Bekannte
Gast
bist Du denn schon bezüglich der Wohnsituation zu einem Entschluss gekommen?
Er hat sich ja jetzt erstmal "offiziell" mit einer "Trennung auf Zeit" von Dir in die nächste Nixenreise verabschiedet.
Ich finde Sabines Vorschlag am "geradeheraus-sten". Scheidung als nächsten Schritt ankündigen und ein Zusammensetzen wegen der Scheidungsfolgen verlangen.
Traust Du Dir das denn jetzt schon mit Deinem Manipulator zu?
Wenn Du denkst, dass er Dich in solch einem Gespräch wieder unter Druck setzen oder in die Enge treiben könnte oder Du einknicken könntest, gibt es vllt. auch eine weniger Konfrontation Lösung.
Akzeptiere die von ihm ausgesprochene Trennung auf Zeit, dass man sich wirklich fangen müsse und dass das ja schlecht möglich ist, wenn man sich nach seiner Rückkehr auf der Pelle sitzt und sich immer wieder gegenseitig provoziert. Dass es am besten wäre, er würde sich vorübergehend eine andere Schlafstatt suchen.
Wenn er nicht mag, dann kannst Du ihm ankündigen, dass Du diese blockierten Kommunikationsmittel und Dienstreisen mit Extra nicht mehr dulden könntest und Sorge hättest, ihm dann ständig Szenen zu machen, was ja unweigerlich zum endgültigen Scheitern der Ehe führen würde. Dass er diese Trennung zur Selbstfindung doch bitte wirklich ernst nehmen und Dir durchgehend den nötigen Freiraum verschaffen möge, damit beide zur Ruhe kommen können.
Dann bist Du ihn wenigstens schon mal aus dem Haus los.
Und ob Du ihn dann 1 Woche später selbst oder vom Anwalt über eine Scheidung in Kenntnis setzt, oder diese Trennung erstmal friedlich leben und Dich mit eigenem Gehalt etablieren kannst, ist dann nur noch ein strategische und praktische Frage.
Ich persönlich glaube nämlich nicht, dass er zum Thema Scheidung mehr sagen wird, als er Dir schon gesagt hat. Und wenns Dir nicht passt, kannst dann ja Du gehen. Er liebt Dich ja eigentlich und versteht Dein Problem gar nicht, blabla.
Wenn er Dir zum Erhalt der Ehe schon keine Zugeständnisse gemacht hat, so wie Du es Dir vorgestellt hast, wird er es bei ernstzunehmender Scheidungsankündigung doch erst recht nicht. Wieso sollte er? Hat für ihn doch keinen Vorteil. Anwälte kosten eben. Immer noch besser, als sein Druckmittel Dir gegenüber kampflos aufzugeben.
Und zum Geld beiseite schaffen. Du hast die Juniunterlagen. Die Trennung war im Juli. Wenn er bis zur Scheidung das Geld weg schafft und Teile davon hätten Dir zugestanden, wird er erklären müssen, wo das Geld hin ist, warum die Immobilien überschrieben wurden, etc.
Wenn ich die Fakten Deine Ehevertrag richtig in Erinnerung habe, war der Zugewinnausgleich während der Ehe vorzunehmen (was ja ganz offensichtlich nicht passiert ist, wenn Konten und Immobilien nur auf seinen Namen laufen) und ansonsten nachehelicher Unterhalt zu zahlen. Hast Du den eigentlich mal berechnen lassen? Für wie lange und in welcher Höhe kannst Du denn damit rechnen? Und reicht das nicht für den Übergang ins eigene Leben?
Falls Du nicht völlig sicher bist, geh bitte nochmal zum Anwalt und ggf. zu einer/m anderen.