Zitat von Larissa789: Dass die beiden sich mal ursprünglich geliebt haben, kann man nicht aus der Welt wischen
Zitat von Larissa789: Die beiden haben sich in der Routine des Alltags nur aus dem Blick verloren, sich für selbstverständlich genommen, nichts mehr geteilt.
Zitat von Larissa789: Ich finde es nicht gut, wenn du die Liebe der beiden zueinander absprechen möchtest
Hierzu würde ich gern Folgendes einwenden:
Erstens ist es nicht gesagt, dass die beiden sich mal geliebt haben. Ich kenne genug Leute, die aus rein praktischen Erwägungen eine Ehe eingehen. Die denken sich: Wir passen gut zusammen, verstehen uns ganz gut, haben ähnliche Lebensziele usw. Also heiraten wir mal.
Kannst du unter anderem in diesem Forum nachlesen.
Zweitens hast du, wenn du von der Liebe der beiden sprichst, vielleicht nicht gelesen, wie diese Frau mit ihm umgegangen ist, als er sie verlassen wollte. Zur Erinnerung:
Zitat von Kasy1979: In dem Moment als seine Frau von uns erfuhr, brach die Hölle los. Shakespeare sagte einst, "hell has no fury, like a woman scorned". Wie wahr. All der - nachvollziehbare - Schmerz, die Verletzung, die Wut brach aus ihr heraus und es waren furchtbar zermürbende Wochen für alle Beteiligten. Sie sabotierte unsere Treffen oder Planungen für gemeinsame Wochenend-Trips mit Verweis auf vermeintliche Verpflichtungen, etwa Fahrdienste zu Aktivitäten der Kinder, die auch sie hätte übernehmen können. Wenn er bei mir war, kam der Telefonterror: über Stunden mehrfache Anrufversuche, sie baute übelsten Druck auf ihn auf, brach lautstarken Streit vor den Kindern vom Zaun, erpresste ihn emotional und instrumentalisierte die Kinder für Machtspielchen (er titulierte es so). Sie beleidigte mich und uns aufs übelste, rief ihn auf der Arbeit an und schrie minutenlang nur ins Telefon, auf Dienstreisen machte sie ihn über Telefonate so fertig, dass er die freie Zeit anstatt sich die Städte anzuschauen, depressiv im Hotelzimmer auf die Wand starrend verbrachte... Es kulminierte in ihrer Aussage, "Solange es diese Frau in deinem Leben gibt, wird es mit uns nicht entspannt werden", womit sie andeutete, dass sie ihm den künftigen Kontakt zu seinen beiden Kindern erschweren würde wie nur irgend möglich,
Sorry, ich kann dazu nur sagen: Wenn jemand, ganz egal, aus welchem Grund, so mit mir umgehen würde, wäre das allein für mich schon ein Grund, ihn endgültig zu verlassen.
Das Verhalten ist zum Teil schon justiziabel. Zumindest hat es aber mit Liebe rein gar nichts zu tun, sondern eher mit Machtdemonstrationen.
Dass sie dabei noch die Kinder instrumentalisiert und damit droht, sie ihm im Falle einer Trennung so weit wie möglich zu entziehen, ist noch der Gipfel.
Menschen reagieren offenbar sehr unterschiedlich. Mich hätte sie mit diesem Verhalten endgültig und für immer dazu gebracht, nie wieder auch nur eine Nacht mit ihr unter einem Dach verbringen zu wollen.
Was für eine Grundlage ist das denn bitte für eine Beziehung? Wenn du mich verlässt, dann mache ich Terror bis zum Gehtnichtmehr?
Ich habe tatsächlich Mühe zu verstehen, wie man unter solchen Umständen noch von eventuell "verschütteter Liebe" reden kann, die nur reaktiviert werden muss. Ist mir echt ein Rätsel. Wir scheinen sehr unterschiedliche Vorstellungen von Liebe und von einer guten Beziehung zu haben.
Jegliches Vertrauen meinerseits wäre nach so einem Verhalten eines Partners unwiederbringlich verloren.
Dieser Mann hat umgekehrt reagiert. Er hat sich einschüchtern und unter Druck setzen lassen, beziehungsweise er hat dem Druck nicht standhalten können.
Aber das Wort "Liebe" finde ich in so einem Zusammenhang wirklich sehr weit hergeholt.
Und zwar von beiden Seiten.