Patience70
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Meine Frau hat sich auch getrennt. Nach 16 Jahren Ehe, 2 Kinder. Die Diagnose steht schon seit ein paar Jahren. Letztes Jahr starben 3 liebe, nahestehende Menschen. Einer davon nahm sich das Leben. Dies hat meine Frau in ein tiefes Loch gezogen. Sie zog sich immer mehr von mir zurück. Ich kämpfte um uns. War für sie da. Gab mich stellenweise selbst auf. Mein Verstand und mein Herz arbeiteten mitunter gegeneinander. Und die Kids mittendrin. Sie ging dann 5 Wochen in die psychosomatische Reha. Es war meine Hoffnung. Aber sie teilte mir nach 3 Wochen mit das sie sich trennen will. Es brach eine Welt zusammen. Ihr Wesen hatte sich in der Therapie verändert. Sie ist seitdem sehr ICH bezogen. War es die falsche Therapie? Von Trauerbewältigung keine Spur. Sie sagte nur sie muss sich wiederfinden. Über das Leben, ihr Leben, nachdenken. Ohne mich....
Ich glaube die Ereignisse waren nur der Auslöser für ihre Entscheidung. Um nicht frontal gegen die Wand zu fahren, suchte ich mir eine Wohnung. 2 Monate nach der Reha zog ich aus. In dieser Zeit schlief ich oben im Haus bei meinen Kindern.
Als sie es den Jungs mitteilte, brach ich fast zusammen. Sie war emotionslos. Ich werde nie die traurigen Augen meiner Jungs vergessen.
Ich hatte bis zuletzt Hoffnung, das sie sagt "geh nicht" Aber sie hat mich gehen lassen.
Ich bezeichne die Krankheit als Biest, das nicht zulässt das man hilft, unterstützt und lieben darf.
Die Kinder blieben bei ihr. Es war ihre Bitte. Wir haben Besuchszeiten und das Finanzielle geregelt. Friedlich....
Es geht ihr immer noch nicht gut. Wie es ausgeht weiss ich nicht. Ich hatte ihr gesagt das ich ihr die Zeit gebe, die sie braucht. Das ich warten kann. Aber wie lange?
Depression..eine tückische und hinterhältige Krankheit.....ein Biest.
Eine gute Nacht euch allen

Ich antworte dann sachlich und knapp, um die Sachen, die noch offen sind zu klären.
