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Endgültige Trennen nach 25 Jahren

S

StillRising
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Guten Morgen, Ich dachte, ich schreibe jetzt auch mal meine Geschichte in die Gruppe, da es mir seit vorgestern noch mal komplett den Boden unter den Füßen weg gehauen hat und es sich einfach nur alles gerade sehr schrecklich anfühlt,

Die Vorgeschichte meiner Geschichte findet hier: voruebergehende-raeumliche-trennung-t76383.html

Ich versuche mich mal kurz zu halten:

nachdem ich Monate lang gehofft, gekämpft und an mir gearbeitet habe, hat sich mein Mann Mitte November endgültig von mir getrennt und zwar, obwohl wir uns einen Abend vorher noch getroffen haben und gesprochen haben, wie gut gerade alles läuft und dass wir auf dem richtigen Weg sind und uns langsam wieder anzunähern, hat er nächsten Tag in der Ehe Beratung gesagt, dass er nicht mehr will, weil er für jemand anderes jetzt Gefühle entwickelt hat( 17 Jahre jünger, und zufällig diese Person, wo er vorher Monate lang gesagt hat, da ist Nix, nur Freundschaft)
Das hat mir natürlich erst mal den Boden unter den Füßen weg gehauen, ich habe dann sehr schnell einen Anwalt beim Familienrichter gemacht, mich vielen guten Freunden anvertraut und versucht, irgendwie mein Leben mit den drei Kindern alleine zu gestalten und darauf zu achten, dass es mir und uns irgendwie gut geht.

ich habe nach wie vor die Hoffnung gehabt, dass ich es nur um eine vorübergehende Trennung handelt, dass er nicht einfach eine 25 Jahre lange Ehe „vergessen“ tut, ich habe gehofft, dass auch er merkt, dass die letzten fünf Jahre die krankheitsbedingt, sehr sehr sehr schwierig waren, uns erst in diese Situation erst geführt haben, aber jetzt, wo es mir gesundheitlich etwas besser geht, dass wir alle Chancen der Welt haben unsere Ehe zu retten.
ich habe gedacht, dass er aufgrund von einer Midlifecrisis flüchtet, und erst mal zu sich selbst finden muss, bevor er wieder zurück in die Beziehung kann.
ich hab die letzten acht Wochen sehr intensiv an mir gearbeitet, hab versucht das Beste aus der Situation zu machen, hab darauf geachtet, dass es mir gut geht, aber hatte nach wie vor insgeheimHoffnung, dass ich alles wieder einrenkt, obwohl er in den letzten sechs Monaten gefühlt 1000 mal wie mit einem Panzer über unsere Gefühle fährt, auch über die der Kinder, da er absolut emotionslos, unempathisch, rücksichtslos und komplett „ich bezogen“ geworden ist,

unsere drei fast Erwachsenen Kinder haben sich in den letzten sechs Monaten komplett abgewandt, und haben ihm deutlich zu verstehen gegeben, dass sie mit seinen Entscheidungen nicht einverstanden sind und derzeit keinerlei Kontakt wollen( er hatte Monatelang sein Handy ausgeschaltet, hatte nicht auf ihre Anrufe reagiert auf ihre Fragen, hat sie in wichtigen Momenten ihres Lebens alleine gelassen hat sich einfach 0,000 um sie gekümmert)

jetzt ist es so, dass mein Exmann mit uns allen gemeinsam zu einem Familientreffen fahren wollte, wo seine gesamte Familie sein wird ( das ist vor 14 Tagen gewesen!) Um mich abzugrenzen, habe ich von Anfang an gesagt , Ich fahre nicht mit, habe aber den Kindern gesagt, dass sie für sich selbst entscheiden müssen, ob sie fahren möchten oder nicht.
2 der drei Kinder Kinder wollten nicht mit, , aber der mittlere Sohn hatte vor ein paar Tagen seinem Vater geschrieben, dass er gerne mitfahren möchte.
Als mein Mann jetzt vorgestern kurz bei uns war, um ein paar Briefe abzuholen, hat er kurz mit dem mittleren Sohn gesprochen und ihm gesagt, dass er auch seine neue Freundin, die übrigens 17 Jahre jünger ist als er,, mitnehmen möchte, nach Paris, wo seine/ unsere ganze Familie anwesend sein wird!
Mein Sohn hat daraufhin geantwortet, dass, wenn die mitfährt er, dann fährt er nicht mit.

abgesehen davon, dass ich es komplett sch. finde, dass mein Exmann, unserem Sohn sowas antut,
dass jetzt, wo er einen Schritt auf seinen Vater zugeht, der ihm gleich gefühlt mit dem Holzhammer den nächsten Schlag versetzt , fühle ich mich seit vorgestern komplett wieder am Boden, so, als ob der ganze Boden, mein ganzes Fundament, mein ganzes Leben gerade einstürzt. Ich fühle mich grad so, als wär ich aus meiner eigenen Geschichte außer radiert und weggeschmissen worden, aus meiner eigenen Familie rausgeschmissen.
ich frag mich, wie der jemand, die 17 Jahre jünger ist als er, die er meiner Meinung nach nur als Flucht benutzt, um seine eigenen Gefühle nicht spüren zu müssen, wie er die einfach so nach nicht mal acht Wochen Trennung und obwohl er uns alle vor 14 Tagen gefragt hat, ob wir alle mitkommen wollen, nach 25 Jahren Ehe mit in seine Familie bringen kann, die bis bis gestern auch noch meine Familie war, mein Zuhause…

ich verstehe nicht,, wie ein Vater seinem Sohn so eine andere Person einfach vor die Nase setzt ( die Reise bis zu dem Familientreffen würde bestimmt 10 Stunden dauern) , ohne dass er mal die Idee hat, dass sie sich vielleicht erst mal zu Hause irgendwie beschnuppern können.
ich hab überhaupt gar keine Ahnung, wie ich die nächsten Tage überstehen kann, es fühlt sich so grässlich an, aus der eigenen Geschichte aus radiert und gelöscht zu werden. Und vor allem verstehe ich nicht wie aus einem Mann, den ich seit 25 Jahren kenne, der ein fürsorgeliebevoller Familienvater und Ehemann war, sich so plötzlich in ein komplettes Gegenteil verwandeln kann.

x 4 #1


Plague
Zitat von StillRising:

Die Vorgeschichte meiner Geschichte findet hier:

Und warum muss dann ein neuer Faden aufgemacht werden, wenn dieses Update hier zu 100% thematisch mit der ersten Geschichte zusammenhängt? Das behindert nur enorm die Übersichtlichkeit.

Kann @Forenleitung beide Fäden bitte der Übersichtlichkeithalber zusammenlegen? - Danke!

x 1 #2


A


Endgültige Trennen nach 25 Jahren

x 3


S
Oh , entschuldigt .
habe nicht soweit gedacht…

#3


FrauDrachin
@StillRising ich sende dir mal eine Umarmung.
Dann sind deine Befürchtungen wohl wahr geworden, und das noch unter den Umständen der chronischen Erkrankung, das tut mir sehr leid.
Was können wir hier für dich tun?

x 4 #4


Scheol
Zitat von StillRising:
Oh , entschuldigt . habe nicht soweit gedacht…

Gar kein Problem . kann passieren

Ist nur besser wenn man eine Geschichte zusammen hat , dann muss man nicht hin und her springen.

Was macht das CFS ?

Du hattest damals geschrieben das Schreiben und lesen die deswegen Probleme machen. Geht es da besser oder immer noch der selbe Stand ?

x 2 #5


S
@FrauDrachin
vielen lieben Dank, das Gefühl verstanden zu werden, tut schon mal sehr gut.
Und ja, das Schlimmste, was ich befürchtet habe, ist im November eingetroffen . Das hat mir erst mal einen Total Schock versetzt, den nächsten Totalschock habe ich dann vorgestern bekommen.

Ich würde mir vor allem Verständnis wünschen, das Gefühl, dass ich nicht alleine bin, wenn ich dss Gefühl habe völlig den Verstand zu verlieren..
Es fühlt sich so schrecklich und endgültig an, dass er die jetzt auch noch zu seiner / unseren Familie mitnehmen will

x 1 #6


FrauDrachin
Zitat von StillRising:
Es fühlt sich so schrecklich und endgültig an, dass er die jetzt auch noch zu seiner / unseren Familie mitnehmen wil

Ja, wenn so nach und nach die Hoffnung stirbt...

x 1 #7


Sonnenschein85
Das tut mir sehr Leid. Ich lasse dir eine liebe Umarmung da.

Ich verstehe deine Trauer und auch dein Unverständnis. Der Mensch in den du dich einst verliebt hast hat sich leider verändert und ich befürchte auch nicht das er erkennt wie er euch gerade behandelt. Besonders schlimm finde ich wie er sich im Bezug auf eure Kinder verhält.

Leider verändern sich Gefühle in einer Beziehung und auch die Menschen ansich. Er hat sich in eine andere Richtung entwickelt und Jemand neues an seiner Seite.

Du kannst leider gerade nur versuchen das zu akzeptieren und die Hoffnung auf einen Neustart nicht mehr aufkommen zu lassen. Er hat euch wirklich nicht gut behandelt indem er auch für die Kinder überhaupt nicht mehr zu erreichen war. Ich denke das du diesen Mann auch an deiner Seite so nicht mehr brauchen kannst. Du würdest vermutlich nicht mehr glücklich werden können mit ihm, da zuviel zwischen euch steht und er sich so emotional entfernt hat.

Deshalb versuche nicht mehr zu warten. Sondern nimm dein Leben für dich in die Hand. Was tut dir gut? Mach wieder mehr mit Freunden. Geh raus. Versuche dich abzulenken. Lass die Trauer zu, hol dir Ratschläge hier und im realen Leben. Tausch dich aus oder schreib alles auf. Kümmere dich um dich selbst und darum wie du wieder heilen kannst.

x 2 #8


Scheol
@StillRising
Zitat:
nachdem ich Monate lang gehofft, gekämpft und an mir gearbeitet habe, hat sich mein Mann Mitte November endgültig von mir getrennt und zwar, obwohl wir uns einen Abend vorher noch getroffen haben und gesprochen haben, wie gut gerade alles läuft und dass wir auf dem richtigen Weg sind und uns langsam wieder anzunähern, hat er nächsten Tag in der Ehe Beratung gesagt, dass er nicht mehr will, weil er für jemand anderes jetzt Gefühle entwickelt hat( 17 Jahre jünger, und zufällig diese Person, wo er vorher Monate lang gesagt hat, da ist Nix, nur Freundschaft)

Was meinst du mit , an dir gearbeitet ?

Zitat:
Das hat mir natürlich erst mal den Boden unter den Füßen weg gehauen, ich habe dann sehr schnell einen Anwalt beim Familienrichter gemacht,

👍

Zitat:
mich vielen guten Freunden anvertraut

Das ist sehr wichtig , da du da merkst das die Leute sich normal sozial verhalten.

Zitat:
und versucht, irgendwie mein Leben mit den drei Kindern alleine zu gestalten und darauf zu achten, dass es mir und uns irgendwie gut geht.

Sehr gut 👍

Zitat:
ich habe nach wie vor die Hoffnung gehabt, dass ich es nur um eine vorübergehende Trennung handelt, dass er nicht einfach eine 25 Jahre lange Ehe „vergessen“ tut, ich habe gehofft, dass auch er merkt, dass die letzten fünf Jahre die krankheitsbedingt, sehr sehr sehr schwierig waren, uns erst in diese Situation erst geführt haben, aber jetzt, wo es mir gesundheitlich etwas besser geht, dass wir alle Chancen der Welt haben unsere Ehe zu retten.

Gut das es dir gesundheitlich besser geht , das freut mich.

Zitat:
ich hab die letzten acht Wochen sehr intensiv an mir gearbeitet, hab versucht das Beste aus der Situation zu machen, hab darauf geachtet, dass es mir gut geht,

👍
Sehr gut !

Zitat:
aber hatte nach wie vor insgeheimHoffnung, dass ich alles wieder einrenkt, obwohl er in den letzten sechs Monaten gefühlt 1000 mal wie mit einem Panzer über unsere Gefühle fährt, auch über die der Kinder, da er absolut emotionslos, unempathisch, rücksichtslos und komplett „ich bezogen“ geworden ist,

Früher war der ganz anders ?

Zitat:
unsere drei fast Erwachsenen Kinder haben sich in den letzten sechs Monaten komplett abgewandt, und haben ihm deutlich zu verstehen gegeben, dass sie mit seinen Entscheidungen nicht einverstanden sind und derzeit keinerlei Kontakt wollen

Zu verstehen.

Zitat:
( er hatte Monatelang sein Handy ausgeschaltet, hatte nicht auf ihre Anrufe reagiert auf ihre Fragen, hat sie in wichtigen Momenten ihres Lebens alleine gelassen hat sich einfach 0,000 um sie gekümmert)

Das ist schlimm als Vater.

Zitat:
jetzt ist es so, dass mein Exmann mit uns allen gemeinsam zu einem Familientreffen fahren wollte, wo seine gesamte Familie sein wird ( das ist vor 14 Tagen gewesen!) Um mich abzugrenzen, habe ich von Anfang an gesagt , Ich fahre nicht mit, habe aber den Kindern gesagt, dass sie für sich selbst entscheiden müssen, ob sie fahren möchten oder nicht.
2 der drei Kinder Kinder wollten nicht mit,

Finde das Verhalten von diesem Mann seltsam.
Wollte der auf heile Welt machen bei der Familie ?

,
Zitat:
aber der mittlere Sohn hatte vor ein paar Tagen seinem Vater geschrieben, dass er gerne mitfahren möchte.



Zitat:
Als mein Mann jetzt vorgestern kurz bei uns war, um ein paar Briefe abzuholen, hat er kurz mit dem mittleren Sohn gesprochen und ihm gesagt, dass er auch seine neue Freundin, die übrigens 17 Jahre jünger ist als er,, mitnehmen möchte, nach Paris, wo seine/ unsere ganze Familie anwesend sein wird!

Und die sollte sonst sicher nicht mitkommen.

Zitat:
Mein Sohn hat daraufhin geantwortet, dass, wenn die mitfährt er, dann fährt er nicht mit.

Das Verhalten von dem Mann ist seltsam und er muss damit klar kommen wenn die Kinder irgendwann sagen , das er ein idiot ist.

Zitat:
abgesehen davon, dass ich es komplett sch. finde, dass mein Exmann, unserem Sohn sowas antut,
dass jetzt, wo er einen Schritt auf seinen Vater zugeht, der ihm gleich gefühlt mit dem Holzhammer den nächsten Schlag versetzt ,



Zitat:
fühle ich mich seit vorgestern komplett wieder am Boden, so, als ob der ganze Boden, mein ganzes Fundament, mein ganzes Leben gerade einstürzt. Ich fühle mich grad so, als wär ich aus meiner eigenen Geschichte außer radiert und weggeschmissen worden, aus meiner eigenen Familie rausgeschmissen.

Das Urvertrauen zerstört?

Zitat:
ich frag mich, wie der jemand, die 17 Jahre jünger ist als er, die er meiner Meinung nach nur als Flucht benutzt, um seine eigenen Gefühle nicht spüren zu müssen,

Vor was flüchtet er und warum seine eigenen Gefühle nicht spüren ?


Zitat:
wie er die einfach so nach nicht mal acht Wochen Trennung und obwohl er uns alle vor 14 Tagen gefragt hat, ob wir alle mitkommen wollen, nach 25 Jahren Ehe mit in seine Familie bringen kann, die bis bis gestern auch noch meine Familie war, mein Zuhause…

Meine Familie versteht sich sehr gut. Das mal vorab.
Also mein Vater würde fragen ob ich eine Scheibe habe,
Meine Neffe würde fragen ob mit mir alles klar ist.

Zitat:
ich verstehe nicht,, wie ein Vater seinem Sohn so eine andere Person einfach vor die Nase setzt ( die Reise bis zu dem Familientreffen würde bestimmt 10 Stunden dauern) , ohne dass er mal die Idee hat, dass sie sich vielleicht erst mal zu Hause irgendwie beschnuppern können.

Naja , ich würde an ihrer Stelle auch nicht auf die Idee kommen nach der kurzen Zeit mit zur Familie zu fahren.

Zitat:
ich hab überhaupt gar keine Ahnung, wie ich die nächsten Tage überstehen kann, es fühlt sich so grässlich an, aus der eigenen Geschichte aus radiert und gelöscht zu werden. Und vor allem verstehe ich nicht wie aus einem Mann, den ich seit 25 Jahren kenne, der ein fürsorgeliebevoller Familienvater und Ehemann war, sich so plötzlich in ein komplettes Gegenteil verwandeln kann.

Ist hier irgendwas in den letzen drei Jahren passiert was massiv eingeschlagen hat bei ihm ?

x 1 #9


Scheol
@StillRising
Zitat:
Ich würde mir vor allem Verständnis wünschen, das Gefühl, dass ich nicht alleine bin..

Na hier gibt es hier genug Menschen den ähnliches widerfahren ist.

da bist du hier ganz richtig.

x 1 #10


S
@Sonnenschein85
erstmal vielen lieben Dank. Du hast völlig recht mit deiner Vermutung, er bekommt gar nicht mit, was er gerade tut und wie er uns und besonders die Kinder verletzt.

Ich denke, es tut gerade so wahnsinnig weh, weil ich insgeheim immer noch gehofft habe und das letzte bisschen Hoffnung wurde vorgestern zerstört.
Ich habe seit November extrem darauf geachtet, dass es mir ( und den Kindern) gut geht, mich um mich selbst gekümmert und versucht, wieder mehr Dinge zu machen, die ich gesundheitlich noch kann und die mir Spass machen. Also ich habe versucht, mich selbst wieder zu finden.
Aber dass er die jetzt zu der Familie mit nehmen will, hat mich irgendwie wieder an den Anfang zurück gebracht und ich habe das Gefühl, wieder ganz von vorne anzufangen zu müssen.
Aber Du hast total recht, wenn du sagst, dass er nicht mehr der Mann ist, der er mal war, beziehungsweise sehr gut uns ist. so wie er jetzt ist, würde er mich nur noch mehr unglücklich machen. Dennoch fällt es mir sehr schwer zu akzeptieren, dass es den Mann, so wie er einmal war, nicht mehr gibt.

#11


S
@Scheol
Ich habe in den letzten zwei Monaten versucht, mich selbst wiederzufinden.
Ich habe versucht herauszufinden, was ich trotz der gesundheitlichen Einschränkungen noch machen und was mir Spaß macht.
ich habe sämtliche Strategien genutzt, die mir persönlich gut getan haben, um den ersten Schock der Trennung zu verarbeiten (Fokus auf schönes richten.
Dankbarkeitslisten..)
Und ja, du hast total recht, es fühlt sich so an, als wär mein Urvertrauen zerstört, meine Basis und mein Fundament zerbrochen, als wäre mir ein Teil abgerissen worden,

Und ja, er war früher komplett anders, komplett das Gegenteil, Zumindest bis zu Beginn meiner Erkrankung
Ich dachte sehr lange, dass er weg will, obwohl er noch Gefühle hat, weil die letzten fünf Jahre so wahnsinnig Kräfte zehrend und herausfordernd waren, für uns beide und ich dachte, dass er einfach nur Zeit und Raum braucht, um Kraft zu tanken und Dinge zu tun, die ihm wichtig sind und ihm Spass machen.

Jetzt weiß ich aber, dass er schon vor anderthalb-2 Jahren den inneren Impuls hatte, sich weg zu bewegen.
Ich hatte das damals schon lange gespürt und damals dummerweise dementsprechend versucht, ihn noch mehr festzuhalten.
Das war damals ein großer Fehler, und das weiß ich jetzt.
Ich denke jetzt allerdings auch, dass es für ihn schon immer schwierig war, seine Bedürfnisse unter die Bedürfnisse von anderen zu stellen. Solange ich „funktioniert“ habe und die Familie „am laufen gehalten habe“, hat alles gut funktioniert, aber als ich das nicht mehr konnte und er eigentlich hätte derjenige sein müssen, der das hätte mal vorübergehend übernehmen müssen, war ihm das zu viel, weil er nicht mehr in dem gewohnten Maße seinen Interessen und Hobbys nachgehen konnte. Das wurde ihm damit der Zeit zu viel, so dass er reißaus genommen hat.

Die letzten zwei Monate haben mir so viel Kraft gekostet, aber ich hatte es trotzdem geschafft, das Beste aus der Situation zu machen und darauf zu achten, dass es mir und uns gut geht,
Aber dieser Schock vorgestern fühlt sich jetzt so an, als ob ich wieder zurück katapultiert wurde und wieder komplett von vorne anfangen muss und mich wieder von neuem aus dem Loch herausarbeiten muss,

#12


Scheol
@StillRising
Zitat:
Ich habe in den letzten zwei Monaten versucht, mich selbst wiederzufinden.
Ich habe versucht herauszufinden, was ich trotz der gesundheitlichen Einschränkungen noch machen und was mir Spaß macht.

Hast du was gefunden ?
Wie habe ich mir die aktuellen Einschränkungen vorzustellen ?

Kam das durch die Impfung ?

CFS wird wenn ich mich nicht irre in 9 oder 10 Stufen eingeteilt (?)

Hatte zwei Jahre Long Covid. Inzwischen geht es wieder

Zitat:
ich habe sämtliche Strategien genutzt, die mir persönlich gut getan haben, um den ersten Schock der Trennung zu verarbeiten (Fokus auf schönes richten.
Dankbarkeitslisten..)



Zitat:
Und ja, du hast total recht, es fühlt sich so an, als wär mein Urvertrauen zerstört, meine Basis und mein Fundament zerbrochen, als wäre mir ein Teil abgerissen worden,

Es gibt auch den Begriff des Verratstraumas…..

Ein

*Verratstrauma (Betrayal Trauma) ist die tiefe psychische Verletzung, die entsteht, wenn eine Person, von der man zum Überleben oder Wohlergehen abhängt (Eltern, Partner, Institutionen), dieses Vertrauen massiv missbraucht, z.B. …..emotionalen Betrug oder auch systemischen Verrat.
Die Folgen sind gravierend und reichen von Selbstzweifeln, Angststörungen und Depression bis hin zu gestörtem Vertrauen und dem Gefühl, in einer Lüge gelebt zu haben, was die Heilung erschwert, aber möglich ist.*


Wenn das hier zutreffen sollte und schon zulange anhält , würde ich schauen ob du fachliche Hilfe holst.

Zitat:
Und ja, er war früher komplett anders, komplett das Gegenteil, Zumindest bis zu Beginn meiner Erkrankung

Kam diese Diagnose plötzlich in euer Leben , 2021 .


Zitat:
Ich dachte sehr lange, dass er weg will, obwohl er noch Gefühle hat, weil die letzten fünf Jahre so wahnsinnig Kräfte zehrend und herausfordernd waren, für uns beide und ich dachte, dass er einfach nur Zeit und Raum braucht, um Kraft zu tanken und Dinge zu tun, die ihm wichtig sind und ihm Spass machen.



Zitat:
Jetzt weiß ich aber, dass er schon vor anderthalb-2 Jahren den inneren Impuls hatte, sich weg zu bewegen.

Also 2-3 Jahre nach der Diagnose?


Zitat:
Ich hatte das damals schon lange gespürt und damals dummerweise dementsprechend versucht, ihn noch mehr festzuhalten.

Das was in der Luft lag meinst du.


Zitat:
Das war damals ein großer Fehler, und das weiß ich jetzt.

Inwiefern ein Fehler.

Objektiv zu verstehen.


Ich denke jetzt allerdings auch, dass es für ihn schon immer schwierig war, seine Bedürfnisse unter die Bedürfnisse von anderen zu stellen.

Zitat:
Solange ich „funktioniert“ habe und die Familie „am laufen gehalten habe“, hat alles gut funktioniert, aber als ich das nicht mehr konnte und er eigentlich hätte derjenige sein müssen,

Verstehe , Fabrik Mutti die 365 , 7 Tage die Woche , 24 Stunde am Tag funktioniert.

Zitat:
der das hätte mal vorübergehend übernehmen müssen, war ihm das zu viel, weil er nicht mehr in dem gewohnten Maße seinen Interessen und Hobbys nachgehen konnte.

Hmmmmm.

Zitat:
Das wurde ihm damit der Zeit zu viel, so dass er reißaus genommen hat.

Ausreißen oder flüchten ?

Zitat:
Die letzten zwei Monate haben mir so viel Kraft gekostet, aber ich hatte es trotzdem geschafft, das Beste aus der Situation zu machen und darauf zu achten, dass es mir und uns gut geht,

Blöd ist ja nur wenn man keine Kraftreserven hat. Aber du scheinst dich arrangiert zu haben.

Zitat:
Aber dieser Schock vorgestern fühlt sich jetzt so an, als ob ich wieder zurück katapultiert wurde und wieder komplett von vorne anfangen muss und mich wieder von neuem aus dem Loch herausarbeiten muss,

Ich hatte oben was angedeutet.

Die Situation hier , wenn sie wieder massiv heftig ist , kann eine Retraumatisierung sein.

#13


S
@Scheol
Ja genau, ich habe das CFS durch die Impfung bekommen. Es wird in 3 Schweregrade unterteilt in mit der Bell Skala gemessen. Ich bin moderat bis schwer betroffen bei ca 30-40 der BellSkala. Ich habe extrem vielfältige Einschränkungen, von Schmerzen über Kognitive Einschränkungen bis zu körperlichen Einschränkungen ( Gehen, Gleichgewicht, Koordination, Schwindel).
Ich bekomme zum Glück neuropsychologische Therpie , mit ihr habe ich mir meine Struktur, die mich über den Tag trägt, erarbeitet.
Ich merke allerdings, dass sich mein Nervensystem langsam beruhigt und dadurch habe ich das Gefühl, etwas mehr Energie zu haben.

Hattest du etwas bestimmtes gemacht, dass dein Long Covid besser wurde?

Das mit dem Verratstrauma passt erschreckend gut. Ich werde das mal das nächste Mal mit meiner Neuropsychologin besprechen.
Vielen Dank für den Tipp.

#14


Scheol
@StillRising
Zitat:
Ja genau, ich habe das CFS durch die Impfung bekommen. Es wird in 3 Schweregrade unterteilt in mit der Bell Skala gemessen. Ich bin moderat bis schwer betroffen bei ca 30-40 der BellSkala. Ich habe extrem vielfältige Einschränkungen, von Schmerzen über Kognitive Einschränkungen bis zu körperlichen Einschränkungen ( Gehen, Gleichgewicht, Koordination, Schwindel).




Zitat:
Ich bekomme zum Glück neuropsychologische Therpie , mit ihr habe ich mir meine Struktur, die mich über den Tag trägt, erarbeitet.

Sehr gut.

Strukturen sind im Allgemeinen wichtig um auch Sicherheit zu erzeugen.

Zitat:
Ich merke allerdings, dass sich mein Nervensystem langsam beruhigt und dadurch habe ich das Gefühl, etwas mehr Energie zu haben.

Vielen hilft die 4-7-8 Vagusnervatmung. Vielleicht hilft es auch bei dem CFS.

Es gibt auch das neurogene Zittern , das abzittern , um das Zuviel an Energie aus dem (Nerven)System zu zittern. Hier mal nach Satya Marchand schauen.

Zitat:
Hattest du etwas bestimmtes gemacht, dass dein Long Covid besser wurde?


Mich nicht unterkriegen lassen.
Was manchmal schwer genug war.
Wobei ich vermutlich noch Glück hatte.

Hier im Forum gab es einige, die damit zu tun hatten. Die haben sich untereinander etwas ausgetauscht und informiert.

Nach dem Booster, Das war ein Freitag , hatte ich einen Tag später einen Blutdruck von 220 zu 160.
Ich rief meine Schwester an und informierte sie, dass hier irgendwas nicht stimmt und falls was passieren sollte, dass sie Bescheid weiß.

Am Montag stand ich dann beim Hausarzt, der verwundert war, was hier los war. Beim rausgehen aus dem Behandlungszimmer stand ein weiterer Patient vorne an der Rezeption und ich hörte nur, wie er sagte. Mir geht es nicht gut, ich war Freitag bei der Impfung.

Kurze Zeit darauf hatte ich dann COVID bekommen, was ich relativ gut weggesteckt hatte. Plötzlich vier Wochen später bekam ich eine sehr massive schwäche und Schlappheit.

Damals sagte man, es dauert drei Monate. Die drei Monate waren um.
Dann sagte man, es dauert sechs Monate. Die sechs Monate waren um.
Dann sagte man, es dauert zwölf Monate. Auch die zwölf Monate waren um.
Und irgendwann sagte man mir, das kann zwei Jahre dauern. Worauf ich sagte alles klar dann bin ich in elf Monaten gesund.
Um ehrlich zu sein, hab ich die ganze Sache gerade ziemlich verdrängt gehabt, und mir war das gar nicht mehr so bewusst, dass das zwei Jahre gedauert hat.

Früher bin ich immer 20.000 Schritte pro Tag spazieren gegangen. Mal 2-3000 Schritte mehr oder weniger.

Irgendwann gingen nur noch 200 m.

Ein fuhren Mitglied, schickte mir ein Video, was für mich relativ plausibel war. Da ich mein Leben lang sehr viel Sport gemacht habe, und wie mein einer Arzt Kumpel sagt, ein gutes medizinisches Wissen habe.

Statt normal von A nach B zu gehen, um eine Zahl zu sagen, 4,2 km/h, ging ich bedächtig mit circa 2,8 km/h.

Wenn ich zum Beispiel 4,2 km/h gelaufen bin, war der Akku plötzlich irgendwann leer und ich kam dann nicht mehr richtig nach Hause. Danke für die Erfindung des Elektroscooters. Den hatte ich damals sehr oft genutzt.

Wenn ich bedächtig lief, zum Beispiel mit 2,8 km/h blieb ich anscheinend immer unter der Schwelle, dass mein Akku leer werden würde.


Zitat:
Das mit dem Verratstrauma passt erschreckend gut. Ich werde das mal das nächste Mal mit meiner Neuropsychologin besprechen.
Vielen Dank für den Tipp.

Ein Trauma ist ein Subjektives empfinden einer Situation!

Die Situation ist, dass ich eine Person stark ohnmächtig gegenüber der Situation fühlt, oder sich in der Existenz bedroht fühlt.

Und wir keine Möglichkeiten haben, Resilienz, Werkzeuge, Wissen, um die Situation zu beherrschen.

Ich denke, wir sind schneller in solchen Situationen drin, als wir uns wirklich bewusst ist.
Auch ist wahrscheinlich hier interessant das Verlust Trauma.
Betreff der Impfung könnte es ein institutionelles Trauma sein oder ebend ein Diagnosetrauma.

institutionelle Trauma sind Stellen, wo du dir Hilfe erhoffst, und du dort genau das Gegenteil erfährst, zum Beispiel dachten wir, dass uns die die Impfung hilft, wir aber die Leidtragende daraus sind, und das kann ebend auch wieder in diesem Bereich fallen. Aber da fragt bitte noch mal deine Therapeutin nach, ob die das ähnlich sieht.
Ein Diagnose Trauma ist, wenn du zum Beispiel zum Arzt gehst, und sagst, ich habe hier ein kleinen Fleck, und der Arzt sagt, dass es nicht nur ein kleiner Fleck, sondern das ist eine schlimme Krankheit. Und du mit dieser Situation dann völlig überfordert bist, dich der Situation gegenüber stark ohnmächtig fühlst.
Also du siehst, hier gibt’s so viele Begriffe, die hab ich auf meinem Weg auch erst mal kennen gelernt.früher habe ich auch nur gedacht, dass ein schlimmer Unfall, Krieg, oder solche Sachen ein Trauma darstellen können.
Du wirst hier aber oft merken, wenn man sich mit dem Thema selber etwas auskennt, dass viele ihre Geschichten runter schreiben, und man erkennt dabei schon, dass sie einige Verhaltensweisen an den Tag legen, die in diesem Bereich fallen.
Viele denken, ebend, dass es nur eine schlimme Trennung sei, Herzschmerz, und so weiter.
Das Wort Herzschmerz, kann sogar eine Traumafolgestörung sein ( Folgen traumatischer Erfahrung ) Die durch den großen Stress nach der Trennung, als Herzschmerz sich ausdrücken können.
Falls dich das Thema interessiert, Verena König, hat ein Buch geschrieben, „bin ich traumatisiert“. sie hat auch ein YouTube Kanal und meiner Meinung nach eine ganz angenehme Stimme.
Wer auch noch ganz gut ist, ist Professor Doktor Franz Ruppert, mit seiner Anliegen Methode, auch davon gibt es Videos bei YouTube, die meistens um die 60 Minuten bis 2 Stunden gehen.

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