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Elternhaus aufgeben für die Liebe?

B

Briefpapier
Gast

Liebe Community,

sicherlich kennt jemand hier von euch eine ähnliche Situation oder hat sie bereits durchlebt?!
Meine Partnerin und ich (beide Ü30) wohnen aktuell (seit mehreren Jahren) in der Wohnung meines Elternhauses.
Wir lieben uns sehr und gehen mittlerweile auch sehr gut mit streit und schwierigen Situationen um.
Ich bin alleinerziehender Vater eines Kindes und meine Partnerin ist alleinstehend. Wir beide verdienen gutes Geld.
Nur leider gibt es eine Thematik die bis heute leider nicht ganz geklärt ist und aus meiner Sicht stark von einer weiteren Zukunft abhängig ist.
Ich möchte mein Elternhaus übernehmen und sehe seit Jahren überwiegend positive Dinge die mit dieser Überlegung einhergehen (weniger finanzielle Belastung, ggfs. weitere Unterstützung der Eltern (noch relativ Jung und Berufstätig). kurzum wir könnten uns etwas in der Form ohne diese "Übernahme" nur mit erhöhtem finanziellen Aufwand unterhalten oder müssten sogar Rückschritte machen. Ebenfalls würde es mir extrem schwer fallen, es einfach ohne Versuch aufzugeben. Meine Eltern sind auch bereit alles dafür zu tun, damit wir uns hier wohl fühlen (Wechsel in die kleine Wohneinheit, Rückzug aus grundlegenden Belangen bspw. Garten, Gestaltung, etc. )
Meine Partnerin hingegen sieht in dem Haus allerdings keine Zukunft und möchte eine eigene Wohnung/Haus unabhängig von dem Elternhaus haben.

Ich neige inzwischen leider dazu dieses Haus für die Liebe aufzugeben, da es mir doch extrem schwer fällt diese Frau dadurch aufzugeben.

Gibt es von eurer seite irgendwelche Tips, Erfahrungen oder ähnliches was uns/mir bei dieser Thematik konstruktiv weiterhelfen könnte?

LG und herzlichen Dank für jeden Beitrag

x 1 #1


Odette
Hallo Briefpapier,

hat sie eine Begründung hierfür genannt?
Wie versteh sich deine Partnerin mit deinen Eltern?

Das wird ja nicht einfach so ein Problem darstellen.

Gibt es möglicherweise einen Kompromiss? Zu wann soll dies geschehen?

x 2 #2


A


Elternhaus aufgeben für die Liebe?

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Plague
Lieber TE,
die schnellste und beste Art, eine Frau dauerhaft in die Flucht zu schlagen, ist, ihr dauerhaft das Gefühl zu geben, dass du dich bei einer Entscheidung zwischen ihr und den Eltern immer auf die Seite der Eltern schlagen würdest.

x 12 #3


B
Zitat von Briefpapier:
Ich möchte mein Elternhaus übernehmen und sehe seit Jahren überwiegend positive Dinge die mit dieser Überlegung einhergehen (weniger finanzielle Belastung, ggfs. weitere Unterstützung der Eltern (noch relativ Jung und Berufstätig).

Absoluter Beziehungskiller zusammen mit den Eltern eine Paarbeziehung führen.
Weg von Mami und Papi - mach dich selbständig, auch finanziell.

x 13 #4


hotte
@Briefpapier

Ich habe eine ähnliche Konstellation und meine Beziehung is letzten Jahr in die Brüche gegangen. Meine Mutter, die in der Einliegerwohnung des Hauses lebt, bzw. ihr Verhalten war tatsächlich einer der Streitpunkte. In meinen Augen geht familienzusammenhalt über alles und leider muss ich mittlerweile eingestehen das ich dazu Neige der Familie viel zu viel durchgehen zu lassen.

Nach der Trennung kamen dann noch andere Punkte auf, so das ich mittlerweile der Meinung bin das die familiäre Situation lediglich vorgeschoben btw. von ihr provoziert war.

Im Rahmen der Selbstreflektion habe ich allerdings auch eingesehen das die räumliche Nähe tatsächlich problematisches Verhalten gefördert hat. Durch die räumliche Nähe gan es auch entsprechend viel Kontakt und die Möglichkeit sich einzumischen. Da ich nie klare Grenzen gesetzt habe uferte das natürlich auch aus.

Als Antwort auf deine Frage gibt es von mir ein klares "Es kommt drauf an" Zwinkerndes Gesicht

Deine Partnerin wird ja Gründe für ihre aussage haben. Vielleicht ist es möglich da mal zu schauen was zu ihrer aussage führt. Ich könnte mir vorstellen das sich etwas mit dir gemein aufbauen möchte ohne nur "dazuzukommen". Das wäre natürlich in der aktuellen Situation schwer. Das heisst ihr müsst beide mal die Karten auf den Tisch legen und ehrlich kommunizieren was euch an eurem jeweiligen Standpunkt so wichtig ist.

x 3 #5


Cagy
Hallo Briefpapier,
...in einer ernst gemeinten Beziehung mit Zukunftspotential möchte die Partnerin IMMER an erster Stelle stehen....
nicht die Eltern, der Bruder, die beste Freundin oder sonstwer...

x 2 #6


Blindfisch
Guten Tag.
Ich verstehe nicht, was jetzt genau das Problem ist.
Du und deine Partnerin verdienen gutes Geld. Baut euer eigenes Reich auf. Ich persönlich schätze meine Schwiegereltern aber dauerhaft zusammen leben kann ich mir nicht vorstellen. Nabel dich ab. Deine Eltern haben ein Heim geschaffen. Für die Familie. Nun ist es an dir für deine Familie ebenfalls ein Heim zu schaffen.
Zitat von Briefpapier:
Meine Partnerin hingegen sieht in dem Haus allerdings keine Zukunft und möchte eine eigene Wohnung/Haus unabhängig von dem Elternhaus haben.

Das verstehe ich. Denn sieh es mal so: Du musst dich nicht gegen das Haus oder gegen deine Partnerin entscheiden. Du hast am Ende des Tages beides. Wenn der Tag gekommen ist (möge dieser noch fern sein) und deine Eltern nicht mehr da sind, fällt das Haus doch eh in dein Besitz. Hast du noch Geschwister? Und wenn es dein "Besitz" ist, kann es das neue Zuhause deines Kindes werden. Hier in der brandenburgischen Provinz ist es nicht unüblich, das die Enkel das Haus der Großeltern übernehmen.
LG

x 7 #7


Sonnenschein85
Ich verstehe dich. Aber ich verstehe auch sie.

Wenn sie sich mit dem Haus und den Vorstellungen nicht anfreunden kann, wäre es sinnig sich etwas zu suchen was euch beiden gefällt. Auch wenn das traurig ist für dich, der Gedanke das Elternhaus nicht zu übernehmen.

Aber so eine große Entscheidung muss man gemeinsam treffen.

Was stört sie denn genau? Mag sie deine Eltern?

x 4 #8


FloraVita
@Briefpapier ihr wohnt ja nicht mit deinen Eltern in einem Haushalt, sondern in verschiedenen Wohnungen in einem Haus. Mischen deine Eltern sich in eure Beziehung ein? Oder stört sie die bloße Nähe zu deinen Eltern?

x 2 #9


HeavyDreamy
@Briefpapier Hey Lachendes Gesicht

Zitat von Briefpapier:
Ich möchte mein Elternhaus übernehmen und sehe seit Jahren überwiegend positive Dinge die mit dieser Überlegung einhergehen (weniger finanzielle Belastung, ggfs. weitere Unterstützung der Eltern (noch relativ Jung und Berufstätig).

Zitat von Briefpapier:
Meine Eltern sind auch bereit alles dafür zu tun, damit wir uns hier wohl fühlen


Willst du nicht selbständig werden
(weil finanziell schwieriger),
oder möchten dich deine Eltern nicht gehen lassen
(wer sorgt denn um uns, wenn wir Mal alt sind und nicht mehr so können und mit dir ist das Haus günstiger zu verhalten, unser Sohn soll es gut haben, ganz ohne Probleme),
weil sie sagen, sie würden alles dafür tun, damit du bleibst?

Zitat von Briefpapier:
Ich neige inzwischen leider dazu dieses Haus für die Liebe aufzugeben, da es mir doch extrem schwer fällt diese Frau dadurch aufzugeben.

Warum das Wort "leider"? Lachendes Gesicht

Weisst du, deine Partnerin möchte mit dir das Leben teilen und nicht mit jemand anderen, Eltern, Schwiegereltern.
Ich könnte mich auch niemals in einem Haus wohlfühlen, was a) nicht auch mir gehört und b) Eltern/Schwiegereltern mit beiwohnen.
Deine Partnerin möchte mit dir zusammen ein eigenes Eigenheim haben, was eben beiden von euch gehört und nicht nur dir und den Schwiegereltern Lachendes Gesicht

Deswegen meine Frage: Wer möchte nicht loslassen? Du oder deine Eltern oder beide? Grinsendes Gesicht

x 3 #10


K
Ich habe lange mit den Schwiegereltern im selben Haus gewohnt. Getrennte Wohnungen, getrennte Eingänge. Sie waren nett, ja. Aber es war dennoch so schwierig und anstrengend. Sie waren ständig präsent. Der Ex war ständig bei ihnen. Hat ständig etwas geholt, ständig hat der Schwiegervater irgendetwas repariert, der Ex war so unselbständig dadurch.
Hat er " romantisch für uns" gekocht, mussten auch die Schwiegereltern etwas davon abbekommen. Es gab nie wirkliche Privatsphäre, auch wenn das keine Absicht war.

Never again..., es war auch nie ein richtiges Zuhause für mich 🤷‍♀.

x 8 #11


FloraVita
Zitat von kata_smiles:
Ich habe lange mit den Schwiegereltern im selben Haus gewohnt. Getrennte Wohnungen, getrennte Eingänge. Sie waren nett, ja. Aber es war dennoch so schwierig und anstrengend. Sie waren ständig präsent. Der Ex war ständig bei ihnen. Hat ständig etwas geholt, ständig hat der Schwiegervater irgendetwas repariert, ...


Meine Kindheit verlief auf einem Vier-Generationen-Hof, mit 2 getrennten Häusern. Da mische sich die Großmutter zu sehr ein, was nicht schön war.
Später lebten mein Ex und ich mehrere Jahre in einem Haus, in getrennten Wohnungen, mit meinen Eltern. Nun, sie mischten sich bei uns nie ein, kamen wenig zu uns. Dafür war mein damaliger Ehemann sehr oft bei ihnen, weil er sich da auch wohl fühlte (Auch als wir längst umgezogen waren, war er öfter bei meinen Eltern als ich). Ansonsten unterstützten sie viel als Großeltern, was gekocht/gebacken wurde, wurde ebenfalls oft getauscht. Mir unverständlich was daran negativ sein sollte. Das war auch mit ehm. Nachbarn, nicht Verwandten, so üblich Unwissender Smiley
Daher meine Frage, ob sich die Eltern des TE in ihre Beziehung einmischen und was genau sie stört.
Unsere Erfahrungen sind da ja irrelevant.

x 4 #12


K
Zitat von FloraVita:
Meine Kindheit verlief auf einem Vier-Generationen-Hof, mit 2 getrennten Häusern. Da mische sich die Großmutter zu sehr ein, was nicht schön war. ...

Irrevelant wohl nicht. Es wurde nach Erfahrungen damit gefragt.
Zwinkerndes Gesicht
Aber stimmt, wesentlicher ist, dass die Freundin des TE es nicht möchte, dabei jetzt schon kein gutes Gefühl ( mehr) hat.

Das Kind ( hier der TE) empfindet das oft ganz anders als Partner oder Partnerin.

Man kann auch im Nachbarort wohnen und sich dennoch gut um Eltern und Familie kümmern.

x 1 #13


FloraVita
Zitat von kata_smiles:
Irrevelant wohl nicht. Es wurde nach Erfahrungen damit gefragt.


Ich meinte für die Partnerin des TE Zwinkerndes Gesicht

#14


VictoriaSiempre
Ich bin in einem 3-Generationen-Haus (mit getrennten Wohnungen) aufgewachsen und fand es als Kind super. Als Teenie nicht mehr so Grinsendes grünes Gesicht , da ich dadurch nie sturmfreie Bude hatte. Meiner Mutter hat das ermöglicht, bereits in den 1960ern Vollzeit arbeiten zu gehen, weil immer jemand da war, und meine Großeltern waren nicht übergriffig. Manchmal wurde Sonntags zusammen gegessen, aber nicht immer.

Selber hätte ich mir gut vorstellen können, sowohl mit meinen Eltern als auch mit meiner Schwiegermutter in einem Haus - nicht in einem Haushalt! - zusammen zu leben, nur hat sich diese Frage aufgrund der Wohn- und Arbeitsorte nie gestellt. Will sagen: Nicht jedes Elternpaar mischt sich in das Leben der erwachsenen Kinder ein, nicht jeder Erwachsene ist automatisch wieder in der Kind-Rolle, wenn unter einem Dach gewohnt wird.

Aber natürlich gibt es das auch und evtl. nicht zu knapp. Deshalb ist es eine individuelle Frage und abhängig von der Beziehung mit- und dem Verständnis untereinander.

Klar, die Partner müssen mitziehen wollen und ich kann jeden verstehen, der da vielleicht Bauchschmerzen bekommt. Leider schreibt der TE zu wenig über die Gründe seiner Partnerin. Immerhin lebt sie ja bereits seit etlicher Zeit mit den Eltern unter einem Dach; wär interessant zu wissen, woran genau es hakt.

x 2 #15


A


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