Jäger85
Gast
ich bin 35 Jahre alt, seit einem guten Jahr mit meiner Frau (37) verheiratet, haben eine Tochter (1). Ich bin mit meiner Frau nun 5 Jahre zusammen - und in diesen 5 Jahren haben wir sehr viel gestritten.
Aus meiner Sicht meistens über Kleinigkeiten - aber diese können ja bekanntlich für das weibliche Geschlecht wichtiger angesehen werden. Eigentlich haben wir alles - uns, Haus, gesundes Kind, geregelte Arbeit (meine Frau momentan Elternzeit für 1.5 Jahre). Und trotzdem gibt es fast täglich Streit. Ich wäre verschwenderisch (zuviel Spülmittel, Licht brennen lassen), Unpünktlich (jede Minute wird gleich als Respektlosigkeit gegenüber ihr gewertet), Jähzornig, kann nicht mit Geld umgehen, Zynisch, würde sie wegen ihrer Figur ärgern, bin zuwenig liebevoll. ich könnte die Liste noch länger fortführen. Sie ist extrem empfindlich, sensibel, nach Außen sehr selbstbewusst aber in Wirklichkeit sehr verletzlich. Seit ein paar Monaten haben wir eine Eheberatung von der Kirche, die uns via Videoberatung toll unterstützt.
Seit ca. 4 Monaten hat mir meine Frau eröffnet, dass Sie unglücklich ist. Zunächst muss man sagen, dass Sie sehr erfolgreich in Ihrem Job war und nun erstmal mit Ihrer neuen Mama-Rolle klar kommen musste. Sie ist extrem, schon fast pedantisch, strukturiert, alles im Haus und mit uns braucht Pläne und Organisation. Ich bin eher der lockere Typ, würde mich als entspannt bezeichnen, umgänglich, Harmonie bedürftig, bringe mich im Haushalt, Kind, Kochen, etc. stark ein. gebe aber ungern Kleinbei in Diskussion und diskutiere gerne. Wie ihr seht, es prallen schon ein wenig zwei Welten aufeinander und es schreit nach Zündstoff! Aber wir haben uns entschieden zu heiraten und haben eine wundervolle Tochter. Jetzt mit Corona bin ich natürlich auch viel zuhause, im Homeoffice, was die Streitereien verstärkt hat. Wir haben in den letzten Monaten viel mit Eheberatung und uns gearbeitet, gesprochen etc. Und jetzt hat mir meine Frau eröffnet, dass Sie eine räumliche Trennung auf 6 Wochen möchte und sieht dies als letzte Chance, unsere Ehe zu retten. Sie möchte einfach nicht mehr vor unserer Tochter streiten (ich natürlich auch nicht). Sie hat sich auch einen "Glückscoach" genommen, um dem Problem ihrer Unglücklichkeit strukturiert zu begegnen. Ich muss jetzt entweder zu meinen Eltern oder Freunden ziehen. Ich bin jetzt ratlos. Bringt so eine Auszeit was? Habt ihr positive Erfahrung damit gemacht oder kennt jemanden der jemanden kennt. ? Oder ist das der Anfang vom Ende? Was denkt ihr? Danke euch im Voraus für eure Kommentare!