Downinahole
Gast
@gast65657 es gibt Momente mit Freunden und Familie, da spüre ich die Ablenkung. Ich liebe meine Freunde und meine Familie sehr, aber die Leere in mir und das rausgerissene Herz sind eben dauerpräsent. Außerdem weiß ich, wenn ich mich ablenke permanent WOVON ich mich ablenke, also geht das oft nach hinten los- und ich schweife ab und fange wieder an zu heulen. Ganz schön erbärmlich, ich weiß... Außen merkt das kaum jemand. Selbst in der Klinik war ich für viele die lustige, extrovertierte Sprücheklopferin. Aber in mir drin sind so viele Fragen und so viel Verletzung und leider auch noch viel zu viel Liebe für diesen Menschen, der diese Liebe nicht wollte und weggeschmissen hat wie ein Stück Kaugummipapier. Ich versuche, mir die Beiträge der Menschen, die es geschafft haben, wieder glücklich zu werden, vor Augen zu führen. Leider bin ich kein Statistiker, und denke dennoch, bei mir wird es einfach nix mehr. Dazu bin ich grundsätzlich zu labil. Ich würd ihm gern verbal ins Gesicht schlagen.Vielleicht auch nonverbal, also richtig. Aber es wär alles vergebens. Es ändert diese Realität nicht, an der ich irgendwie zugrunde zu gehen scheine. Und keiner kann es verstehen. Ist ja auch ziemlich erbärmlich. Ich weiß. Ich mach jetzt Sport... hat mir meine Therapeutin verordnet. Hab jetzt schon den Muskelkater des Todes, aber es ist wieder der krampfhafte Versuch einer Ablenkung.



