fazerBS
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In der Therapie wurde ich nach kurzer Zeit ziemlich nutzlos, weil ich angeblich nichts ändern kann. Bin total frustriert und denke, dass eine Ehe mehr ist, als ein bloßes Zusammenleben. Vor allem vor christlichem Hintergrund sehe ich sie als unlösbar an - ist schließlich ein Versprechen, und ich stehe zu meinen Versprechen. Aber was kann ich tun: zusehen, wie meine Tochter vor die Hunde geht? Kein Selbstbewußtsein hat, weil nichts gut genug ist? Man darüber nicht reden kann? Wir haben beide keine neuen Partner und wollen auch in nächster Zeit keine suchen. Und ich denke, es tut uns beiden weh. Aber gemeinsam war es einfach nicht mehr erträglich - und irgendwo muß man die Grenze dann auch ziehen. Meiner Tochter ging es schon nach zwei Wochen Trennung viel besser. Sie ist viel fröhlicher und weniger angespannt. Sonst stand sie schon zitternd vor der Tür und fragte, ob der Papa schon zu Hause sei. Trotz allem liebt sie ihn natürlich auch - vor diesem Hintergrund kann ich sie aber nicht allein mit ihm lassen. Er setzt seine Therapie fort - ich habe aber leider noch keine Veränderung bemerkt. Ich habe inzwischen auch eine Therapeutin gefunden und hoffe, aus meiner Isolation rauszukommen. Hat jemand (Mann oder Frau) Erfahrung mit so was? Gibt es noch eine Chance? Was kann ich tun (nach Ansicht der Therapeutin: gut für mich selbst sorgen - nur habe ich darin keine Übung, weil ich immer nur für die anderen da bin) und meine Grenzen akzeptieren (ich könne ihn nicht ändern). Fällt mir echt schwer und ich versuche das zu verdrängen - und nicht zu verarbeiten. Fällt mir auch schwer, wieder alte Bekannte anzusprechen und sich zu verabreden (frühere von uns beiden oder von mir). Sämtliche Bekanntschaften sind im Laufe unserer Ehe eingeschlafen (er ist ein ziemlicher Eigenbrötler). Zu seiner Familie gibt es keinen Kontakt - so blieb nur meine Familie übrig.