Zitat von Scrawled:Und EM wird es einfach laufen lassen, wie es im Moment ist, aber er wird seinen Sohn mehr lieben als die Tochter.
Hoffentlich nicht, und es ist auch gar nicht gesagt. Denn dem EM dürfte klar sein, dass ausgerechnet die Lütte nichts dafür kann. Warum also sollte er sie zurücksetzen?
OT: Ein Onkel von mir heiratete vor Jahren eine Frau, die sich damals gerade mit ihrem Ex um das Sorgerecht für die 2jährige Tochter stritt, die damals bei der Mutter des Ex lebte. Nach der Hochzeit mit meinem Onkel wurde die Kleine ihr zugesprochen. Mein Onkel hat die Kleine zwar nicht adoptiert, aber er hatte von Anfang an eine Vaterbindung an sie, und der biologische Aspekt war ihm dabei völlig schnurz.
Die Kleine wiederum sah das alles völlig entspannt: Sie hatte nunmehr eben "zwei Papas", nämlich "Papa S." (den leiblichen) und "Papa H.".
Als sie größer wurde, verlor sie "Papa S." durch einen Unfall. Dann - sie war bereits erwachsen - ging die Ehe ihrer Mutter mit "Papa H." in die Brüche.
Und jetzt die Pointe: Was glaubt ihr, zu wem das Mädchen hielt?
Richtig. Zu "Papa H.", meinem Onkel, der nicht ihr biologischer, sehr wohl aber ihr empfundener Vater war. Weil er sie geliebt und
nie im Stich gelassen hat.
Merke: Blut ist zwar ein besonderer Saft, aber es ist das Herz, das spricht - auch zwischen Vätern und Kindern, die "nicht wirklich" zueinander Vater und Kind sind.