Zitat von Grace_99:
Ich habe ihn gefragt, was ich machen kann, damit er diese Angst / diese Anspannung verliert. Er sagte, bei dem gemeinsame Gespräch bei meiner Therapeutin ist ihm klar geworden, dass ich jemand bin, der, wenn es ihr zu bunt wird, geht. Kein Drama hinlegt sondern eine Beziehung beendet und geht. Das macht ihm Angst und er er will "alles richtig" machen, damit ich halt nicht gehe.
Ich war sehr erschrocken ob dieser Worte und auch ob des Drucks den er sich ja selbst macht. Wir haben darüber geredet, u. a. auch, dass ich das nicht möchte das er alles "richtig macht", dass ich das ganz schrecklich finde und er bitte mit mir reden muss, insbesondere, wenn es etwas gibt, was ihn total nervt, man ja (egal ob Mann oder Frau) nur lernt, wenn man aufgezeigt bekommt was den anderen stört. Dies Thema hatten wir schon einmal, dass er es nicht kennt, dass jemand so offen redet. Das er das gut findet, aber erst lernen muss, dass auch für sich in Anspruch zu nehmen.
Hallo Grace,
Wenn er den Eindruck hat, dass du "einfach" gehst, wenn es dir zu bunt wird kann von seiner Seite kein Sicherheitsgefühl aufkommen.
Was kannst du tun, damit du ihm Sicherheit vermittelst, geben kannst?
Die Schwankungen, welche du gerade wegen ihm hast, wird er mitbekommen.
Triff für dich eine Entscheidung, ob du mit ihm zusammen sein willst oder nicht.
Wenn ein Ja bei rauskommt, dann tu was dafür und sei geduldiger.
Er hat sich für ein Ja entschieden. Er braucht das auch von dir!
Wenn du weiter rumeierst, kann er momentan nichts anderes machen, als Angst zu bekommen, weil ihm was an dir liegt.
Wie war das Do. bei eurer Kommunikation? Hast du ihm einen Zeitpunkt genannt, an dem du wieder ansprechbar sein wirst? Oder hattest du das offen gelassen?
Er steht jetzt schon unter Druck alles richtig zu machen und du baust weiter Druck auf, indem du meinst, er
muss lernen mit dir zu reden. Muss er erstmal gar nicht, das geht nicht auf Knopfdruck.
Was geht diesbezgl. bei dir? Ihn "lesen" zu lernen, wenn seine Stimmung, Gestik, anders ist? Nach einer Weile bekommt man mit, was in dem anderen vorgeht, was er denkt bei diesem oder jenen Gesichtsausdruck, ohne dass andauernd darüber geredet werden muss.
Da kannst du ihm entgegen kommen.
Es liest sich von dir sehr fordernd, wie er zu sein hat, was er tun muss u.s.w.
Eine der Gefahren, wenn man gelernt hat sein Leben zeitweise total unabhängig zu gestalten.
Wenn wieder jemand an der Seite ist, vergisst man schnell, denjenigen mitzunehmen und einzubinden.
Man galoppiert davon oder wie Blanca meint, die Frustrationsgrenze wird äußerst gering.
Denke, dass ist ein wichtiger Teil, bei dem du nochmal bei dir nachschauen kannst.
Du nimmst ihn mit, dass er dein Seelenleben kennen lernt. Ja, schön. Und wie zeigt sich das in der Praxis?
Seine Eifersucht finde ich trotzdem zum ko... Das bedeutet für mich, dass er kein gutes Selbstbewußtsein hat. Jedenfalls nicht in Bezug auf dich.
Grüße
B.