Zitat von kuddel7591:Ja... der EM hat die TE betrogen und belogen - das ist eine "Tat", die zwar gesetzmäßig (schon oft erwähnt) nicht belangt wird, den EM dennoch als einen "Täter" darstellt. Dass der EM "manipulativ" agiert - was gibt es sonst für einen Begriff, wenn ein Mensch einen anderen ausspielt? - geht aus dem Kontext hervor.
Und wenn der EM ein Opfer ist - dann ist er (auch) ein Opfer seiner selbst (geworden) - "schwierige" Kindheit / Elternhaus / Erziehung hin oder her! Evtl. hat er sich mit all dem abgefunden, bzw. hat sich nicht damit beschäftigt, warum er SO ist, wie er ist - sich selbst und (generell?) anderen Menschen gegenüber, was ihn mit sich selbst ein Doppelleben führen lässt?
Einteilung in Täter/Opfer ist vor allem eins - deppert.
Im Kontext und zum zeitpunkt einer Tat, mag das gültig sein, also wenn ich jetzt Jemand eine schepper, dann bin ich tatsächlich Täter. In diesem Moment. Und der, der eine von mir gescheppert kriegt, Opfer. In diesem Moment. Ein Augenzwinkern später ist diese Rollenverteilung sinnvollerweise aber in den Mülleimer zu werfen.
Vor allem für den, der sich als Opfer sieht, hat die Einteilung in Täter/Opfer 2 Folgen. Extreme Folgen.
1. erlebte Ohnmacht
2. das Gefühl Täter mit Rechtsanspruch werden zu dürfen
Sicher, sollte meine Tat - die Ohrfeige - doch hoffentlich irgendwelche Folgen haben. Bspw. ich bekomm eine gefeuert. Oder betroffene Person geht mir zukünftig aus dem Weg weil ich irgendwie nicht ganz dicht bin. Das kann betroffene Person aber nur, wenn sie sich nicht als Opfer sieht. Denn die Täter-Opfer Rolle verbindet! Das Opfer sucht Sühne und Ausgleich. Und kriegt die nächste gepfeffert. Statt wesentlich cleverer einen großen Bogen um mich zu machen.
Zitat von kuddel7591:Ich war in anderer Situation mit solchen "Ansagen" konfrontiert - es kam nicht viel, was wirklich hilfreich war, obwohl alle im Gesprächskreis in gleicher/ähnlicher Situation waren. Die Folge war, dass ich daraufhin eine Gesprächs-Therapie gemacht habe, die vollkommen ohne "Ratschläge" ankam. Das war harte Arbeit und mit Aufgaben verbunden, deren "Ergebnisse" jeweils haarklein besprochen wurden. "Sie werden fühlen/spüren, was für Sie am besten ist und dann entscheiden Sie ganz allein, wie es weitergehen soll!"
Nachvollziehbar. Ganz im Sinne eben jener Gesprächstherapie - warum gibst anderen Usern den Ratschlag wie sie formulieren sollten?
