Zitat von Einfallslos: Wozu ist mir das passiert und was kann ich daraus lernen"
Das ist genau das, warum wir in solche Situationen kommen. Sie sind Fingerzeige, deutliche Hinweise dass wir viiele Dinge nicht beachtet haben oder darüber hinweg gegangen sind.
Für ihn war es immer eine bequeme Lösung mit Dir. Er hatte "Jemanden", er hatte Sx, Nähe und Vertrauen sind ihm denke ich viel weniger wichtig und Du hast Dich als bequeme Lösung angeboten und hast Dich abgearbeitet und obendrein versucht ihm Deine Standpunkte klar zu machen.
Der eine hat es bequem und der Andere investiert viel. hinterfragt viel, zieht sich selbst in Zweifel, gibt nach, hofft und wartet und verleugnet sich selbst, indem er eigene Werte hintenan stellt. Und das alles weil die Bedürftigkeit groß ist. Ungleichgewicht in jeglicher Hinsicht.
Nicht nur, dass sich eine Vormachtstellung und eine untergeordnete Position manifestieren und damit keine Augenhöhe mehr da ist, sondern auch der Invest ist völlig ungleich verteilt.
Story aus meinem Bekanntenkreis:
Einer heiratete vor Jahrzehnten eine Frau. Alles supi, ja, wir wollen eine Familie, wir wollen Kinder, mit Dir will ich verheiratet sein. Ich kann mich noch dunkel an die Frau erinnern, ist aber nicht von Bedeutung.
Ein Jahr später Scheidung. Hallo, wie das? Ich fragte nicht, weil ich mit dem Mann auch nicht so speziell bin und erst letzthin, Jahrzehnte später, habe ich den Grund erfahren.
Einige Monate nach der Heirat wünschte sie eine offene Beziehung. Sie wollte halt auch mal mit anderen Männern usw. ....
Das ließ sich mit der Sichtweise des Mannes nicht vereinbaren. Eine Ehe ist eine Exklusivbeziehung und nicht eine Beziehung, von der man profitiert, für die man aber nichts einbringen muss.
Er trennte sich umgehend und reichte die Scheidung ein.
Warum die Frau vorher von Heirat, Familie usw. sprach obwohl sie wohl etwas promisk veranlagt war, weiß man nicht, auch er nicht. Die Ehe wurde aufgrund einer Verliebtheit geschlossen und endete bald auf dem Boden der Tatsachen.
Das nur als Beispiel, wie unterschiedlich Menschen ticken, die sich vordergründig bestens verstehen, zunächst.
Ich denke, Du hast Deine Baustellen die Du nun angehen kannst. Gönne Dir mal was Positives und gönne es Dir dass Du nun klar Schiff gemacht hast. Die Beziehung mit ihm war nicht nur Freude, sie war eine Belastung.
Dass Du immer wieder einen Durchhänger hast, ist dem Liebeskummer geschuldet. Dein Gefühlsgedächtnis willl den Urzustand wieder herstellen, es will sich wohl fühlen und erkennt dann frustriert, dass die Lage sich geändert hat.
Daher wird in manchen Trennungen hinterher der Partner noch hochstilsiert. Ich verstehe das nicht, wir hatten doch eine tolle Beziehung, wir haben uns doch in vielem so gut verstanden .... Die Realität ist eine andere. Es war der vergiftete Apfel drin und er wurde nicht bemerkt und nicht angeschaut, wenn man mal feststellte, dass doch nicht alles rosig ist. Selbsttäuschung kommt meistens zurück, das habe ich mittlerweile auch gelernt.
Ich habe ohnehin viel gelernt, das meiste durch den Bindungsvermeider, denn der kam in mein Leben, weil ich lernen musste. Viele, viele Dinge. Angefangen vom Selbstwert bis zum Realitätsbewusstsein, von der Angst zum Mut und daher fühle ich mich heute ganz anders mit mir als früher.
Es waren harte Lektionen und sicher habe ich nicht alle gelernt, aber doch einige. Eine davon ist die, dass ich einen Wert habe, den mir keiner nehmen kann, wenn ich ihn mir nicht nehmen lasse. Prinzip Eigenverantwortung. Etwas, was vor allem viele Frauen zu wenig gelernt haben.