Zitat von Binaneu:Zitat von Dummda2:Ich habe auf eine Studie hingewiesen. Dabei geht es nicht darum, ob man die Befunde mag oder nicht. Was uns unbewußt berührt bekommen wir doch oft eh nicht mit.
Ich habe auch nicht geschrieben, dass man der EF oder sonst jemandem eine reinwürgen möchte. Aber machen wir uns nichts vor, auch Frauen jagen und mögen Konkurrenzkampf. Und es wird wohl auch kaum jemand ernsthaft verleugnen, dass uns unsere Kindheit und Beziehungen zu den Eltern nicht nachhaltig beeinflussen. So gibt es die einfache Regel, dass sich Frauen, die vom Vater schlecht behandelt wurden, viel eher auch vom Partner schlecht behandeln lassen. Usw.
.
Dem möchte ich, von mir ausgehend, widersprechen.
Männer" jagen" war und ist nicht meins.
Und auch Konkurrenzkampf um einen Mann nicht.
Übrigens habe ich mir wirklich ZU viel gefallen lassen.
Das gibt es auch, wenn die Beziehung zum Vater gut war!
Ich habe keine Probleme der Kindheit mit in die AF genommen.
Ich glaube, dieses ungesunde Verhalten kann sich auch erst in diesem ungesunden Konstrukt entwickeln.
Das ist ein schleichender Prozess....
Liebe Binaneu,
hab ich irgendwo geschrieben, dass das bei jeder Frau/ AF so ist? Ich meine nicht.
Ich finde es gut, dass Du so auf meinen Post reagierst. Heftige Reaktionen und klare Worte können viel mehr inspirieren und zum Nachdenken bringen, als das übliche scheinempathische Kuscheln.
Also, ich habe die Gelegenheit genutzt und ich würde mich freuen, wenn Du sie auch nutzen wolltest. die Frage ist doch immer, was triggert mich? Meist glauben wir, dass das, was uns provoziert auch andere provozieren würde. Dabei ist das nicht so. Wir bekommen wertvolle Informationen über uns, wenn wir den Ärger etwas überwinden und genau hinschauen was genau meldet sich da bei mir.
Du hast keine Elemente Deiner Kindheit mit in die Affäre genommen? Ich verwette mein Hab und Gut, dass Du es doch getan hast. Du wusstest ja nicht, dass der AM vergeben war, also nimm den Aspekt einer "Affäre" weg. Du wolltest weder bewußt, noch unbewußt eine Affäre. Alles was hier im Forum steht, warum Menschen eine Affäre eingehen, trifft nicht auf dich zu. lass es mich so darstellen: eines Tages bist du aufgewacht und hast festgestellt, dass Du in einer sehr "komplizierten" Situation warst. Aber was hat die Situation für Dich kompliziert gemacht? Andere hätten einfach einen Schlussstrich gezogen. Oder sie hätten mit allen Mitteln um den Mann gekämpft und "gewonnen". Wenn ich dich richtig verstanden habe, dann warst Du nicht bereit Sauereien zu machen. du konntest den Mann nicht loslassen - warum? Nur mit "ich liebe ihn" ist es nicht erklärt. Und welche Rolle hatte seine Frau? Wie siehst DU ihre Rolle? Wo gibt es für Dich Anknüpfungspunkte? welche Erwartungen hattest Du? Und so weiter und so fort.
Ich habe übrigens in meiner ersten Ehe auch viel hingenommen, weil ich so eine gute Beziehung zu meinem Vater habe. Den Respekt gegenüber meinem Vater habe ich auf meinen Mann übertragen. Zusammen mit der weichen Art meines Vaters war ich ein prima Opfer.
Und meine Mutter? Was für ein Zufall, gehört zur Kategorie "selbstgerechtes Miststück das anderen Frauen immer versucht hat den erfolgreichen Mann auszuspannen". Da ist keine Vermutung, sondern das weiß ich. Natürlich reagiere ich auf die AF stärker als andere, denn ich habe so eine meine ganze Kindheit über erlebt. Jetzt könnte man sagen, was geht es mich als Kind an, was meine Mutter so treibt. Ganz einfach, die Eigenschaften, die das Verhalten meiner Mutter hinsichtlich Affäre gesteuert haben, haben sich auch im sonstigen Leben gezeigt. Und natürlich gibt es da Übertragungen die mitunter nicht gerecht sind.
Und deshalb meine ich, schau auf das, was Dich am meisten provoziert und nimm es als individuelle Reaktion an.