Zitat von Ayaka: aber wieso man sich als Single frau für so ein Schatttendasein auf Abruf aufspart werde ich nie verstehen
Dummheit, manglende Weitsicht, mangelnde Menschenkenntnis und der Glaube, dass sie das was sie sich einbildet, auch bekommt. Wie eine Fünfjährige, die mit dem Fuß aufstampft und brüllt: Aber ich will diesen Mann!
Aber auch mangelndes Selbstwertgefühl, denn sie vermittelt dem Mann damit, ich stehe Dir zur Verfügung, hier, nimm mich, Hauptsache ich hab Dich, wenn auch nur halb, aber eine echte Bindung mit Exklusivität bin ich mir nicht wert. Die Affäre ist für mich das Mittel zum Zweck um diesen Mann doch noch bekommen zu können. Dann muss ich halt einige Zeit lang die zweite Reihe in Kauf nehmen, aber ich weiß ja, dass ich diejenige bin, die er wirklich liebt. Hat er ja mehrfach gesagt, dass daheim die Ehe nur noch auf dem Papier besteht und er sich wenn er ehrlich ist, schon längst hätte trennen müssen.
Ich glaube, dass Frauen die sich als AF mit einem verheirateten Familienvater, beim AM sogar an Boden verlieren, denn sie geben sich für eine Schmalspurbeziehung her und da verliert der AM unbewusst oft schon die Achtung vor der AF. Er nützt sie zwar aus, nimmt sie aber nicht für voll und die Rolle als Erstfrau wird sie im Regelfall niemals einnehmen. Denn warum sollte er für eine ernsthafte Beziehung "so eine" in Erwägung ziehen.
Eine AF schaufelt sich ihr eigenes Grab, merkt es aber nicht. Erst dann wenn es zu spät ist, sie endlich erkennt, dass sie nicht zum Zug kommt oder ihre Zeit für eine Familiengründung abgelaufen ist. Dann kommt die Erkenntnis, dass sie immer nur die Ersatzbank war und dann kommen eine immense Enttäuschung, viel Kummer und das Gefühl sich hergegeben und angestrengt haben für nichts, erst richtig ins Bewusstsein.
Es gibt Frauen, die diese Rolle über Jahre akzeptieren und nicht merken, dass sie ihre Eigenständigkeit schon längst aufgegeben haben. Denn sie leben für die Affäre, richten ihr Leben nach den Möglichkeiten das AM aus, aber erkennen nicht wie sehr sie sich schon aufgegeben haben.
Und es kommt noch hinzu, dass sie meist nicht authentisch sind. Oh heute Abend kommt Klaus-Dieter, da muss ich mich wieder mächtig ins Zeug legen. Erstens, nicht jammern und klagen und schon gar nicht weinen, denn das macht unsxy. Zweitens nicht schimpfen, denn ich will ja nicht wie sein Ehedrachen daheim auf ihn wirken. Drittens wäre zwar heute mein Mädelsstammtisch, aber Klaus-Dieter hat natürlich Vorrang. Also bin ich wieder die Fröhliche, die Unbeschwerte, die prima mit der Situation klar kommt und nur den einen Wunsch hat, für Klaus-Dieter da zu sein, wenn er denn mal Zeit hat. Und dann habe ich mir ja extra eine neue Unterwäsche gekauft, in purpur, da wird er staunen und ich werde mein schwarzes Kleid mit dem Ausschnitt tragen und den purpurfarbenen BH ein wenig vorblitzen lassen. So als ob ich gar nicht merken würde, dass der Rand ein wenig vorschaut. Dann genieße ich wieder seine Blicke, die unabsichtlich doch wieder zum Dekollete wandern. Ja, da fühle ich mich wieder ganz als begehrenswerte Frau, herrlich.
Er ist so gerne Rinderroulade. Na gut, dann gibt es halt Rouladen, denn er soll es ja schön bei mir haben. Schließlich will ich ja was von ihm, denn er soll mein künftiger Mann werden. Und was sind da ein paar läppische Monate (die schnell zu Jahren werden), wenn ich dieses Ziel erreiche.
Und wenn sie ihn doch bekommt, dann hat sie einen Mann mit jeder Menge Altasten und Problemen bei sich und stellt fest, dass ihre Träume doch etwas anders ausgesehen haben. Er ist seit einiger Zeit so mürrisch, irgendwas belastet ihn, aber er redet ja nicht (ich tippe auf die Exfrau, diese alte Hexe). Naja, die Kinder sind gerade in der Pubertät und da gibt es wohl auch leicht mal Probleme. Ich kenn mich damit ja nicht so aus, aber was man so hört. Ach, Du Sch...., heute ist wieder ein Brief vom Gericht gekommen. Na wundervoll, diesen Abend kann ich schon mal abschreiben.
Und dann diese Unterhaltsforderungen die ihm das Leben zur Hölle machen. Wieder diese Hexe, meine Güte, wenn die weg wäre, wäre es echt hilfreich. Sie will dies und sie will jenes und ihr steht das zu. Ja, und er? Hat ein schlechtes Gewissen, zieht den Schw... ein und gibt um des Frieden willens lieber nach. Weil er ja nicht als charakterloses Schwein bei seiner Familie dastehen will, wie er sagt.
Irgendwie habe ich mir das Zusammenleben mit ihm doch ganz anders vorgestellt ....