktisch“ hast du das in deiner Therapie nie explizit angesprochen?

Natürlich wird darüber in der Therapie gesprochen. Ich will allerdings nicht den Eindruck erwecken, dass das in der Therapie in der Art besprochen wird, wie das hier in dem Forum besprochen wird.

Das würden dann alle einen völlig falschen Eindruck von der Therapie bekommen. Hier reden einige schon von Sekte. Dabei sind wir in der stinknormalen Paartherapie bei einem Träger, wo vermutlich 90% der Leute, die eine Paartherapie machen, hingehen.

Ich möchte hier nicht den Ablauf unserer Paartherapie im Detail schildern.

Hier wird hier so viel mißverstanden, wohl auch bewußt.

#671


T
Zitat von alleswirdbesser:
Nein, leider verstehe ich es nicht. Egal wie eine Affäre endet, weiß ich, dass ich in Bezug auf meinen Partner falsch gehandelt habe.

Genau so ginge es mir auch.

@Martin123 akzeptiere mal, dass wir - Menschen und Frauen - hier anders ticken.
Wir sind da nicht alle gleich.
Hätte ich eine Affäre begangen würde ich mich unendlich mies fühlen und es würde mir weh tun, meinen Partner so hintergangen zu haben.
Natürlich empfindet das nicht jeder so, das ist schon klar.

Deswegen geht aber auch jeder mit der Frage nach der Schuld anders für sich um, ungeachtet dessen, was dein Therapeut darüber denken mag.

Ich sehe es allerdings wie du: eine Affäre ist eine bewusste Entscheidung. 100%

Man kann auch bewusst falsche Entscheidungen treffen, weil man es gerade will.

Z.B. kann ich mich auch bewusst dafür entscheiden, eine Tafel Schokolade zu essen, auch wenn ich genau weiß, dass das hinterher Bauchweh gibt. Verstehst du..?

x 1 #672


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Zitat von alleswirdbesser:
Wenn ich zu dem AM wechsle und glücklich mit ihm bin, habe ich bezogen auf mich alles richtig gemacht. Bezogen auf den Betrogenen habe ich Mist gebaut. Vorerst. Irgendwann wird er wahrscheinlich froh sein mich losgeworden zu sein und eine treue Partnerin an seiner Seite haben.

Siehst du. Am Ende vielleicht doch alles richtig. Würdest du in diesem Fall sagen, es war ein Fehler im Sinne von Schuld?

Oder ein Fehler im Sinne von "ich hätte mir das Ergebnis anders gewünscht". Wenn du Fehler so definierst, ok. Wäre für mich aber eher eine negative Konsequenz. Wobei wir jetzt schon wieder bei dieser Frage der Begriffdefinition sind, die unglaublich anstrendende Diskussionen zur Folge haben.

#673


M
Zitat von Martin123:
Ich möchte hier nicht den Ablauf unserer Paartherapie im Detail schildern.

Das möchte ich auch nicht. Ich könnt mir nur vorstellen dass deine grosse Frage oder Hürde in der Therapie besser bearbeitet werden kann als hier im Forum. Es sei denn du sagst dort auch „ ist nicht relevant“ zwinkern

#674


T
@Martin123 ich verstehe genau was du meinst, und auch was dein Therapeut bezweckt. Sicher möchte er dir zur notwendigen inneren Distanz verhelfen und dass du die Affäre nicht auf dich persönlich beziehst. Ich denke nur, dass er bei dir etwas übers Ziel hinausgeschossen ist.
Die Grundgedanken und Grundannahmen sind alle richtig, werden aber argumentatorisch teilweise ad absurdum geführt.
(Ich sage das wirklich ganz normal, sachlich und freundlich, ich sehe hier Null Sinn in einem Streit. Letzten Endes muss doch auch jeder mit seiner Version der "Wahrheit" leben, bzw. mit der Sichtweise, die er selbst sich zu diesem Thema angeeignet hat...)

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A


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