KPeter
Mitglied
- Beiträge:
- 343
- Danke erhalten:
- 1910
- Mitglied seit:
ich finde, dass du dich sehr konsequent und stark verhalten hast und darauf auch ein wenig stolz sein darfst. Du wurdest hingehalten und es ist nicht zu verurteilen, dass du abwarten wolltest, ob er sich nun wirklich trennt.
Zitat:>>Sie sagte auch mehrfach dass Sie weiß dass er mich liebt, aber zu große Angst hat.
Er sagte zu mir, …, ich sei sein ein Traum den er nicht greifen kann.
Das Haus verkaufen würde nicht in Frage kommen, da es auf dem Grundstück seiner Eltern steht. Die Schulden tragen beide und Selbstständig ist er auch.<<
Es hilft dir auch wenig, wenn du ihn verurteilst oder ihn als Spieler siehst. Die Zitate zeigen, dass er für das, was er sich mit dir gewünscht hätte, viel zu schwach ist. Denn es gehört enorm viel Kraft dazu, sein Leben völlig neu zu erfinden, eine anständige Trennung und Scheidung durchzustehen, weiterhin für Kinder da zu sein und die finanziellen Konsequenzen einer Trennung schlimmstenfalls sein Leben lang zu tragen. Die hatte er nicht, er hat sich darum aufs Träumen und Wünschen verlegt und dich sicher auch zu lange hingehalten.
Ihr beiden habt ein kurzes Stück eures Lebensweges zu teilen versucht und dabei natürlich nur sehr wenig voneinander erfahren. Die Hormonausschüttung hat bewirkt, dass jeder im anderen das Gute gesehen und darüber hinaus reichlich projiziert hat. Und dann warst DU es, die die notwendige Stärke gezeigt hat. Meinen Respekt dazu!
Versöhne dich mit dir und deinem Verhalten. Es war so konsequent, wie es für dich möglich war. Und versöhne dich mit dem Gedanken, dass er viel zu schwach war für das, was er dir versprochen hat. Du bist jung und du hast alle Chancen einen Mann kennenzulernen, der stärker, konsequenter und vor allem FREI ist. Das, was du gerade durchstehst, kannst du als wichtigen Anteil zu deiner Bewältigungsgewissheit anrechnen. Du bewältigst etwas Schwieriges und du hast auch früher schon eine schwierige Trennung bewältigt. Das zeigt, dass du lebenstüchtig und resilient bist. Und wer das ist, braucht keine Angst vor dem zu haben, was auf ihn zu kommt.

