Zitat von dersport:Unsere Tochter ist schon auch der Schlüssel zu unserer Beziehungskriese. Mit einem von uns war sie meist kooperativ. Schwierig wurde es wenn beide Eltern da waren. Meine Frau hat ihr Urteil gefällt, sie sagt unsere Tochter hat die Spannungen zwischen uns gespürt und ausagiert. Wenn wir uns trennen wird es besser. Vielleicht hat sie ja recht oder zum Teil, aber mir ist das zu eindimensional. Die Sache ist komplexer. Wir haben seit ca. 1,5 bis 2 Jahren nicht mehr an einem Strang gezogen sondern in Erziehungsfragen mehr und mehr konträr gearbeitet. Haben uns die Schuld für unser Versagen gegenseitig in die Schuhe geschoben.
Wir hatten schon auch früher Konflikte die wir nicht so gut lösen konnten, wir waren uns aber zugewandt und es ging nach einer Weile schon.
Nach dem unsere Tochter da war hat sich unsere Beziehung natürlich geändert. Aber wir haben es nicht mehr geschafft auch Raum für uns zu finden, es ging immer um unsere Tochter. Gut zu sehen ist unser Verhalten am folgenden Beispiel. Meine Frau macht oft schnell Entscheidungen und führt sie durch. Ich gehe ehr Schrittweise vor. Ich war von Anfang an der Meinung, dass unsere Tochter im eigenen Zimmer schlafen sollte. Wegen dem Stillen, war das für meine Frau aber nicht praktikabel. Nachvollziehbar für mich. Unsere Schlafzimmer trennten sich daher. Dann war das Stillen und Nacht füttern vorbei. Es war Zeit unsere Tochter in ihr Zimmer zu gewöhnen. Erst mal alleine Einschlafen. Es ging dann lange so, dass es bei mir klappte und bei meiner Frau nicht. Oder es klappe eine Weile und dann kam irgendwas und es gab ein Rückschritt, es klappe wieder nicht. Meine Frau wollte den Babysitter auch am Abend, damit wir Zeit haben könnten. Ich meine sie muss erst mal vernünftig alleine schlafen könne. Im Ergebnis haben wir unsere Tochter nicht aus dem Elternschlafzimmer bekommen. S. gab es im Gästezimmer. Aber mir hat es einfach sehr gefehlt ein gemeinsames Schlafzimmer mit meiner Frau zu haben. Im Endeffekt ist meine Tochter im Frühling auf einen Wunsch aus dem Elternschlafzimmer ausgesogen. Da hat sie vielleicht Platz für uns gemacht. Es war aber schon zu spät.
Vielen Dank,
mit dieser Beschreibung kann ich Eure Geschichte schon sehr viel besser nachvollziehen.
Es fing bereits mit der Stillzeit an.
Normalerweise Ehepaar im gemeinsamen Ehebett und Kind im Bettchen in der ersten Zeit ( 6 Monate bis Jahr ) mit im Schlafzimmer oder mit Babyphone im Kinderzimmer.
Zum Stillen hätte Sie auch notfalls ein paar Meter gehen können, falls Ihr das Stillen in Deinem Beisein irgendwie Unangenehm war.
Auszug des Ehemannes aus dem gemeinsamen Schlafzimmer in der gesamten Stillzeit halte ich für einen Beziehungskiller !
Bin immer wieder erstaunt, was Ihr Männer alles so mit Euch machen lasst, wenn Ihr eine Frau liebt.
Und kann die Frauen, die sich so verhalten überhaupt nicht verstehen, ist für mich persönlich schlichtweg nicht nachvollziehbar.
Der einzige Grund, weshalb ich schon ab und an mal aus dem Schlafzimmer ausgezogen bin mitten in der Nacht, war Ohrenbetäubendes Dauerschnarchen. Wäre aber nie auf die Idee gekommen den Partner aus dem Schlafzimmer zu verbannen.
Irgendwie scheint die Beziehung Zwischen Deiner Frau und Deiner Tochter von Anfang an etwas kompliziert gewesen zu sein.
Du beschreibst ja, daß es bei Dir klappte mit dem Zubettbringen und bei Ihr oft nicht.
Was passierte dann, wenn es Deiner Frau nicht gelang ?
Vor ca 1 Jahr wurde Deine Tochter Deiner Frau gegenüber aggressiv.
Die Beziehung zwischen Deiner Tochter und Deiner Frau enthält den Schlüssel, die Ursache.
Ihr bekamt Eure Tochter nicht aus dem Schlafzimmer ?
Weshalb nicht ? Getobe und Geschrei ? Oder Weinen ?
Wer wurde inkonsequent oder weich ? Ich vermute mal Deine Frau ?
Deine Frau erscheint mir anhand Deiner Beschreibung sehr impulsiv und emotional.
Auch fällt Sie Entscheidungen spontan und im Alleingang.
So kann gemeinsame Elternschaft aber nicht funktionieren.
Da ist es notwendig, daß man gemeinsam Entscheidung oder notfalls auch Kompromiß findet und sich dann beide Partner auch daran halten, verbindlich.
Wenn die Eltern nicht an einem Strang ziehen, spüren das Kinder sehr schnell und nutzen das aus. Das kann sogar wie gesagt soweit gehen, daß Sie die Eltern gegeneinander ausspielen. Durfte ich schon häufiger beobachten. Und es läuft ab einem gewissen Alter sogar teilweise schon sehr bewußt ab bei den Kindern.
Ihr scheint völlig unterschiedliche Vorstellungen von Erziehung zu haben.
Und Deine Frau hat Dich da wie es scheint seit der Geburt des Kindes schon zur Seite geschoben.