Zitat von Zweizelgänger:Also ich hatte gar nicht gewusst, dass man überhaupt so heulen kann.
Es war quasi wie ein tägliches Zusammenbruch und das über ein 3/4 Jahr lang täglich...
Oje, tut mir leid, dass es bei dir so lange ging. Ich glaube, bei mir waren das so 2-3 Monate. Ich war überrascht, wie k.acke man am nächsten Tag aussieht.
Aber stimmt, jetzt wo du es sagst: ich hatte das nicht nur an Wochenenden, sondern manchmal auch, wenn ich aus dem Büro nach Hause kam. Kaum betrat ich die Wohnung, flossen die Tränen. Manchmal kamen mir die Tränen sogar schon in der Tram auf dem Weg nach Hause.
Ich erinnerte mich dann an eine Freundin, die so was auch mal hatte, und sie meinte, bei ihr ging das ca. ein halbes Jahr. Das hat mich beruhigt. Diese Freundin war auch so lieb und hat mich, obwohl sie ein kleines Kind hat, hier in der neuen Stadt ein WE lang besucht.
Auch andere enge Freunde haben mich besucht. Das war echt gut, aber immer zu kurz als dass ich mich richtig hätte fangen können. Meine 80-Jährige Oma kam sogar spontan zu meinem Geburtstag mit dem ICE angerauscht.
Aber an diese positiven Dinge sollte ich vielleicht öfter mal wieder denken, also, dass z.B. echt alle für mich da waren u mich besuchten etc.
Zitat von Zweizelgänger:Mir kam irgendwann alles nur noch künstlich vor.
Sehr seltsam auch, weil ich eigentlich nichts verändert hatte, außer dass ich eben irgendwann alles einstellte.
Ich kenne das insofern als dass es mir auf Dauer keinen Spaß macht, Sport nur deshalb zu betreiben, damit es mir besser geht. Irgendwie werden dann auch nicht so die "Glückshormone" ausgeschüttet.
Hast du dich eigentlich depressiv gefühlt? Bzw. würdest du im Nachhinein sagen, dass du eine Depression hattest?