@InDerSackgasse
natürlich hat man Mitgefühl und fühlt sich verantwortlich, aber meinem Empfinden nach ist auch umgekehrt Dein Verhalten für Deine Frau ebenso tötlich. In diesem Sinne gebe ich Nostra recht- man liest Deine Wut. Sie soll einfach funktionieren und die Pillen einwerfen (die selten was ändern).
Ich verstehe sehr gut, dass Dir der Kragen platzt. Wirklich, aber Du bewegst Dich ja genau so wenig, wie Deine Frau. Du willst eine Lösung ohne Schmerz und Angst und das gibt es eben nicht bei großen Veränderungen. Verlangst aber gleiches von ihr.
Du willst, dass SIE sich eeendlich bewegt. Du hängst genau so in Deiner Rolle fest (btw: hatten wir das hier nicht schon einmal?

)
Ich nehme mal an, dass Du Schuldgefühle in Dir trägst, die mit Deiner Frau nur wenig zu tun haben?
Auch das tut ihr überhaupt nicht gut.
Umgekehrt bist Du natürlich nicht verantwortlich dafür, sie glücklich zu machen.
Zitat:Hab ich. Mein Psychologe sagte, das einzige, was meiner Frau hilft, wäre eine Trennung - ansonsten würde sie weiter vom sekundären Krankheits'gewinn' 'profitieren'.
ja, kommt oft vor, aber ich halte es für eine Illusion zu glauben, dass die große große Veränderung kommt, wenn einem Menschen diese Möglichkeit genommen wird. Das würde ja heißen, dass ernsthafte psychische Krankheiten sich unter großem Druck in Luft auflösen. Ja, großer Druck kann dazu führen, dass man sich mehr bewegt, aber es bedeutet nicht automatisch, dass sie z.B. durch Therapie ihre Depressionen und ängstlich-vermeidende Strukturen los wird.
Vor vielen Jahren trennte sich mein Freund aus etwas ähnlichen Gründen von mir und ich verstand das absolut. Heute bin ich sogar dankbar wegen dieser Trennung und einiges kam in Bewegung, dennoch sind trotz vieler (auch therapeutischer) Bemühungen meine Grundproblematiken nicht aus der Welt.