Yonda
Gast
mir ist es nicht ganz unähnlich gegangen. Ich spürte das Entlieben meines Partners Jahre vorher, versuchte es zu thematisieren, zu reden, Paartherapie vorgeschlagen -- seine Reaktion changierte zwischen keine und mich anbrüllen, dass ich immer nur Probleme sehen würde. Ich war so hilflos. Mein Fehler: Ich wollte eigentlich gehen, ihn verlassen, weil ich diese kalte Behandlung nicht mehr ertrug. Ich gab ihm nochmal eine Chance, wir machten Paartherapie - es lief gut -- dachte ich. Er betonte immer wieder, wie wichtig ihm die Ehe ist. Er lernte eine andere kennen und weg war er.
Ich fühlte mich "betrogen", fallen gelassen wie du. Betrogen nicht wegen der anderen, sondern wegen dieser Aussage, dass er an der Ehe festhalten will usw. Ja, an der Ehe vielleicht, aber nicht an mir.
Zitat von Random:ich meine, der Bach ist zu stoppen. Aber nur ganz am Anfang.
Ab einer bestimmten Wassermenge gibt es kein zurück mehr.
Mir wurde vorgegaukelt, dass es nur ein kleiner Bach sei, aber es war in Wirklichkeit schon ein riesiges Meer und die Wellen schlugen mir schon um die Ohren, aber er sagte, dass sei nur ein kleiner Bach.
Zurück zu mir finden heißt auch, meiner eigenen Wahrnehmung wieder vertrauen lernen. Aber dieser Dammbruch bildet sich in meinem Herzen, meinen Gefühlsleben, ab.