Zitat von SteffiH:Schlimm wird es auch, wenn jemand zu mir sagt "Du hast doch eh immer gemeckert dass dich was stört " etc.
Dann habe ich wieder das Gefühl an allem Schuld zu sein. Ja ich habe viel kritisiert aber dass heißt nicht, dass ich ihn nicht mehr will.
Ich kann Deine Gedanken gut nachvollziehen. Eine Beziehung lebt ja nicht nur von Sonnentagen und das heißt ja nicht, wie Du selber auch sagst, dass man den Partner so nicht will und mag. Ich finde sowieso, dass Außenstehende immer recht schnell mit platten Worthülsen dahergeschlendert kommen ... Wenn eine Beziehung nicht mehr geht, sicher haben beide ihren Anteil daran. Doch wie oft denkt man selber, ok, wir haben Höhen und Tiefen, aber die schaffen wir gemeinsam ... ok, es läuft gerade nicht so, wie wir es uns beide vorstellen, doch wir werden daran arbeiten, weil wir zusammengehören oder zusammenbleiben wollen. In guten und in schlechten Zeiten, auch das tickt oft im Hinterkopf mit. Vielfach wird unser Handeln auch dadurch bestimmt, wie unser Leben inklusive unserer Kindheit bisher verlaufen ist. Und nicht zuletzt, haben wir Gefühle für den anderen, die auch in schlechten Zeiten Liebe ist.
Du hast irgendwo geschrieben, vielleicht ist es auch die Angst vorm Alleinsein.
Sicher ist es das. Mich hat schon immer aufgeregt, wenn andere dann sagten, Du bist doch nicht allein, hast doch Dein Kind, Deine Eltern, eine Familie. Ja und?
Wunderbar, wenn man eine gute Familie hat, toll, wenn man ein Kind hat ... Freunde ... Hobbys. Sicher, aber letzten Endes ist man am Ende des Tages doch allein. Und ganz oft auch einsam. Warum muss ich das sein, wenn ich das niemals sein wollte ... Die Liebe zu und von meinem Kind ist keine partnerschaftliche Liebe, ja, sie macht mich glücklich, aber sie erfüllt nicht meine Sehnsüchte und Wünsche, die ich mir mit meinem Partner erfülle.
Warum sind wir denn fast alle auf der Suche nach unserem zweiten Flügel? Sicher nicht, weil uns Familie und Kind so glücklich machen, dass uns nichts, aber auch gar nichts mehr fehlt.