Josie_
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jetzt habe ich mich schon eine Weile hier durchgeklickt, viel gesucht und viel gelesen, aber doch nicht wirklich hilfreiches vergleichbares für mein "Problem" gefunden und mich doch jetzt entschieden hier zu schreiben in der Hoffnung, Hilfe zu finden.
Ich bin 50 Jahre, mein Lebenspartner 48 und wir sind seit 14 Jahren zusammen. Nicht verheiratet, weil ich verwitwet bin und nicht auf die Witwenrente verzichten kann und er schon 2 x geschieden und möchte nicht mehr heiraten. Wir haben uns vor 14 Jahren im Internet kennengelernt, er ist zu mir und zu meinen zwei Mädels (damals 8 und 12) in mein Haus gezogen, 250 km von seiner Heimat und seiner Familie entfernt. Aber das alles ist nicht unser Problem.
Mein Freund ist ein eher schüchtern wirkender Mensch, "muss erst warm werden" mit anderen Menschen, ist dann aber lustig und gesprächig. Kein Mensch würde glauben, dass wir die ersten 6 Jahre mindestens 3 x Sex in der Woche hatten. Auch intensiver Sex, mit Vorspiel, mit viel Zärtlichkeit, mit gemeinsamen Höhepunkten. Noch nie hatte ich so tollen Sex, was auch er behauptet. Er hat mich begehrt, ja war scharf auf mich, so wie man sich das vorstellt in einer guten Beziehung. Jede Nacht sind wir zusammen umschlungen eingeschlafen und hatten dann irgendwann quasi auch ab und zu "im Schlaf" Sex.
Tja und dann .... dann schlich sich irgendwas zwischen uns und ich weiß bis heute nicht was. Es wurde immer weniger, die Abstände immer größer und ja, irgendwann wies er mich ab, lies mich spüren, dass er keine Lust hat, keine Begierde spürt, nichts von Sex wissen will. Ich wollte mit ihm darüber sprechen, aber wenn man ihn darauf anspricht, weist er ab, "Ich soll nicht immer davon anfangen", "davon wirds nicht besser". Manchmal habe ich den Eindruck, er schläft mit mir, damit ich dann wieder für eine zeitlang Ruhe gebe. Zurzeit gibt es Abstände von 6 Wochen. Und gelinde gesagt, halte ich das nicht mehr aus.
Ich halte das aber deswegen nicht aus, weil Sex die einzige Art war, in dem er mir Nähe zeigte bzw. ich seine Nähe als Paar spüren konnte. Und jetzt ganz wichtig zu wissen: er berührt mich nämlich ansonsten überhaupt nicht. Bis auf den obligatorischen Guten-Morgen, Nach-Feierabend oder Gute-Nacht-Kuss berührt oder beachtet er mich (als Paar gesehen) überhaupt nie. Das war auch schon immer so, konnte das auch aushalten weil der Sex da war und der Sex lange und ausgiebig war, aber jetzt ist das auch weg und ich merke, wie ich daran zugrunde gehe.
Wenn ich abends beim Fernsehen ihn bitte, mich mal zu massieren, dann macht er das auch, aber ohne Gefühl, mechanische Bewegungen, die mich wütend machen. Ich bin verletzt und kriege immer mehr einen Kroll auf ihn.
Wenn ich zu ihm rutsche und ihn streichle, dann merke ich an seiner Körperhaltung, das er denkt: ooooh weh, die will doch hoffentlich nicht. Manchmal denke ich, er hat Angst vor mir. Das löst in mir keine guten Gefühle aus, ich bin total verletzt. Ja ich bin schon soweit, dass ich natürlich auch an mir suche. Ich habe 20 kg zuviel auf den Rippen, aber das war ich vor der Beziehung auch schon. Das alles nagt an mir. Ich setze ihn auch nicht unter Druck. Respektiere seinen Wunsch, nicht davon zu reden, ihn in Ruhe zu lassen. Zu warten, Geduld zu haben, aber alles bringt nichts.
Und weil man jetzt grübelt und nachdenkt, fällt einem auf, dass er eigentlich der prüdeste Mensch ist den ich kenne. Am Anfang einer Beziehung testet man ja seine Vorlieben aus. Mit der Zeit findet man heraus, was der Partner mag und was nicht. So findet der Sex nur im Dunkeln statt und auch nur im Schlafzimmer (1 x haben wir im Garten und 1 x im Wohnzimmer), hinterher darüber gesprochen, gibt er zu, dass er das "nicht brauch". Dess. finden keinerlei Beachtung bei Ihm, die registriert er garnicht (das tut auch mir wieder weh). "Sex mit Lebensmitteln", wie ich es scherzhaft bezeichne findet er ekelig. mündlich kann ich machen - joooo aber "muss auch nicht sein". Schmerzen wollen wir beide nicht. Ich habe keinerlei Ängste über Sex zu sprechen, er kann es aber garnicht leiden. Selbst im Fernsehen mag er nicht hinschauen, also P. anschauen ... um Gottes Willen!
Darauf angesprochen was er mag und was nicht kommt nur: "es reicht mir so wie es ist" und dass ist die Missionarsstellung. Ich habe ihm mal gesagt, er könne mit mir machen was er will, nur keine Schmerzen. Aber da kommt nicht's, er ist völlig wunschlos. Selbstverständlich habe ich ihn schon mehrmals darauf angesprochen, da kommt dann nur "ich bin müde von der Arbeit". Tja aber in 3 Wochen Urlaub schlafen wir auch nur 1x miteinander ...?!?!?
Sexuelle Berührungen außerhalb des Schlafzimmers sind tabu. Ich bekomme keine Zärtlichkeit "zwischendurch" zu spüren. Die Umarmungen sind ohne Wärme und mit "Abstand", fast wie verkrampft.
Es findet nicht's statt, außer diese Küsschen, die ich mittlerweile hasse. Als Paar macht man doch mal Spässe "zwischendurch", man kann sich doch mal mit Zunge küssen oder? Ich habe ihm mal in der Küche zwischen die Beine gefasst, da ist er einen Schritt zurück gegangen. Ohweia dachte ich mir, ist doch nur mal nen Spass! Ich habs aber aktzeptiert und nie wieder gemacht. Er hat noch nie meine Brüste außerhalb des Schlafzimmers berührt (im Bad wäre z.B. Gelegenheit dazu), oder mich mal im Nacken geküsst....nicht's Null. Er sucht in keinsterweise meine Nähe, meine Haut, meinen Körper.
Unsere Hunde streichelt er mit mehr Gefühl als mich. Ist wirklich so, die kuschelt er im Arm, reibt seine Nase an deren Fell, streichelt die sanft. Also er kann zärtlich sein, er kann Gefühl zeigen. Aber warum nicht mir? Ich bin quasi schon eifersüchtig auf unsere Hunde ?!?!?
Zurzeit ist es so, dass wir in diesem Jahr 4 x miteinander geschlafen haben. Sorry, aber eigentlich bin ich nicht der Typ, der zählt. Aber es beschäftigt mich, weil es mitterweile weh tut. Ich weiß auch nicht, wie lange ich das noch aushalten kann. Beim letzten Mal habe ich wieder gespürt, dass er nur mit mir Sex hat, damit es mal wieder war. Das Vorspiel findet so gut wie auch nicht mehr statt. Und er merkt noch nicht mal, dass ich garnicht richtig wässrig werde.
Für mich spielt Sex eine sehr wichtige Rolle in der Beziehung. Gerade weil außerhalb des Schlafzimmers keinerlei Berührung stattfindet, keine Zärtlichkeit, nicht's. Ich bin eine Frau, die gerne Sex hat, die sich fallen lassen kann, die genießt, tja, die begehrt werden will. Wer will das nicht? Ich kann ja auch nichts dafür, dass ich dieses Begehren habe. Ich kann das nicht abstellen...sorry!
Seine 1. Ex-Frau hat mir mal erzählt, sie haben sich getrennt, weil sie wie Bruder und Schwester zusammen gelebt haben. Er erzählte mir, dass er in dieser Beziehung mal 2 Jahre lang keinen Sex hatte. Die 2. Frau ist ihm fremd gegangen. Hätten mich diese Info's warnen sollen?
Ich fühle zurzeit tatsächlich unsere Beziehung als Bruder und Schwester und ehrlich gesagt, würde ich heute die Gelegenheit bekommen fremd zu gehen, ich würde es tun.
Ich brauche irgendwie mal einen Rat, was ich tun soll. Ich weiß nicht, was "das" ist. Ich finde keine Ursache und verzweifele langsam.
Vielen Dank für die Zeit, die ihr euch für mich nehmt.
Josie
, ich habe eine ähnliche Erfahrung gemacht, ich bin ein Mann, jetzt 46 Jahre. Habe meine Frau vor 20 Jahren kennengelernt, Anfangs, also die ersten 7 Jahre, hatten wir teilweise mehrfach am Tag S6... es war wirklich sehr leidenschaftlich und das Begehren schien grenzenlos. Nun dann das erste Kind, klar der S6 wurde dann weniger, weniger Zeit zu zweit, mehr Streß...Allttag sucks! Aber Ok, wir beiden hatten Spaß und es war guter und erfüllter S6, dann vor 7 Jahren das 2te Kind, wie es ist...noch mehr Streß noch weniger S6...es schlief so langsam ein...warum? kein begehren? nun ich kann dür mich sagen, ich begehrte meine Frau immer, wollte und konnte meine Finger nicht von ihr lassen! Für mich wurde es zum Problem. habe mit meiner Frau darüber offen geredet, sie sagte sie könne sich das nicht erklären?, ihr fehlte einfachbein Stück weit die Lust! Ich habe dann fast alles versucht es in Schwung zu bringen, mit romantischen Abenden, habe mich fitt gemacht, S6spielzeug, Dess., habe ihr Arbeit abgenommen womich nur konnte um Freiräume zu schaffen...
