Zitat von Dornenherz: Ich hab’s verstanden!
Ich habe nicht mit viel Zuspruch gerechnet, wirklich nicht. Aber wenigstens 1-2 positive Erfahrungen und ein paar nette und verständnisvolle oder sogar aufbauende Worte hätten was gehabt! Man fühlt sich eh schon so k*cke.
Und nein, ich habe keine Affäre mit diesem Mann, es war ein Wochenende (wir haben uns jeweils nur ein paar Minuten gesehen).
Wenn es Dir egal ist, was in den nächsten Monaten, mit Dir, also Deinem Selbstwert und Deiner Gesundheit passiert, dann sag ich Dir folgendes:
Du hast Dich verliebt. Ein schönes Gefühl. Dann bleib dran, öffne Dich und lasse ihn mit Pauken und Trompeten in Dein Leben, in Deine Gedanken und natürlich auch an Deinen Körper. Wenn die Ehe so schlimm ist, wie er sagt, bedarf es es Geduld und irgendwann könnt ihr durchstarten. Verflechtungen (materiell wie ideell) und Patchwork sind nicht so wichtig wie Emotionen (Finde ich übrigens tatsächlich auch, können Dir, ihm und seiner Ex aber noch sehr lange ganze Felsbrocken zwischen die Beine werfen.). Man kann alles schaffen, wenn man will.
Und nun zum Kernproblem: Er muss das auch wollen und bisher sagt er was anderes.
Hier schiebt Dir niemand die Schuld in die Schuhe oder verurteilt Dich, sondern warnt Dich vor den Folgen. Und wenn Du hier mal querliest, dann sind diese oft erschütternd. Niemand hier hat was davon, ob Du "leer ausgehst", ob Du Affäre wirst, ob er sich für Dich trennt und sich scheiden lässt. Aber hier sind viele viele Menschen, die das, was Du bereit bist zu beginnen, bereits hinter sich haben, in verschiedenen Positionen, aber das ist erst mal zweitrangig. Der Weg war meist verdammt lang und sehr hart. Und es spielt keine Rolle, ob Du nun Affäre oder Betrogene bist, wenn Du an einen feigen Eiermann gerätst, der keine Verantwortung für sein Handeln übernimmt und keine eigene Entscheidungen treffen kann. Er macht Dich kaputt.
Vielleicht ist er nicht so, wer weiß. Offenbare ihm Deine Gefühle und breche den Kontakt ab. Vielleicht macht er Nägel mit Köpfen und steht bald vor Deiner Tür. Das ist die größte Chance, dass diese Geschichte nicht in einem Desaster endet.
Zitat von Ivett: Ist immer einfach, eine Affäre als Betrug zu bezeichnen. Ehen, die nur aufrecht erhalten werden, weil man Haus und Geld nicht teilen will, sind mindestens ebenso Betrug.
Siehe oben.
Wer hier wen und warum und mit wem oder was und wie lange betrügt, ist völlig Schnuppe. Und welcher schwerer oder weniger schwer wiegt, bringt der TE genau was? Richtig 0,0. Wenn sie nachher in psychologischer Behandlung hockt (was ja mit vielen hier passiert ist), ein Schatten ihrer selbst und gesundheitlich angeschlagen, kann sie sich natürlich auf diese Worte berufen und proklamieren, dass ja die meisten Ehe selbst auch auf irgendeinem Betrug beruhen.Davon wird sie nicht gesund und wird auch nicht drüber wegkommen. Die Ex-EF von ihm kann sie dann gleich zur Therapie begleiten.
Es geht nicht darum, was besser oder schlechter, moralischer oder verwerflicher, akzeptierter oder verpönter ist. Es geht um die Konsequenzen daraus. Und die sind nun mal für alle drei Beteiligten in den meisten Fällen schwierig bis fatal. Man kann nicht für ihn oder seine EF entscheiden (oder umgekehrt als EF für eine AF, um es allgemein zu formulieren) und muss sie auch nicht verstehen, aber für sich selbst sehr wohl.
Möchte hier sicher nicht schwarzmalen, ich bin da relativ unbeschadet durch, nach anfänglicher Wut, Enttäuschung und Schmerzen. Es kommt immer drauf an, wie man aufgestellt ist und welche Altlasten man mit sich herumträgt. Liest man hier einige Schicksale, sind es keine Einzelfälle.