Hallo Schinder( passender Name für Jemanden der sich in Arbeit verschanzt ! ) ,
Zitat:Hallo Aragon,
es ging mir früher oft genau so. Ich hab versucht, mir klar zu machen, was in solchen Situationen passiert. Jedes mal, wenn du so niedergeschlagen bist, bedeutet es, dass du dich ein kleines Bisschen verliebt hast.
ohne jetzt zu " bissig" klingen zu wollen, ich glaube Das hat Aragon bereits selbst erkannt und genau deshalb ist er hier, nämlich um genau mit diesen Gefühlen umgehen zu lernen , ohne sich weiterhin Horrorszenarien auszumalen, wenn es eben nicht klappt, dazu braucht es aber Das was Du beschreibst so überhaupt nicht :
Zitat:Und wenn du dir mal anschaust, wie das Hormonell aussieht:
- hoher Dopaminspiegel => Du hast das Potential dich toll zu fühlen
- hoher Oxytocinspiegel => Es zieht dich besonders zu einem Menschen hin
- unterirdischer Serotoninspiegel => Du fühlst dich allgemein unglücklich, sogar depressiv.
wenn man genau "so" unterwegs ist wie Du es hier gerade perfekt darstellst, braucht man sich nicht zu wundern, warum es immer mehr ( besonders Männer ! ) Singles in Deutschland gibt und warum es zunehmend immer kühler in unserer Gesellschaft abläuft !
Du erklärst ihm hier zwar wie Du es scheinbar in Perfektion beherrscht Dich vor Deinen eigenen Gefühlen zu schützen und zu Rationalisieren, Das ist aber bei der Thematik und in diesem Forum hier komplett der falsche Weg, auch wenn Du es mit Sicherheit nur gut meinst !
Zitat:Da wird einem schnell klar, dass das jedes mal kleine Neurosen sind, die dich an einen Menschen heften und jedes mal wenn selbst eine kleine bedeutungslose Geschichte vorbei ist, bleibst du noch eine ganze Weile so geeicht, dass du dich nur mit diesem Menschen gut fühlen kannst. Bei manchen ist das stärker ausgeprägt, bei anderen schwächer und manche Menschen kennen sowas garnicht, die bezeichnen wir normalerweise als soziopathen.
Aber wenn man sich einmal darüber im klaren ist, was eigentlich mit einem los ist, ist es zwar nicht easy, aber es wird zumindest bei kurzen Geschichten sehr viel einfacher, damit umzugehen.
ohne Dir zu Nahe treten zu wollen finde ich Deine Art der Zerlegung dieser Thematik bis zu einem gewissen Grad "soziopathisch" denn kein normal fühlender und regulierter Mensch baut sich solche Thesen auf um Gefühle von Liebe und Verliebtheit von sich fern zu halten, denn würdest Du nicht genau so fühlen/denken, würden solche Dinge Dir garnicht in den Sinn kommen, wenn Jemand wie Aragon seine Probleme genau so beschreibt wie er es hier getan hat.
Aragon hat doch ganz klar geschrieben, dass er genau DAS nicht will, denn er möchte lernen wie er eine Mitte findet, einen Weg wie er sich seine Gefühlswelt erhalten kann, ohne dabei aber komplett irrational durch die Welt zu steuern. Irrationalität kann sowohl sein, dass man mit rosaroter Brille nur noch rosa Elefanten sieht, aber genauso wie eine Maschine funktionierend , abgestumpft und gefühlsarm durch die Welt steuert.
Das was Du ihm hier aufzeigst ist nichts Anderes als auswendig erlernte Biologie und Wissenschaft um sich einen chemischen Prozess im Gehirn als Begründung zurechtzulegen, weil man sich aus eigenen Ängsten heraus, sich wahrhaftig mit sich und seinen Gefühlen zu befassen, lieber damit abgibt und so dauerhafte Emotionen abstellt. Wenn Du damit glücklich bist, nett - aber es als Ratschlag hier darzustellen, eher in die falsche Richtung weisend !
Ich bin mir sogar sicher das Du , als so "rationaler Typ" extreme, emotionale Defizite in Dir drin trägst die Du Dir weder zugestehen , noch eingestehen willst, deshalb bist Du auch hier und schreibst von Hormonen
und nun zu Aragon :
wenn Du bereits erkannt hast, dass Du immer im Begriff bist Ängste aufzubauen, hast Du schon etwas sehr Wesentliches erkannt, was Vielen garnicht erst bewusst wird und Das ist eine Wende in Dir drin, die Dich enorm weit bringen kann, wenn Du jetzt das Ruder in die Hand nimmst und Dein Leben selbstbestimmt und selbstbewusst ordnest.
Ein Therapeut kann Dir erläutern warum Du vielleicht tiefere Emotionen wahrnimmst als mancher Andere oder warum Du sie in gewissen Momenten glaubst zu haben um dann, sobald Du Deine Gefühle nicht mehr ausleben kannst, "ernüchtert" aufzuwachen.
Gefühle sind bei jedem Menschen anders, ich z.B bin ein hoch emotionaler Mensch der sich schwer tut rationale Gefühle in emotionalen Momenten einzugliedern und somit stehe ich mir damit selbst im Weg und mache mir oft viel zu viele Gedanken und auch negative Gefühle , weil ich ettliche Jahre nicht gelernt habe ( und übrigens in meinem Elternhaus nicht erfahren /erlernen konnte ) wie "sowas geht" .
Es kommt ganz darauf an , wie Du als Individuum so tickst , wie Du allgemein in emotionalen Dingen so "drauf bist". Im Grunde denke ich, hast Du schon sehr viel selbst erreicht , bist Dir selbst auf " die Spur " gegangen und hast jetzt herausgefunden wo Du für Dich selbst stehst und was Du gerne ändern möchtest, wenn Du das Gefühl hast, Du bist zu emotional ist es wahrscheinlich eher so, dass Du einfach nicht weisst wie Du Deine Gefühle auch bis zu einem gewissen Grad lenken kannst und dafür gibt es auch keine Betriebsanleitung, Du kannst aber lernen, wie Du Ängste kontrollieren kannst und vorallen warum Du sie hast.
Ein Therapeut wird Dir , wenn er zu Dir passt, was Du daran erkennst das Du nicht das Gefühl hast das irgendwas "peinlich" ist was Du erzählst, erklären wie Du bist, er wird Dich reflektieren und Dir selbst die Möglichkeit geben weitere Entwicklungsschritte zu machen, ohne Dir aufzudrücken was aus seiner/ihrer Sicht für Dich richtig oder falsch ist.
Du machst das Alles schon richtig und solltest Dir auch kleinere "Rückschläge" nicht zu sehr zu Herzen nehmen, denn gerade als fühlender Mensch tendiert man gerne dazu mal " über die Stränge" hinauszuschlagen, aber jedes Gefühl des Verlustes und auch von Schmerz sollte Dir klar machen, dass Du eben bist was Du bist und hoffentlich immer in Dir erhalten kannst : ein fühlender und wohl auch mitfühlender Mensch mit der Fähigkeit das Gefühl Liebe und Verliebtheit mehr oder weniger wahrzunehmen und in sich zu tragen.
Ich wünsche Dir einen tollen , weiteren Weg und viele gefühlvolle Momente, auch wenn sie mal weh tun, denn Das gehört nunmal dazu
Alles Gute
LG
Knappi