Zitat von LaLeLu35:Also für Formen massivster phsychischer Gewalt, die dann auch deutlich mehr als einzelne dieser beispielhaft aufgeführten Kriterien erfüllen müssen und z.B. mit phsychiatrischen Gutachten dokumentiert werden.
Das steht da aber nicht.
Da steht (u.a.):
- Entzug von Aufmerksamkeit
- Verhöre
- Strafandrohungen
- bewußtes Belügen
- Verweigerung der Kommunikation
- Haltlose Kritik
- Abwertungen
- Schuldumkehr
- verbale AngriffeEs spielt keine Rolle, was u verstehst, denn meine Kritik richtet sich gegen die laienhafte und emotionale (!) Formulierung dieser Petition. Und diese Form ist naiv und sorgt im Endeffekt dafür, dass auch Menschen mit Störunge mehr Mittel haben, um gesunde Menschen zu quälen.
Hey, ich bin ein Mensch mit psychischen Störungen aus dem Cluster-B-Segment. Ich habe schon reihenweise Partner in die Klinik gebracht, in dem ich durch emotionale Gewalt in Form von Verunsicherung, Kritik, Abwertung, Schuldumkehr und vielen weiteren Tricks, die ich so auf Lager habe, meinen Partner seelisch kaputtgemacht habe. Nun kann ich einfach behaupten, weil ich auch eine sehr gute Lügnerin bin, dass der Partner die DInge, die ich mit ihm mache, mir angetan hat. Und da sowas auf emotionaler Ebene abläuft, kann man mir das Gegenteil nur sehr schwer beweisen. Außerdem hat mein Gegenüber keine Ahnung von Menschen wie mir, er spielt also nach den Regeln, obwohl ich ihn kaputtmache, weil ich ihn durch Gaslighting & Co. schon so aus der Balance habe, dass er an sich selber zweifelt. Und nun mache ich ihn auch noch mit einer Strafanzeige fertig. Wer Emotionen über Fakten und Ratio setzt, und diesen Weg geht die Petition, der hat nur den Gedanken im Kopf, was denn gutes passieren könnte. Aber gesetze müssen so gemacht sein, dass sie nur sehr schwer missbraucht werden können. Und wer Emotionen da mit ins Spiel bringt, der ersetzt den Richter praktisch durch die eigenen Emotionen. Schon mal überlegt, warum Justizia ne Augenbinde auf hat?
Es wird keine emotionale Gewalt heruntergespielt, es wird klar gesagt, dass der Wunschtraum von weniger emotionaler Gewalt durch eine Petition, die Emotionen im Fokus hat, nur dazu führt, dass mehr Schindluder mit Unschuldigen bettrieben wird, durch das Gesetz wird kein einziger Mensch vor Gewalt geschützt, die nicht bereits durch geltendes Recht abgedeckt wird.
Ich verstehe schon, wenn man die Sache emotional angeht, dann landet man immer wieder nur bei der einen Sicht, dass ja Menschen geholfen wird. Man blendet den Missbrauch solcher Emotionsgesetzte aus, weil man sich selber total toll in die schlimme Lage von Männern hinein versetzen kann, die zu Hause Opfer von häuslicher Gewalt sind. Aber den Aspekt, dass ein Gesetz auf Basis von Emotionen schlicht und einfach nicht funktioniert, weil es nicht gerecht ist, wird da schnell ausgeblendet.
Und wenn man sowas auf den Punkt bringt, dass wird man gehitlert oder es wird einem unterstellt, dass man die Opfer kleinreden will.
Das sind Argumente Ad Hominem und Strohmänner. Beides Taktiken, die am Anfang des Threads als zu überwindende Ziele angegeben wurden. Nur eben zum Zweck, die Petition zu stützen. Aber auf einmal sind die Argumente völlig valide, wenn es darum geht, Kritik an der Petition zu schmälern.
Zweierlei Maß nennt man das. Und im Kern ist das auch eines der Ergbenisse so einer Petition. Zweierlei Maß, meine EMotionen über Deine Emotionen.
Die Undurchführbarkeit und die massiven Widersprüche müssen euch doch auffallen.