Gnauri
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Zitat von Ema:Also wieso muss er erst auf die "Retterin" auf dem weißen Gaul warten, bevor sein Wunsch in Erfüllung gehen kann?
Kann er dir das plausibel (!) erklären? Oder eher nicht?
Ich frage das deshalb, weil die Antwort auf diese Frage sehr aufschlussreich dafür sein kann, wieso er meinte, in alle Richtungen lügen zu "müssen".
Es kann auch sehr aufschlussreich sein, wenn es darum geht, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass er wieder lügt, wenn er in Konflikte gerät (egal welcher Art diese Konflikte sind).
Ja das kann er schon plausibel erklären. Also Lügen ist hier nicht.
Also ich kann das nachvollziehen. Nur der Unterschied ist dass bei mir diese Begründung für eine Grauzone für mich persönlich nachvollziehbar gewesen wäre. Aber nach der Grauzone steig ich aus. Das hat zu lange gedauert. Und die Absicht weiter zu lügen nehme ich übel.
Zitat von Rätin:Und er? Keine Ahnung, warum ihm die Trennung so schwer fiel. Aber vielleicht ist ja was dran, dass sie früher mal tatsächlich sehr zurück gesteckt hat für ihn oder er bei ihr eben auch auf irgendeine Art „schuldig“ geworden ist.
Ne da ist er nicht schuldig geworden. Ist vielleicht nicht gut raugekommen. Aber sie hat das zurückstecken von sich aus gemacht und als ihre eigene Ausrede benutzt. Schon lange. Er wollte damals das Gegenteil und hat vieles versucht. Aber da kamen dann nur leere VErsprechungen dass sie sich ab sofort auch um die Beziehung kümmert etc.
Zitat von Rätin:Also vielleicht sind die Reaktionen bei ihr und bei Dir gar nicht so unterschiedlich, wie sie Dir scheinen.
Vielleicht ist das, was Du erlebst, nur eine Wiederholung dessen, was sie auch erlebt hat mit jetzt erst mal ähnlichen Reaktionen.
Doch ganz unterschiedlich. Ich kenne ja die story dazu.
Zitat von Elfe11:Die EF musste sicher lange zurück stecken! Wie die FS jetzt, hat sie lange ausgeharrt und auf Besserung und eine Wende gehofft... Sie wird sich dieselben Gedanken gemacht haben!
Und jetzt hält er die FS warm! Und schwört und schickt ihr Scheidungsdokumente...
Das hab ich nicht gemeint. Sie hat das zurückstecken als "Ausrede" für ihren fehlenden Einsatz genommen. Und sich dann leere versprechungen. Und wenn sie die nicht erfüllt hat Opfereck.
Zitat von tina1955:In dem Moment, wo er seine Frau schlecht macht und erzählt, was er sich gewünscht hat, sie nicht erfüllt hat, wäre diese Pfeiffe bei mir komplett Geschichte.
Das hat er nie. Er hat nie schlecht über sie gesprochen. Ganz neutrale Erzählungen. Über sich und über sie. Ach selbstkritisch. An vielen Stellen Wertschätzung für alte Zeiten. Aber insgesamt neutral. Lästereien über sie hätte ich garnicht gut gefunden. Ganz im Gegenteil. Ich finde es gut wenn mein Partner fair und ordentlich über die Ex spricht. Denn das könnte irgendwann auch mal ich sein.
Zitat von Elfe11:Du verstrickst dich hier selbst in seinem Lügengespinst. Wo bist du unehrlich zu dir selbst und zu anderen?
Sehe ich nicht so. ICh bin nicht unehrlich.
Zitat von Rätin:Naja die Ehefrau „musste“ ja jetzt im letzten Jahr nicht zurück stecken. Sie hätte für sich ja auch eine Entscheidung treffen können. Aber vielleicht hat sie lange gehofft, dass er nun sein Investment erhöht… also ja, auf jeden Fall war es eine Warteposition.
Sehe ich auch von zwei Seiten. Denn sie wollte ja garnicht dass er sein Investment in einigen Dingen erhöht. Und das über Jahre.
Zitat von whynot60:Diese Trennungsfreude heutzutage, die beinahe etwas Lüsternes an sich hat, zumindest etwas Stolzes, vielleicht auch Zwanghaftes, das kommt mir so vor, als würde man sich bei jeder Krankheit erschießen.
Ich gebe dir recht, dass an mancher Stelle vielleicht zu früh aufgegeben wird. Ich bin generell ein Fan von Reparatur wenn etwas noch repariert werden kann. Aber einen Totalschaden sollte man ich auch eingestehen können. Alles andere macht nur krank und vergiftet die Umwelt.
Zitat von whynot60:Da hast Du offenbar etwas falsch verstanden.
Ich bin nicht von vornherein für eine offene Beziehung, sondern für ein offenes Denken. Wie dann jemand beziehungsmäßig konkret lebt und empfindet, ist eine ganz individuelle Angelegenheit.
OK. Da habe ich dich wohl missverstanden ja.
Das sehe ich auch so.
Zitat von Elfe11:Du wusstest nur zu gut, dass er regelmässig heimfährt zu seiner Ehefrau und Familie. Du hast einfach beide Augen zugedeckt und die Wahrheit nicht sehen WOLLEN.
Sehe ich ganz anders sorry. Ja ich wusste dass er in dem Jahr ein paar Mal heimgefahren ist. Nach meiner subjektiver Sicht war das sicher nicht auffällig. Ich fahre ja auch zu meiner Familie und das weit öfter als er. Und natürlich erledige ich dann da auch organisatorische Dinge meinen Nochmann.
Und wenn man so ein krasses Missvertrauen hat und überall etwas befürchtet das wirklich nicht auffällig war und gut genau so sein hätte können wie er gesagt hat kann man es mit der Beziehung gleich lassen.
Zitat von Likos24:Verantwortung,.....auf Augenhöhe Kompromisse zu finden,.....auch mal zurückstecken,......Ehrlichkeit,.....Verbindlichkeit,......an der Paarbeziehung zu arbeiten(ständig),.....usw
Aber in unserer heutigen "Wegwerfgesellschafft" geht man ins Internet/OD,..und ist nur mit einem "Doppelklick" gleich bei der/dem nächsten Partner/In.
Ja. ich würde sagen das lässt sich generell auf Beziehungen anwenden aber sind sicherlich auch wichtige Dinge innerhalb einer Ehe