×

Lieber Forenbesucher,

wer bei uns Unterstützung sucht, soll sie finden, und wer helfen möchte, ist hier herzlich willkommen. Moderatoren und Mentoren begleiten das Forum und achten darauf, dass Beiträge respektvoll bleiben. Sachliche, tröstende, wohlwollende und empathische Beiträge sind ausdrücklich erwünscht, damit sich alle Mitglieder wohl fühlen. Abwertende oder verurteilende Inhalte haben hier keinen Platz.

75

Endgültige Trennen nach 25 Jahren

S
@MissLilly
ja , völlig richtig.
Hätte ich früher nie gedacht, dass er dazu fähig ist

#31


H
Hallo
Ich lass dir auch einen Drücker und ein "du schaffst das" da. Ich habe ähnliches auch erleben müssen vor 2 Jahren. Es ist und war auch das Schlimmste was ich je an Gefühlen aushalten musste. Aber sie werden erträglicher. Versprochen. Auch bei dir. Bis dahin helfen nur Akzeptieren, Gefühle raus lassen, viel reden und sich auffangen lassen und erstmal einfach zu funktionieren. Und niemals aufgeben sich was Gutes zu gönnen.
Schreib dir hier alles von der Seele was dich bewegt. Es werden dich voele gern begleiten

x 2 #32


A


Endgültige Trennen nach 25 Jahren

x 3


B
@StillRising

Fuehl dich umarmt!
Es ist voellig normal, wie es dir jetzt geht und es wird leider auch noch eine ganze Zeit furchtbar wehtun...meine Ehe war nach 26 Jahren vor gut ein einhalb Jahren zu Ende, die ersten 6 Monate waren die Hoelle, die zweiten 6 Monate auch nicht wirklich schoen, seit kurz vor Weihnachten 2025 merke ich, dass die guten Phasen laenger werden und die Trauerwellen seltener. Dein Mann hat gerade einen Hormonflash und gegen den bist du einfach gerade machtlos, er kann gerade nicht klar denken und fuehlen in seiner rosaroten Wolke. Dieser Flash wird enden und das boese Erwachen beginnen , wenn die Vernunft wieder Einzug haelt in sein Hirn...aber das kann dir egal sein.
Hol dir alle Hilfe, die du kriegen kannst, du brauchst jetzt einen langen Atem. Und tue alles, was dir gut tut...und dazwischen fuehle deine Angst, deinen Schmerz, deine Trauer, damit diese Gefuehle sich allmaehlich beruhigen koennen. Herzliche Gruesse

x 2 #33


S
@Bergfichte
@HeldinmL

Ich finde, das Schlimmste ist gerade, dass immer, wenn man denkt, es geht jetzt etwas besser, kommt der nächste Hammer.
Als mein Mann im Juli begann, sich „wegzubewegen“, habe ich so gekämpft, gehofft und alles getan, um die Ehe zu retten, während er schon heimlich sein neues Leben mit der Neuen aufgebaut hat. Daher habe ich dann im November, als er sich dann wirklich getrennt hat, sofort aufgehört zu kämpfen und habe sofort versucht, irgendwie das Beste aus der Situation zu machen und gut für mich und die Kinder zu sorgen. Das hat auch wirklich recht gut geklappt und es ging mir an sich ziemlich schnell besser bis letzte Woche.
Ich glaube, ich habe letzte Woche dann noch mal so einen richtigen Schock bekommen, vor allem, als ich gemerkt hab, dass die Beziehung zwischen meinem Mann und seiner Next anscheinend ernster und stabiler wird.
Ich glaube, dass ich bis letzten Donnerstag immer noch gehofft hab, dass er doch zu uns zurückkommt.
Daher fühlt sich das jetzt so schrecklich endgültig an und jetzt wird mir gerade erst bewusst, dass wirklich alles vorbei ist.
Heute ging es mir zum ersten Mal ein kleines bisschen besser, dennoch habe ich gemerkt, dass diese Trauerwellen sofort von einer Sekunde auf die andere kommen können, egal wo ich gerade bin.

x 1 #34


S
Ich habe so wahnsinnig viele Fragen im Kopf, aber keine Antworten. Ich würde ihm so gerne schreiben und ihm gefühlt 1 Million Fragen stellen, weiß aber, dass das nichts bringen würde und das die Antworten mich nicht zufrieden stellen würden, daher mache ich es nicht. Aber es kostet mich gerade sehr viel Kraft, es nicht zu machen .

x 1 #35


H
Was ich jetzt nach 2 Jahren merke, ist das das Alles Zeit braucht. Nach 2 Jahren fühle ich mich wieder einigermaßen normal und hab gute Zeiten, wie auch vor der Trennung.
Und ja, ich kann mich auch noch an das Gefühl erinnern als mir bewusst würde dass es echt aus ist. Vorher war ich auch wie unter Schock. Das Gefühl war schrecklich. Aber es ist anscheinend wichtig es zu fühlen, damit man sich lösen kann. Wenn du bei diesem Gefühl "angelangt" bist hast du zumindestens schon mal die Schockphase und Verdrängung "überstanden"😉😬
Jetzt kommen die unangenehmen Gefühle bis auch du irgendwann bei Akzeptanz und neuem Lebensentwurf ankommst.

Mir hat es immer sehr geholfen mir die Phasen einer Trennung anzuschauen und mir immer und immer wieder zu sagen dass dieser Zustand nur eine Phase ist, die wieder vorbei gehen wird. Eine von vielen Phasen in meinem Leben, halt nur eine sehr schlimme.
Und auch bei dir wird diese Phase enden. Und wer weiß was dann noch Positives auf dich wartet.
Und wann immer Selbstzweifel kommen und Selbstvorwürfe kommen was du falsch gemacht hast, lass dir sagen dass das nicht viel damit zu tun hat.
Ich habe keine chronische Krankheit, mein Nochmann hat sich aber sehr ähnlich verhälten und halt andere Gründe als Rechtfertigung angegeben z.B. ich würde mich zu wenig um.mich kümmern oder tatsächlich dass ich vielleicht zu nett sei.
Allein sie entscheiden wie sie handeln und wie sie über was denken. Vielleicht hilft dir dass, dass das fast bei jeder Trennung mit "Warmwechsel" der Fall ist.
Ich wünsche dir weiterhin viel Kraft 🍀

x 5 #36


H
Ich finde die Entscheidung übrings gut, dass du momentan keine Fragen stellst. Ich habe mich immer nur geärgert danach. Entweder es sind Lügen, die man hört, oder man kann es eh nicht verstehen oder mag es gar nicht hören. Bringen tut es nicht viel.

Rede dann lieber mit Freunden oder schreibe hier oder Tagebuch, damit du die Gedanken aus dem Kopf hast.

x 4 #37


S
@HeldinmL
Du hast völlig recht und ich weiß auch, dass die Verarbeitung und das Loslassen von 25 Jahren viel Zeit braucht.
Ich habe mir auch das Hörbuch von Doris Wolf über die Phasen der Trennung geholt und auch irgendso ein Mindset von jemand Aus Instagram, wo sie ausführlich beschreibt, was man tun kann, um irgendwie über den Tag zu kommen. Das hilft mir alles gut, aber Trigger gibt es so viele, wo ganz plötzlich wieder so eine Trauerwelle kommt. Zum Glück weiß ich inzwischen, dass es wirklich nur eine Welle ist, die auch wieder abflaut.
Ich habe relativ schnell angefangen, zumindest als die endgültige Trennung ausgesprochen wurde, ihm keine Fragen zu stellen bzw ihm nicht meine Meinung mitzuteilen( das ist mir manchmal echt schwer gefallen, aber ich habe da sämtliche Strategien genutzt), da ich in den Monaten vorher gesehen habe, dass ich keine, überhaupt gar keine Antworten bekomme. Daher schreibe ich jetzt nur, wenn es notwendig ist und dann auch nur kurz und knapp.

x 2 #38


S
zehn Tagen nach dem letzten Schock geht es mir inzwischen tatsächlich wieder etwas besser, aber vor zwei Tagen hat mein Mann so einen wahnsinnig schlauen Satz gesagt, der mir nach wie vor immer noch im Gedächtnis rumschwirrt und ich frage, mich die ganze Zeit, wie hat er das denn wohl gemeint hat.
Wir sprachen vor zwei Tagen über unsere finanzielle Situation, die Kosten einer Trennungsvereinbarung und die Kosten einer Scheidung.
Als ich meinem Mann gesagt habe, was das denn alles so kosten wird, hat er doch tatsächlich diesen wahnsinnig schlauen Satz gesagt, gesagt: „ oh, das ist ja wirklich viel. Aber wir können ja jetzt nicht mehr zurückrudern..?“
Als ich ihn fragte, wie er das meint, hat er gesagt: „ Naja, wir können jetzt ja nicht mehr zurückrudern, wir haben uns ja schließlich getrennt.“
Ich wusste erst mal gar nicht, was ich antworten sollte, vor allem das „ wir“ hat mich geärgert, habe dann aber ganz nüchtern und neutral ohne meine Emotionen zu zeigen,geantwortet, dass ich für meinen Teil vorwärts gehe und nicht mehr nach hinten gucke, darauf achte, dass es mir und den Kindern gut geht und reflektiert habe, was meine Anteile der Trennung sein können und dass ich mir wünschen würde, dass auch er beginnt zu reflektieren, was denn seine eigentlichen Gründe sind und zu überlegen, ob er so, wie die Situation ist, glücklich ist. Aber ich für meinen Teil vorwärts gucke nicht mehr zurück und wie gesagt darauf achtet, dass es mir gut geht.
Ich wollte ihm damit zeigen, dass meine Tür zu ist, aber noch nicht abgeschlossen, ich weitergehe und nicht warte.
Ich denke, ich hab das ganz gut hinbekommen, zumindest habe ich es geschafft, ihm nicht meine Emotionen über zu häufen,aber seitdem schwirrt mir das doch extrem im Kopf herum, teilweise so stark, dass ich sogar träume, dass wir uns wieder versöhnt haben und er wieder zurückkommt.
Wenn ich dann allerdings wach werde, ist es dann umso schwerer, wenn ich die Realität wieder spüre,

#39


S
Ich habe heute den Entwurf bekommen für die Trennungsvereinbarung.
Der Satz: „hiermit erklären wir, dass unsere Ehe endgültig gescheitert ,“ hört sich so wahnsinnig schrecklich an.
Ich hab dann vorhin mit meinem Mann telefoniert und wir haben über 2-3 Punkte gesprochen. Irgendwie hatte ich immer noch unbewusst die Hoffnung, dass er eventuell doch noch zurück rudert, aber er hat vorhin noch mal klar und deutlich gesagt, dass er unbedingt an der Trennung festhalten will und auch die Trennungsvereinbarung für die Zeit der Trennung bis zur Scheidung sinnvoll findet.
Alleine dass er das Wort Scheidung einfach so ausspricht, hat mir gerade gefühlt 1 Million Messer ans Herz gestochen.
es fühlt sich gerade alles so endgültig an, irgendwie weiß ich ( zumindest mein Kopf) , dass ich endgültig mit ihm abschließen muss und loslassen muss und vor allem keine Hoffnung mehr haben sollte, aber mein Herz sagt was anderes.

x 1 #40


H
@StillRising Ich kann wirklich nachfühlen wie es dir geht.
Er scheint dir meilenweit voraus zu sein, deshalb macht es ihm auch nichts aus, so locker darüber zu reden.

Was mir auffällt ist, dass du ganz oft "mein Mann" schreibst.
Sicher, auf dem Papier ist er das auch noch. Aber ich glaube, es hilft, wenn du versuchst das nicht mehr über ihn zu schreiben.

Es ging mir wirklich genau wie dir, und es dauert wirklich lange, bis man realisiert, dass der andere wirklich weg will. Ich weiß, es kommt einem einfach total unwirklich vor, dass der Partner nicht mehr das Leben teilen will.
Die Zeit ist hier dein Freund.

x 2 #41


FrauDrachin
Zitat von StillRising:
Alleine dass er das Wort Scheidung einfach so ausspricht, hat mir gerade gefühlt 1 Million Messer ans Herz gestochen.
es fühlt sich gerade alles so endgültig an, irgendwie weiß ich ( zumindest mein Kopf) , dass ich endgültig mit ihm abschließen muss und loslassen muss und vor allem keine Hoffnung mehr haben sollte, aber mein Herz sagt was anderes.

Oh je, du arme...
Ja, diese Worte schwarz auf weiß geschrieben zu sehen, das ist ein ganz schlimmer Augenblick.
Ich habe mich auch lange an die Hoffnung geklammert, dass wenn es uns gelingt, alles was sich so an verkrusteten Sachen über unsere Liebe gelegt hat, dazu führen könnte, dass wir uns wieder näher kommen.
Hoffe das beste, und erwarte das schlechteste.

x 1 #42


S
@Hansiela
Du hast völlig recht, ich sage immer mein Mann. Das Wort „ Ex-Mann“ hört sich schrecklich endgültig an, aber ich bin fest entschlossen, dass jetzt zu akzeptieren, zu akzeptieren, dass er sich ein neues Leben aufgebaut hat ohne uns und auch nicht zurück möchte und loszulassen. Und dazu gehört ab jetzt auch die Bezeichnung „Ex- Mann“

x 2 #43


K
@StillRising

Guten Morgen,
du gehst da gerade eine äußerst wichtigen Schritt.Und das ist sehr gut. In diesem Zusammenhang verweise ich gern auf den Begriff: „Radikale Akzeptanz“.

Je schwerwiegender ein belastendes Ereignis ist, desto schwerer fällt die Akzeptanz – insbesondere, wenn damit Schmerz oder Verlust verbunden ist, wie bei deiner Trennung. Radikale Akzeptanz bedeutet nicht, dass du das Geschehene gutheißt. Sie bedeutet auch nicht, dass es dir danach sofort besser geht. Die Schmerzen, die Enttäuschung und die schwerwiegenden Folgen durch eine solche Trennung bleiben ja bestehen.
Es geht vielmehr darum, eine psychische Stabilität zu erreichen, die es dir ermöglicht, trotz dieser enormen Belastungen handlungsfähig zu bleiben. Es gibt da den starken Satz: Das Unabänderliche akzeptieren, das Kontrollierbare selbst kontrollieren.

Durch die radikale Akzeptanz kannst du also die Handlungsfähigkeit zurück gewinnen, wieder selbst bestimmen, wohin deine Reise ohne ihn gehen soll. Und das bedeutet ein gutes Stück FREIHEIT. Letztlich hilft dabei, wenn du dir ganz sicher – vielleicht sogar im Spiegel – sagen kannst: „Jetzt bin ich soweit, ich TRENNE MICH VON DIR!“ Das ist eine selbstbestimmte Handlung und kann ein sehr wichtiges Ritual sein.

Wenn du zur „Radikalen Akzeptanz“ etwas lesen möchtest, steht dazu auf der Seite der AOK (Krankenkasse) ein sehr guter Artikel, der hilfreich sein kann. Kannst du einfach googlen. Das wichtigste, das du jetzt tun kannst, ist die FREIHEIT zurück zu gewinnen. Und damit auch die Resilienz, die innere Widerstandskraft. Viel Erfolg dabei

x 1 #44


S
Zitat von StillRising:
zehn Tagen nach dem letzten Schock geht es mir inzwischen tatsächlich wieder etwas besser, aber vor zwei Tagen hat mein Mann so einen wahnsinnig ...

Ich muss dich das fragen, ich hoffe du nimmst es mur nicht übel. Du sagst ja, da ist so eine Hoffnung, dass er zurück kommt. Das heißt, du möchtest das Leben von vor der Trennung zurück?
Zwischenzeitlich hat er eine Neue. Ich sprech das jetzt hart aus, nicht um dich zu verletzen, nur um dir was klar zu machen: Mit der Neuen unternimmt er Sachen, gibt sich für sie Mühe, krabbelt sie an, küsst sie, flüstert ihr Luebesschwüre ins Ohr, sicher auch sowas wie "so hab ich noch nue gefühlt", hat Sex mit ihr. All das weißt du. Wenn er jetzt morgen vor der Tür steht und sagt, das war alles kacke, er will zurück zu dir. Könntest du das überhaupt? Könntest du dich jemals wieder fallen lassen und seine Anwesenheit, eure Intimitäten zulassen und genießen, nachdem er zwischenzeitlich bei einer anderen war? Würdest du mit diesem Wissen weiterleben wollen?
Vermutlich nicht?
Genau das musst du bedenken. Dann tut das nochmal mehr weh, aber dann ist der Schmerz auch bald vorbei.
Ich würds dir wünschen.

x 1 #45


A


x 4