Holzer60
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wenn wir verliebt sind, dann sehen wir die Welt mit einer rosaroten Brille. Wir sind dann ja nicht nur glücklich, sondern wir fühlen uns auch stark und kraftvoll. Schließlich haben wir einen Menschen an unserer Seite, der uns liebt und der uns begehrt. Wir schöpfen sehr viel Selbstbewusstsein sowie Selbstvertrauen aus dieser Liebe und aus diesem gemeinsamen Miteinander. Erfahrungsgemäß ist der glücklich, der liebt und der geliebt wird. In einer guten Partnerschaft, da spüren wir zudem Geborgenheit sowie Sicherheit, da erfahren wir Respekt und Wertschätzung. In einer guten Partnerschaft, da fühlen wir uns eben angekommen sowie verstanden.
Wenn unsere Liebe aber stirbt, dann ist all das Gute, dass durch diese einstige Liebe gewachsen ist, auch nicht mehr da. Unsere Welt und unser Alltag sind dann nicht mehr rosarot, sondern vorerst nur noch grau. Wir fühlen uns einsam, richtig schwach, hilf- und perspektivlos.
Wir alle wissen, wie belastend der Liebeskummer für unsere Körper und für unsere Seelen ist. Wir wissen längst schon, dass es sich bei dem Trennungsschmerz nicht nur um eine belanglose Erfahrung handelt. Immerhin ist die gemeinsame Identität mit dem Partner verloren gegangen und eine Trennung ist in den meisten Fällen sowieso weit mehr, als nur ein Abschied von dem Partner.
So ein Erlebnis fühlt sich immer schrecklich an, denn es gehört zweifelsfrei zu den schlimmsten Negativerfahrungen in unserem Leben. Liebeskummer verursacht meist so tiefe Wunden, dass diese bis in unsere Herzen reichen. Wir spüren deshalb diesen unerträglichen Schmerz und wir fühlen uns genau deshalb, so vollkommen leer. Wenn wir einen nahestehenden Menschen verlieren, dann wirft uns das so richtig aus der Bahn.
Insbesondere in der Anfangsphase fällt es uns sehr schwer, selbst die einfachsten Aufgaben des Alltags zu bewältigen. Wir können nicht mehr schlafen, nichts mehr essen und wir kriegen nichts mehr hin. Wir machen sogar ständig irgendwelche Fehler, weil wir uns einfach nicht mehr richtig auf das Wesentliche konzentrieren können. Unser Selbstvertrauen und unser Selbstbewusstsein sind sowieso komplett am Boden. Kurzum, uns geht es einfach nur noch richtig mies.
Wir trauern übrigens unterschiedlich lange und wir leiden auch sehr unterschiedlich. Letztendlich kann aber nur jeder selbst entscheiden, wie lange und wie intensiv er trauert bzw. leidet.
Es gibt Dinge in unserem Leben, die wir nicht ändern und die wir nicht verhindern können. Deshalb haben wir eigentlich nur eine einzige Möglichkeit, wir müssen diese Tatsache akzeptieren.
Zitat von Lou11:Es kam wirklich plötzlich und so hatte ich das auch echt nicht erwartet, da bei uns eigentlich alles gut lief. Deshalb trifft mich diese Trennung nun auch so hart und ich weis nicht mehr ein noch aus.
Diese Aussage könnten vermutlich sehr viele Forumsmitglieder hier ganz genau so wörtlich niederschreiben.
VG Holzer60