Hallo Taradox,
Dein Wort in Gottes Ohr......
Ich bin da nicht so optimistisch wie Du.
Ich bin ja ein "alter" Papa, ich war 42 als meine Exfrau mit unserem Sohn schwanger wurde.
Die Vorteile, zumindest aus meiner Sicht, wenn man etwas älter ist und Papa/Eltern wird, ist, dass man im Leben (eigentlich) schon seinen Weg gefunden hat.
Ich habe studiert, war 27 als ich damit fertig war. Wäre ich damals Papa geworden, wäre vieles unsicherer gewesen. Job, was will man im Leben, wohin treibt es einen......
Mit 42 wusste ich, was ich kann und was nicht, war im Job etabliert, geerdet.
Allerdings kommen jetzt die "Nebenwirkungen" zum tragen. Die überwiegende Anzahl Frauen startet ihre Familienplanung mit Mitte/Ende 20.
Ich bin nun wenig spießig, vielleicht auch etwas mehr als nur wenig, aber irgendwie denke ich, dass ich mit einer Frau, die knapp 30 ist, nichts anfangen kann (und sie auch nicht mit mir), denn die Planungen für das Leben sind bei beiden an einem anderen Punkt und haben auch andere Pläne für die Zukunft.
Eine Frau, die vom Alter her, sagen wir mal ab 40, für mich infrage käme, aber ihre Kind(er) schon mit Mitte 20 bekommen hat, hat nun fast erwachsene Kinder. Damit hat die Frau "ihr" Leben wieder, weil die Kinder nicht mehr den Support brauchen, als sie kleiner waren. Sie ist dann nicht daran interessiert, wieder ein Leben zu führen, wie sie das 10 Jahre vorher hatte, als ihre Kinder in dem Alter meiner Kinder waren.
Der Witz an der Trennung in meinem Fall ist, dass meine Exfrau ja alles "richtig" gemacht hat. Wir leben das Wechselmodell, weil ich das so wollte, und nun hat sie 7 von 14 Tagen eine "Familie", weil die Kinder dann bei ihr sind. Gleichzeitig hat sie auch 7 Tage "kinderfrei" inklusive eines Wochenendes und kann dort machen, was immer sie möchte. Ausschlafen, Kurztrips, alles was das Herz begehrt.
Jetzt könnte man antworten, dass das ja auch für mich gilt und dem ist natürlich auch so. Allerdings bin ich jetzt kein Mensch, der alleine Kurztrips macht. Viele Dinge machen zu Zweit deutlich mehr Spaß.
Es ist auch nicht so einfach, im realen Leben neue Menschen kennenzulernen. Ich gehe ja im Supermarkt jetzt nicht aufach hin und quatsche eine Frau an. Könnte man vielleicht tun, finde ich aber nicht authentisch.
Ich habe mich mal bei Internetplattformen angemeldet. Hier graben wir Männer uns unser eigenes Grab. Ich versuche, den wenigen Frauen, denen ich schreibe, auch etwas vernünftiges zu schreiben und keinen Müll.
Gleichzeitig gibt es aber wohl scheinbar eine Flut von Männern, die Copy/Paste machen, gleich nach fi****** fragen, so dass die Frauen abgeschreckt werden aufgrund des überfüllten Posteingangs. Und löschen dann sozusagen meine Nachricht direkt mit.
Nun ja, wir werden sehen, was das Leben sich noch für mich ausgedacht hat. Ich musste zumindes mal lernen, dass man zwar seine eigenen Pläne schmieden kann, das Leben aber dann doch das macht, was es machen möchte.
Du hast ja jetzt hier eine Menge an interessanten Hinweisen und Ratschlägen bekommen.
Ich finde es bei all dem wichtig, authentisch zu bleiben. Das, was Du tust, musst Du tun, weil Du es möchtest und es Dir Spaß macht. Wenn Du Dich zu Dingen zwingen musst, wirst Du sie mittel- und langfristig nicht durchstehen.
Aber da Deine Frau auch an euch glaubt, habt ihr, denke ich, eine gute Chance. Es braucht Zeit und viel reden.
Ich würde mich freuen, wenn ihr es schaffen würdet. Denn Kinder brauchen Papa und Mama und am besten zusammen und nicht getrennt.