Ich glaube, das absolut schlimmste für mich ist - das ich nichts tun kann. Ich bin ein Mensch, der Dinge geklärt wissen will, sie klären will und das am besten sofort, aber das kann ich jetzt nicht mehr.
Als ich Febr. 2015 mit ihm was kurzes am laufen hatte, ist es ähnlich auseinander gegangen, der Weg, der der meinige damals war, war der, der coolen, ich habe ihn ziemlich sch.e behandelt und natürlich gab es nur einen Weg - das Ende.
Aber das ganze letzte Jahr ging er mir nicht aus dem Kopf und immer, wenn ich soweit war, loszulassen - kam eine Nachricht aus dem off von ihm und das war emotional sehr schwer für mich. Ich habe darauf auch selten bis gar nicht geantwortet, bis halt Ende 2015, Silvester / Neujahr.
Es wäre jetzt einfach für mich zu sagen "Er ist so ein A.loch" und mir die volle Dosis Mitleid abzuholen. Aber so war / ist es ja nicht.
Ich muss zugeben, dass ich vieles getan habe, um die Ruhe in dieser Beziehung zu boykottieren. Wir hatten uns Sonntag morgen getrennt, er musste zur Schicht, abends haben wir telefoniert, da habe ich ihm gesagt, dass ich die Woche für mich haben möchte, dass es mir zu spät ist, wenn er nach der Spätschicht noch bei mir aufschlägt. Ich dachte, dass ich so "tritzen" kann, dass irgendwas kommt, aber es kam Unverständnis und die Frage seinerseits, warum ich ihn nicht sehen möchte. "Will Zeit für mich haben". Anstatt zu sagen, was mich beschäftigt, bin ich so gewesen.
Montag, auf dem Weg zu meiner Therapie, kam von ihm "Ich liebe dich sehr". Abends wollte er telefonieren, ich ihm via whatsapp abgesagt "Schlafe schon." Das gleiche am Dienstag. Gestern war nun der Supergau mit der Sache wegen dem Kindsvater und anstatt mit ihm zu kommunizieren, hab ich ihm vor den Latz geknallt, dass ich mich einsam fühle, wo seine Empathie wäre, er so kalt zu mir ist usw.
Darauf kam von ihm nichts.
Heute - siehe oben.
Es kam eine Antwort auf meine whatsapp wegen Treffen heute Abend; er könne heute Abend leider nicht, er will auch keinen Streit, unsere Sachen könnten wir nächste Woche tauschen.
Daraufhin hab ich ihn bei whatsapp gelöscht und bei Facebook auch, den Beziehungsstatus mit ihm beendet und raus aus der Freundesliste.
Ich habe kein Stück erwachsen agiert, ich habe mich, sehr kindisch benommen.
Vorhin, als ich meinen Heulflash hatte, habe ich ihm eine Sprachnachricht bei whatsapp gesandt, ich habe währendessen geheult, habe ihm gesagt wie ich mich fühle, dass ich ihn liebe und das ich mir wünschte, ich könnte die Zeit zurückdrehen und wir hätten kommunizieren müssen. Das ich bereue wie ich mich benommen habe usw. Dafür schäme ich mich nicht. Ich war zumindest im Nachgang ehrlich und schonungslos.
Letztes Jahr, als ich mich so daneben benommen habe, hab ich auch keine Chance mehr bekommen und ich habe es wirklich bereut damals.
Er ist aber seiner Linie treu geblieben - okay, wenn man von den Nachrichten zwischendurch absieht auch nicht so ganz, aber er ist straight geblieben und hat mich nicht angegraben.
Diesmal waren wir 7 Monate zusammen und ich glaube ihn insoweit zu kennen, dass er diese Linie weitergeht und seinen Schlussstrich zieht. Aber trotz allem war es mir wichtig, ihm zu sagen (die genannte Sprachnachricht), wie es mir geht und das es mir immens leid tut.
Ich hebe ihn jetzt nicht in den Himmel, verkläre mein Bild auf ihn nicht. Er hat nach wie vor keine Eier in der Hose für mich, weil er sich einem Gespräch nicht stellt, aber ich muss lernen, damit umzugehen. Wie? Keine Ahnung.
Mein inneres möchte zu ihm, möchte sich (im übertragenen Sinne) vor die Füsse werfen und ihm sagen wie leid es mir tut, wie sehr ich ihn liebe. Aber mein Verstand sagt mir, dass ich das nicht machen kann / darf / soll.
Ich habe großen Anteil daran, dass es kaputt ist und das macht es / wird es so schwer machen, damit abzuschließen, loszulassen.
Das war letztes Jahr schon so bei mir, dass ich große Probleme hatte, mir zu verzeihen, das wird diesmal nicht anders sein.