StillRising
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Die Vorgeschichte meiner Geschichte findet hier: voruebergehende-raeumliche-trennung-t76383.html
Ich versuche mich mal kurz zu halten:
nachdem ich Monate lang gehofft, gekämpft und an mir gearbeitet habe, hat sich mein Mann Mitte November endgültig von mir getrennt und zwar, obwohl wir uns einen Abend vorher noch getroffen haben und gesprochen haben, wie gut gerade alles läuft und dass wir auf dem richtigen Weg sind und uns langsam wieder anzunähern, hat er nächsten Tag in der Ehe Beratung gesagt, dass er nicht mehr will, weil er für jemand anderes jetzt Gefühle entwickelt hat( 17 Jahre jünger, und zufällig diese Person, wo er vorher Monate lang gesagt hat, da ist Nix, nur Freundschaft)
Das hat mir natürlich erst mal den Boden unter den Füßen weg gehauen, ich habe dann sehr schnell einen Anwalt beim Familienrichter gemacht, mich vielen guten Freunden anvertraut und versucht, irgendwie mein Leben mit den drei Kindern alleine zu gestalten und darauf zu achten, dass es mir und uns irgendwie gut geht.
ich habe nach wie vor die Hoffnung gehabt, dass ich es nur um eine vorübergehende Trennung handelt, dass er nicht einfach eine 25 Jahre lange Ehe „vergessen“ tut, ich habe gehofft, dass auch er merkt, dass die letzten fünf Jahre die krankheitsbedingt, sehr sehr sehr schwierig waren, uns erst in diese Situation erst geführt haben, aber jetzt, wo es mir gesundheitlich etwas besser geht, dass wir alle Chancen der Welt haben unsere Ehe zu retten.
ich habe gedacht, dass er aufgrund von einer Midlifecrisis flüchtet, und erst mal zu sich selbst finden muss, bevor er wieder zurück in die Beziehung kann.
ich hab die letzten acht Wochen sehr intensiv an mir gearbeitet, hab versucht das Beste aus der Situation zu machen, hab darauf geachtet, dass es mir gut geht, aber hatte nach wie vor insgeheimHoffnung, dass ich alles wieder einrenkt, obwohl er in den letzten sechs Monaten gefühlt 1000 mal wie mit einem Panzer über unsere Gefühle fährt, auch über die der Kinder, da er absolut emotionslos, unempathisch, rücksichtslos und komplett „ich bezogen“ geworden ist,
unsere drei fast Erwachsenen Kinder haben sich in den letzten sechs Monaten komplett abgewandt, und haben ihm deutlich zu verstehen gegeben, dass sie mit seinen Entscheidungen nicht einverstanden sind und derzeit keinerlei Kontakt wollen( er hatte Monatelang sein Handy ausgeschaltet, hatte nicht auf ihre Anrufe reagiert auf ihre Fragen, hat sie in wichtigen Momenten ihres Lebens alleine gelassen hat sich einfach 0,000 um sie gekümmert)
jetzt ist es so, dass mein Exmann mit uns allen gemeinsam zu einem Familientreffen fahren wollte, wo seine gesamte Familie sein wird ( das ist vor 14 Tagen gewesen!) Um mich abzugrenzen, habe ich von Anfang an gesagt , Ich fahre nicht mit, habe aber den Kindern gesagt, dass sie für sich selbst entscheiden müssen, ob sie fahren möchten oder nicht.
2 der drei Kinder Kinder wollten nicht mit, , aber der mittlere Sohn hatte vor ein paar Tagen seinem Vater geschrieben, dass er gerne mitfahren möchte.
Als mein Mann jetzt vorgestern kurz bei uns war, um ein paar Briefe abzuholen, hat er kurz mit dem mittleren Sohn gesprochen und ihm gesagt, dass er auch seine neue Freundin, die übrigens 17 Jahre jünger ist als er,, mitnehmen möchte, nach Paris, wo seine/ unsere ganze Familie anwesend sein wird!
Mein Sohn hat daraufhin geantwortet, dass, wenn die mitfährt er, dann fährt er nicht mit.
abgesehen davon, dass ich es komplett sch. finde, dass mein Exmann, unserem Sohn sowas antut,
dass jetzt, wo er einen Schritt auf seinen Vater zugeht, der ihm gleich gefühlt mit dem Holzhammer den nächsten Schlag versetzt , fühle ich mich seit vorgestern komplett wieder am Boden, so, als ob der ganze Boden, mein ganzes Fundament, mein ganzes Leben gerade einstürzt. Ich fühle mich grad so, als wär ich aus meiner eigenen Geschichte außer radiert und weggeschmissen worden, aus meiner eigenen Familie rausgeschmissen.
ich frag mich, wie der jemand, die 17 Jahre jünger ist als er, die er meiner Meinung nach nur als Flucht benutzt, um seine eigenen Gefühle nicht spüren zu müssen, wie er die einfach so nach nicht mal acht Wochen Trennung und obwohl er uns alle vor 14 Tagen gefragt hat, ob wir alle mitkommen wollen, nach 25 Jahren Ehe mit in seine Familie bringen kann, die bis bis gestern auch noch meine Familie war, mein Zuhause…
ich verstehe nicht,, wie ein Vater seinem Sohn so eine andere Person einfach vor die Nase setzt ( die Reise bis zu dem Familientreffen würde bestimmt 10 Stunden dauern) , ohne dass er mal die Idee hat, dass sie sich vielleicht erst mal zu Hause irgendwie beschnuppern können.
ich hab überhaupt gar keine Ahnung, wie ich die nächsten Tage überstehen kann, es fühlt sich so grässlich an, aus der eigenen Geschichte aus radiert und gelöscht zu werden. Und vor allem verstehe ich nicht wie aus einem Mann, den ich seit 25 Jahren kenne, der ein fürsorgeliebevoller Familienvater und Ehemann war, sich so plötzlich in ein komplettes Gegenteil verwandeln kann.