Mai2020
Gast
Das Thema ist immer das gleiche: wir streiten wegen meiner Familie. Das Thema gab es schon vor der Hochzeit. Er fühlt sich nicht angenommen, insbesondere von meinem Vater. Unsere Eltern sind extrem unterschiedlich. Seine sind Glucken, man wird laufend eingeladen, zweimal täglich wird telefoniert und sie wohnen im gleichen Ort. Meine haben wir in den letzten Jahren nicht so oft aber dennoch regelmäßig gesehen. Mein Vater ist sehr ruhig, kann auch mit mir nicht viel über privates, intimes sprechen. Aber trotzdem verliefen die treffen aus meiner Sicht immer gut. Nie abwertend oder feindselig meinem Mann gegenüber.
Mein Mann hat bereits vor einem guten Jahr geäußert, dass er sich mehr Kontakt wünscht. Seit etwa einem halben Jahr wird das auch kontinuierlich besser. Meine Eltern schlagen auch von sich aus treffen vor. Nun ist aber genau das, was er sich in der Vergangenheit gewünscht hat alles zu viel. Alles was meine Eltern tun ist aus seiner Sicht unehrlich und erzwungen. Kommt nicht von Herzen.
Erzähle ich etwas von meinen Eltern wird es negativ bewertet. Besuche ich sie oder steht ein Treffen an, gibt es garantiert streit.
Ja - ich habe Verständnis dafür, dass er in meine Familie in den letzten Jahren nicht so integriert wurde, wie es richtig gewesen wäre. Insbesondere im Vergleich zu seiner Familie. Das tut mir auch sehr leid und ist zum Teil auch mein Versäumnis. Aber er schafft es nicht, die Hand, die im nun angeboten wird anzunehmen. Plötzlich ist alles was er gerne wollte zu viel, er fühlt sich bedrängt.
Und ich kann nicht mehr. Ich will Kontakt zu meiner familie. Auch für unser Kind und weil ich meine Eltern liebe. Aber ich will auch meine eigene neue Familie nicht verlieren. Und weiß nicht mehr weiter.