Zitat von Valeria: Ich erwarte kein Verständnis für mein Handeln, ich hatte einfach nur nach Eurer Meinung, bzw. Euren Erfahrungen gefragt.
Da du nach Erfahrungen fragst, die in meinen Augen trotzdem nicht zu verallgemeinern sind, möchte ich dir antworten.
Damals war ich in der Rolle deiner Freundin.
Auch ich wurde während einer Party (nachdem die Affäre schon beendet war) misstrauisch.
Während der Affäre verhielten sich beide deutlich unauffälliger, als zu dem Zeitpunkt, als die Affäre beendet und noch nicht aufgeflogen war.
Trotzdem hatte ich auch schon während der Affäre ein seltsames Gefühl, das ich mir nicht zugestand.
Aber diese eine Party (etliche Monate, nachdem mein Mann die Affäre beendet hatte und dies das erste Aufeinandertreffen der beiden war), ließ mich ein wichtiges Puzzleteil finden.
Auch ich sprach meine Freundin auf ihr „seltsames“ Verhalten an.
Da sie emotional noch tief drin steckte, bemerkte ich es einfach.
Mein Mann agierte deutlich abgeklärter. Er war zu dem Zeitpunkt emotional schon weniger angefasst und somit war es ihm eher unangenehm, dass sie ihn so von weitem traurig anschaute.
Sie verhielten sich einfach anders, als sonst.
Übrigens, empfand ich (im Nachhinein) sein kühles Taktieren auch nicht gerade toll.
Naja, meine Freundin ging ebenfalls, wie hier geraten, bei meiner Frage auf Angriff.
Ich fragte sie nicht explizit nach einer Affäre, da ich dies selbstverständlich zuerst mit meinem Mann besprechen würde und ich es mir ehrlich gesagt immer noch nicht
🙄 vorstellen wollte. Ich fragte, ob sie gerade Probleme habe und sich möglicherweise in meinen Mann verliebt hätte.
Sie wies es empört von sich und klagte mich wegen mangelndem Vertrauen an und warf mir vor, ihr Schaden zu wollen… und weitere abstruse Vorwürfe.
Wir stritten uns, und ich war mir sicher, dass sie log.
Allerdings konnte ich mir trotzdem nicht vorstellen, dass sie (beide) dazu in der Lage seien. Aber ich war mehr als misstrauisch geworden.
Nun gut, kurz danach stand sie dann, während mein Mann dienstlich im Ausland war, vor meiner Tür und beichtete - allerdings nicht weil sie ehrlich sein wollte, sondern weil sie sich etwas davon erhoffte.
Auch wogen ihre ungerechtfertigten Vorwürfe während dieses ersten Gesprächs schwer.
Statt sich eventuell zu bekennen - oder sogar zumindest weiterhin abzuwiegeln, ging sie damals, bei meiner Nachfrage, auf Konfrontation.
Das war dreist und dumm.
Übrigens, nachdem ich dann Bescheid wusste, fügten sich etliche Beobachtungen wie fehlende Puzzleteile zusammen.
@Valeria
Wenn du nun partout alles verschweigen möchtest, dann umgehe ein Treffen mit deiner Freundin.
Wenn sie misstrauisch geworden ist, wird sie alles dran setzen, um Gewissheit zu bekommen.
Vermutlich werden jetzt Gespräche mit ihrem Mann folgen.
Wie wird er sich verhalten?
Wie gefestigt ist er mittlerweile?
Wie steht er zu dir?
Möglicherweise wird seine EF zusätzlich mit anderen Freundinnen aus eurem Kreis sprechen und diese nach deren Beobachtungen befragen.
Ab dann steht ihr ganz sicher unter Beobachtung.
Und möglicherweise wird auch dein Mann von diesem Verdacht Wind bekommen.
Spätestens dann musst du beiden in die Augen schauen und lügen.
Das ist kein leichtes Unterfangen.
Über deine eigenen Ansprüche an Freundschaft, Loyalität und Treue, magst du selbst entscheiden.