Zitat von Gurkensalat: Bei Dir kommt immer das Lügen und Betrügen durch. Das ist schon sehr makaber. Ich verstehe nur nicht, warum Du das in diesem Fall empfiehlst, obwohl Du auf der anderen Seite behauptest, es sei ja nur ein "Hormon-Cocktail" gewesen.
Im Gegenteil. Lügen und Betrügen tun die Affärenführer. Ich plädiere nur dazu, nicht plötzlich den Schalter umzulegen und so zu tun, als wäre man der ehrlichste Mensch der Welt. Jeder Fremdgänger hat sich mit dem Lügen und Hintergehen des Partners arrangiert und es gibt keinen Grund diesen dunklen Persönlichkeitszug plötzlich zu negieren. Er steckt nun einmal in einem, sonst hätte es die Affäre samt allen kaltblütigen Hintergehens nicht gegeben. Ergo ist es viel besser, seine dunkle Seite zu erkennen und als Teil seines Selbst anzunehmen. Man muss sie ja nicht mehr ausleben, sondern kann dafür sorgen, dass sie nicht mehr zum Tragen kommt. Man sollte dann abwägen, ob die Folge-Lüge für den Partner und die Partnerschaft die bessere Variante ist, als die volle Beichten-Breitseite. Nicht mehr oder weniger.
Zitat von Gurkensalat: Wie wichtig Ehrlichkeit sind, sieht man hier. Das große Maul hatte ich auch vor meiner Affäre. Wenn man dann drinsteckst, sieht man das mit ganz anderen Augen.
Du beschreibst dein Problem in einem Satz sehr schön. Du wärst gerne eine ethisch korrekte Person, die den Partner nicht belügen würde. Hast du aber getan. Im Zuge des Hormon-Cocktails das dich geflutet hat, hat der dunkle, lügende und hintergehende Part deine Persönlichkeit die Führung übernommen. Hinterher dann so zu tun, als ob man ein ehrlicherr Mensch sei, ist zu kurz gesprungen. Und so zu tun, als könne es jeden erwischen ist auch zu kurz gesprungen. Deine Persönlichkeit war es, die den Ausschlag gegeben hat. Und daher ist dein Weg der offenherzigen Beichte kein bisschen besser oder schlechter als das Verschweigen. In deiner Siutation mag er genau richtig gewesen sein, in anderen Situationen mag er grottenfalsch sein.
Zitat von Gurkensalat: Du redest wie ein Blinder über Farben. Sei's drum.
Ich seh es wie fast alle Paartherapeuten. Von denen führen auch nicht alle Affären. Ich denke du siehst das Problem der Affärenbewältigung viel zu einseitig, nur weil du mit einer Beichte in deinem individuellen Fall offensichtlich gut gefahren bist.
Zitat von paulaner: Es fehlt etwas ganz Entscheidendes: sie weiß nicht, ob sie ihren Mann überhaupt noch liebt.
Darum...nicht nur Wille, sondern vor allem Gefühl.