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Ja deswegen ganz sicher sein was ich kann und möchte, ich weiß ja nicht wie das bei dir ist, aber ich würde mich diese Fragen erst gar nicht stellen, weil ich solche Dinge nicht beeinflussen kann. Ich bin kein Gott der alles wissen kann und jeden Gedanken hört etc...
Ich kann nur das beeinflussen was ich tue und deswegen sehe ich einen solchen Betrug nicht bei mir bzw. Zweifel ich nicht an mir in der Hinsicht. Gerade hier würde ich keine Sekunde an mir zweifeln, im Gegenteil, würde meine Freundin so etwas tun, würde ich ganz anders denken und zwar dass ich anscheinend zu gut bin um gehen gelassen zu werden.
Betrug ist nicht gleich Betrug, denn es würde anders aussehen wenn mich meine Freundin innerhalb einer intakten Beziehung betrügen würde, da würde ich mich schon etwas hinterfragen und genauer schauen warum dies passiert ist, habe ich irgendwo meinen Anteil daran etc...
Hier aber ist sie eigentlich die Affäre ohne es zu wissen. Die TE kann absolut nix dafür, hat nix falsch gemacht, im Gegenteil, sie war so bezaubernd und zum verlieben, dass der Mann anscheinend keine andere Wahl sah als sie kennenzulernen.
Auch hier würde es wieder anders aussehen wenn der Mann sich für seine Ehefrau entschieden hätte, dann würde man sich natürlich auch verarscht vorkommen und die Gedanken würden sich dahin drehen ob man nur fürs Bett gut genug war etc... es wäre eine andere Art des betrügens, aber ich würde niemals an mir zweifeln in der Hinsicht, ob ich weniger vertrauen sollte etc...
Wer so anfängt, wird auch nicht mehr glücklich. Man muss in einer Beziehung vertrauen können und selbst wenn sie 8000 Km entfernt ist, denn darum geht es in einer Beziehung. Ich kann nur hoffen und daran glauben das meine Freundin die selben Werte hat wie ich und wenn dem nicht so ist, kann ich es eh nicht ändern, ich kann dann nur für mich entscheiden aus welchen zusammenhang ein Betrug entstanden ist und dann für mich selbst entscheiden ob ich das noch möchte oder nicht.
Dieses ausfragen und zweifeln gibt es nicht in meinem Wortschatz. Ich spüre höchstens das etwas nicht stimmt und frage nach, bekomme ich dann keine Antwort oder verändert der gegenüber nicht sein Verhalten, dann muss man sich trennen, aber das ist ein anderes Thema.
Mir persönlich und da spreche ich jetzt natürlich aus meiner Sicht, wäre es einfach zu stressig so zu leben. Ich möchte mich nicht ständig fragen was meine Alte gerade treibt, ist sie brav oder muss ich mir Sorgen machen, alleine diese Gedanken sind wie Gift und bringen einen nicht weiter.
Die TE hat hier den Vorteil, dass es absolut kein klassisches Betrügen war. Was meine ich damit? Naja die meisten gehen auf eine Party und lassen sich volllaufen, gehen dann mit jemanden mit und haben sex, da ist dann immer die Basis ziemlich gebrochen, weil man sich dann eben gerade am Anfang immer fragt wo er gerade ist und was er macht etc...
Hier sieht die Sache aber anders aus und ja das hört sich konfus an, aber es ist so, der Mann hat seine Frau mit der TE betrogen und dann doch auch wieder nicht. Ich sage es ja gern wieder, aber was ist das für eine Ehe wenn der Mann zick Kilometer entfernt wohnt, der Mann ein Jahr mit einer anderen im leben Bett schläft und die nicht einmal interessiert was ihr Mann da eigentlich so treibt.
Ich kann meine aktuelle Freundin auch nur am Wochenende sehen, aber wir telefonieren jeden Abend außer ich geh mal Fußball schauen mit Freunden oder Pokern etc.. Aber dann telefonieren wir vorher etc...
Man kann doch keine Ehe führen wo anscheinend weniger Kontakt besteht wie mit dem Bäcker um die Ecke. Ich würde sofort merken wenn meine Freundin einen anderen hätte und dieser jeden Tag bei ihr pennt oder mehrmals die Woche und umgekehrt, er hat ja wohl auch bei ihr geschlafen, so etwas kann man doch nicht in einer intakten Ehe verbergen, weil man vermisst sich doch auch, freut sich am Abend vom anderen zu hören etc...
Da fehlt mir einfach das Verständnis, liegt aber auch daran, dass ich so eine Ehe nicht führen würde. In der Hinsicht kann man also der TE keinen Vorwurf machen, wenn keine Anzeichen da sind, wie soll man dann wissen dass der andere verheiratet ist?
Wäre er jetzt jeden Abend am Telefon gewesen, hätte sich auffällig verhalten, hätte sie es ja sofort gemerkt wie man ja auch gesehen hat, denn es war ja anscheinend nicht normal dass sein Handy so blinkt und ständig einen Ton von sich gibt.
In der Hinsicht braucht die TE nicht an sich zweifeln, es gab schlicht und ergreifend nix woran man zweifeln konnte. Daher bringen sie diese Fragen nicht weiter, weil dieser Mann nun einmal sehr wahrscheinlich gar keine Ehe mehr im klassischen Sinne geführt hat.
Die TE war mehr seine Frau wie die Frau mit der er offiziell verheiratet ist und auch diese Tatsache sagt viel aus über die Situation. Das er zu feige war seine Ehe zu beenden ist ein anderer Punkt, aber man darf auch nie vergessen warum man einmal geheiratet hat.
Vielleicht bin ich da auch etwas zu romantisch veranlagt, aber wenn ich heirate, dann weil ich mir in dem Moment sicher bin das diese Frau die Liebe meines Lebens ist, wir die selben Werte haben und gemeinsam alles erreichen können.
Ich würde meine Frau nie betrügen, so viel steht fest, aber ich würde auch sehr lange kämpfen um die Ehe zu retten, bis es eben nicht mehr geht und wenn man dann am Ende ist mit seinen Kräften, da eine wunderbare Frau erscheint, ja dann glaube ich leuchtet die heller wie ein Scheinwerfer aus 2 Metern und sich dann da für das richtige zu entscheiden ist sicher nicht leicht.
Ich will den Mann hier in dieser Geschichte nicht in Schutz nehmen, er hat vieles falsch gemacht, aber ich denke eins wird er definitiv nicht als Fehler bezeichnen und zwar das er der TE nicht gleich am Anfang erzählt hat das er verheiratet ist, denn laut ihrer Aussage wäre sie dann weg gewesen, also wieso sollte er eine Frau verjagen, die für ihn ein Licht in eine neue Zukunft bedeutet?
So etwas würde niemand tun, aber die meisten und davon bin ich überzeugt, hätten halt natürlich dann relativ schnell ihre Ehe beendet und nicht ein Jahr gewartet. Diese Tatsache kann man ihm sehr übel nehmen, sich zu verlieben aus einer trostlosen Ehe heraus, ist jedoch sehr menschlich wie ich finde.
Die Frage ist doch auch, was wäre passiert wenn sie es nicht herausgefunden hätte? Die zwei glückliche Jahre zusammen gehabt hätten und erst dann herauskommen wurde dass er noch ein Jahr verheiratet war als sie schon ein paar waren, wäre es dann immer noch so schlimm oder würde man dann eher sagen, was einmal war ist egal, wir haben uns gefunden und sind glücklich.
So unterschiedlich kann nämlich eine Geschichte ablaufen, denn ich kenne auch ein paar wo genau das passiert ist, vielleicht nicht ein Jahr, aber ein paar Monate etc... und der andere hat es erst Jahre später erfahren, bei ein paar war es dann tatsächlich Thema, bei anderen nicht weil sie sich eher als Sieger gefühlt haben, drüber standen und das Glück was sie haben als wichtiger einschätzen wie den Betrug und genau da muss die TE jetzt auch hinkommen, besonders dann wenn sie eine Beziehung mit diesen Mann möchte.
Im übrigen, die was daraus dann ein Fass aufmachen, die scheitern dann meistens und da frage ich mich dann immer, wie kann etwas das Vergangenheit ist, größer gewertet werden wie das hier und jetzt, besonders dann wenn man eine unfassbar glücklich Zeit zusammen hatte, da fehlt es halt dann an der eigenen inneren Einstellung in meine Augen.
Das nur mal am Rande und vielleicht regt das ja auch zum Nachdenken an