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Einsam durch die Corona-Kriese

Tan27

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Hallo ihr Lieben
Ich bin so unglücklich in der Zeit, ich bin Single und habe keine Kinder, möchte mich jetzt damit nicht bemitleiden aber die Einsamkeit schnürt mir gerade in der Situation in der wir uns gerade befinden alles zu. Ich wünschte mir so sehr jemanden an meiner Seite der für mich da ist. Ich bin immer gut klar gekommen Single zu sein, aber jetzt ist es einfach die Hölle. Ich habe auch das Gefühl alleine in der Situation zu sein, ich lese immer nur das man jetzt Zeit hat sich der Familie und dem Partner zu widmen das ist nochmal ein Schlag ins Gesicht wenn man zuhause niemanden hat dem man sich widmen kann, ich hoffe ihr versteht mich ich bin extrem verzweifelt

22.03.2020 08:46 • x 1 #1


Tuvalu123

Tuvalu123


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Hallo Du Liebe,

klar verstehe ich Dich. Du bist nicht alleine. Und Du machst alles richtig, denn Du suchst nach Verbindung in Zeiten der Angst, dass ist eine gesunde gute Reaktion auf die Situation. Hier werden bestimmte einige schreiben.

Ich kann sagen, ich bin auch Single und hatte bereits ein paar Tiefs nachdem die Corona-Krise so richtig anzog. Mittlerweile habe ich wieder mehr in meine Mitte gefunden. Dennoch fühlte sich das ganz und gar nicht schön an. Was hat mir geholfen: in Verbindung mit mir selbst und anderen zu gehen. Schau doch mal in den Video-Beitrag rein, den fand ich wirklich sehr hilfreich, obwohl es mir schon besser ging.



Sei lieb gegrüßt,
Tuvalu

22.03.2020 08:51 • x 2 #2



Einsam durch die Corona-Kriese

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Tan27


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Danke für deine Worte
Ich kann mich nicht erinnern wann ich das letzte mal so viel geweint hab wie in den letzten Tagen. Ich will nichts essen, hab Angst zu schlafen weil ich nachts aufwache und Panikattacken bekomme und gerade wenn sowas ist fehlt mir jemand an meiner Seite, habe das noch nie so verspürt wie momentan, ich erkenne mich gar nicht wieder

22.03.2020 08:55 • x 1 #3


Anis17

Anis17


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Guten Morgen, dann hast Du ja genau die richtige Entscheidung getroffen, Dich hier anzumelden und zu schreiben. Hier ist immer jemand, der antwortet - ich glaube sogar, mitten in der Nacht. Da gibt's auch so einen thread.

Dein 'Problem' kennen sicher viele Singles gerade, aber ist das wirklich so, dass man einsam ist? Wir haben doch - gerade heutzutage - alle Möglichkeiten der Kontaktpflege. WA, FB, Videocall und schlussendlich auch das gute alte Telefon.

Wir können uns podcasts anhören, lesen, Serien schauen, Bude putzen, Sport treiben draußen, Rezepte nachkochen, Puzzlen (hab es grad wieder entdeckt für mich), hier lesen und schreiben.

Ich denke, es gibt schlimmere Dinge, als als Alleinstehende(r) durch diese Zeit zu gehen. Mir tun die Familien und Paare leid, wo es schon an allen Ecken und Kanten knarzt und wo sich die Partner nur noch wenig zu sagen haben.

22.03.2020 08:57 • x 2 #4


Tuvalu123

Tuvalu123


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Zitat von Tan27:
Danke für deine Worte
Ich kann mich nicht erinnern wann ich das letzte mal so viel geweint hab wie in den letzten Tagen. Ich will nichts essen, hab Angst zu schlafen weil ich nachts aufwache und Panikattacken bekomme und gerade wenn sowas ist fehlt mir jemand an meiner Seite, habe das noch nie so verspürt wie momentan, ich erkenne mich gar nicht wieder


Hast Du Freunde/Familie mit denen Du sprechen kannst? Bitte verurteile Deine Reaktion nicht, Du bist nicht alleine und es gibt sicherlich einige Menschen, die sich auch einsam fühlen.

Schaue doch mal, ob Du jetzt in der freien ungefüllten Zeit noch weitere virtuelle Ankerpunkte findest, wo Gemeinschaft entsteht.

22.03.2020 08:59 • x 1 #5


Tan27


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Tuvalu123 ich schreibe viel mit Freunden und telefoniere mit der Familie, nur fehlt mir jemand in den eigenen vier Wänden der einfach bei mir ist, das Gefühl ist einfach nicht zu beschreiben, ich Versuch mich ständig zu beruhigen und dann brech ich plötzlich in Tränen aus, so hilflos bin ich sonst nicht aber diese Ausnahmesituation macht mich echt fertig

22.03.2020 09:07 • #6


Tuvalu123

Tuvalu123


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Verstehe und kann ich nachfühlen. Mir geht es da ähnlich. Wie lange ist denn deine letzte Beziehung her?
Magst du ein bisschen erzählen?

22.03.2020 09:14 • #7


Tan27


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Zitat von Tuvalu123:
Verstehe und kann ich nachfühlen. Mir geht es da ähnlich. Wie lange ist denn deine letzte Beziehung her?
Magst du ein bisschen erzählen?

Ich habe dir privat eine Nachricht geschickt

22.03.2020 09:53 • #8


Tuvalu123

Tuvalu123


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Ist nicht angekommen.

22.03.2020 09:55 • #9


Tan27


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Zitat von Tuvalu123:
Ist nicht angekommen.

Habe es nochmal versucht aber klappt irgendwie nicht

22.03.2020 10:05 • #10


biancarch


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Hallo Tan,
ich kenne das Gefühl sehr sehr gut, denke ich. Wobei ich sagen muss, es geht mir auch manchmal ohne Corona so (bin seit bald 5 Jahren single). Aber da kommt man wenigstens aus dem Haus und kann sich ablenken, da fließen dann höchstens mal abends im Bett die Tränen.

Ich kann nicht sagen, dass ich mich hilflos fühle und dauerhaft heule. Aber letzteres passiert öfters als normal wäre. Ich kenne das, was du schreibst, dass man zwar alle möglichen Kontaktmöglichkeiten hat und skypen, facetimen usw kann, aber das halt trotzdem nicht dasselbe ist. Ich habe jetzt ab heute Abend auch jeden Abend einen Facetime-Call geplant, damit ich nicht verrückt werde. Aber das ist eben nicht gleichzusetzen mit einem Partner, für den man da ist und der für einen selbst da ist. Wo man auch mal eine Schulter zum anlehnen hat und mit dem man einfach zusammen durch schwere Phasen geht, weil man weiß man ist ein Team. Selbst wenn ich Leute zum facetimen habe, bin ich danach trotzdem wieder allein in meiner Wohnung und habe niemandem, mit dem ich mich aufs Sofa kuscheln kann und wenigstens zu Hause vergessen kann, was da draußen gerade los ist.

Meine Freundin und ihr Mann z.B. sind gerade auch im Homeoffice. Beide Kinder auch daheim. Und sie sieht das total entspannt. Sie meinte, sie kümmert sich jetzt einfach um ihren Garten, geht 2 Mal am Tag mit dem Hund raus, mit den Kindern wechseln sie sich ab und ansonsten ist das alles ganz entspannt bei ihr. Sie meinte, sie macht sich die Zeit mit der Familie jetzt so richtig schön und hält einfach durch, bis es vorbei ist. Sie hat all das, was sie braucht und was ihr Kraft gibt zu Hause. Und ich kann total verstehen, dass sie mehr gar nicht braucht. So ginge es mir ja auch, genauso stelle ich es mir vor. Über eine Ausgangssperre macht sie sich gar keine Sorgen. Ich hingegen schon, weil ich nicht weiß, wie ich die aushalten soll, wenn es so schon schwer ist. Ich werde, sobald bekannt wird, dass wir die Ausgangssperre bekommen, meine Sachen zusammenpacken um die Zeit bei meinen Eltern (200km entfernt) zu verbringen. Das ärgert mich, ist umständlich, aber da fühle ich mich einfach wohler und bin nicht alleine in meiner Wohnung von morgens bis abends...

22.03.2020 10:05 • #11


Tan27


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Hallo biancarch
Das mit deiner Freundin meine ich auch im allgemeinen das mir sowas einfach fehlt, ihr Focus steht bei der Familie und sie muss auch nicht zur Arbeit. Ich bin Pflegekraft und bin somit dem Virus jeden Tag mehr ausgesetzt als Menschen die jetzt von daheim aus arbeiten können.
Ich würde auch am liebsten zu meinen Eltern in der Zeit, aber durch die Risikogruppe ist mir das zu gefährlich für sie. Dann hab ich meinen Kater den ich nicht mitnehmen könnte also einen Ausweg hab ich nicht

22.03.2020 10:37 • #12


Oli65

Oli65


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Hallo Tan
Fühl dich mal ganz lieb gedrückt lass den Kopf nicht hängen
Hier bist du nicht alleine

Habt dir eine freundschaftsanfrage geschickt ich fühle mich auch oft alleine wenn du willst können wir ein bisschen schreiben

Ganz lieben Gruß

22.03.2020 10:44 • x 1 #13


Raida

Raida


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Zitat von biancarch:
Aber da kommt man wenigstens aus dem Haus und kann sich ablenken


Nicht Ablenkung ist die Lösung.
Lenkung

Auch ich habe unter Panikattacken gelitten.

Habe da vor ein paar Tagen ein Video gefunden



Der Weg da rauss beginnt mit einem Schritt.

Ich wünsche dir viel Kraft für deinen Weg, und habe viel Freude an den schönen Dingen am Wegesrand.

22.03.2020 11:03 • x 1 #14


Tan27


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Zitat von Raida:

Nicht Ablenkung ist die Lösung.
Lenkung

Auch ich habe unter Panikattacken gelitten.

Habe da vor ein paar Tagen ein Video gefunden



Der Weg da rauss beginnt mit einem Schritt.

Ich wünsche dir viel Kraft für deinen Weg, und habe viel Freude an den schönen Dingen am Wegesrand.

Vielen lieben Dank

22.03.2020 11:05 • x 1 #15



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