Hallo ihr lieben,
wieder sind ein paar Tage vergangen und es ändert sich nichts. Ich habe keine Lust, keine Kraft, keine Energie irgendetwas zu tun. Manchmal kann ich mich zwingen, wenigstens etwas für meine Wohnung zu tun, Möbel auszusuchen. Aber Spaß macht das nicht, obwohl sowas immer eine meiner Lieblingsbeschäftigungen war... Im letzten Jahr habe ich das so gerne gemacht. Ich habe sovieles geplant und ausgesucht und gemacht für dieses Haus, aus dem ich jetzt raus muss. Und werde von allen für meinen Geschmack gelobt. Aber es ist nicht dasselbe. Ich will es jetzt nicht tun, ich werde gezwungen. Ich will etwas ganz anderes und das bekomme ich nicht. Und das macht es mir so schwer, mich mit Freude da rein zu stürzen. Eigentlich ist es unmöglich...
Ich denke, in 2 Wochen werde ich wohl umgezogen sein und ich habe Angst. Angst, wie es dann wird. Wie unser Kontakt wird oder bleibt. Er ist immer noch besorgt um mich, will mir helfen, mit allem klar zu kommen. Viele sagen, er hat nur ein schlechtes Gewissen, ich weiß nicht, was ich denken soll.
Er will mir keine Hoffnungen machen, weil für ihn die Trennung der richtige Schritt ist. Aber er sagt auch, dass er alles auf sich zukommen lässt und dass es ja durchaus sein kann, dass er in ein paar Monaten merkt, dass es ein Fehler war. Er will nicht darauf hinarbeiten, wieder mit mir zusammen zu kommen, aber er will es einfach offen lassen. Er sagt, es gibt eine 50/50 Chance... entweder er merkt, es war ein Fehler, oder er merkt, es war richtig. Und es gibt ja Beispiele genug, dass man nach einiger Zeit wieder zueinander finden kann. Und ich denke dann, wenn er es nicht ausschließt, bedeutet das doch wieder irgendetwas.
Sicher, ich brauche diese Hoffnung, um mich an irgendwas festhalten zu können- damit mir das alles nicht so komplett sinnlos erscheint. Aber es lähmt mich auch. Aber ohne die Hoffnung denke ich, würde ich in ein noch viel tieferes, schwärzeres Loch fallen...
Ich weiß theoretisch, was ich zu tun habe... dieser Satz trifft es ziemlich genau: (danke Christoph!)
"hoffe, dass er zu dir zurückkommt, und lebe, als ob er nicht zurückkommt"
Aber ich schaffe es nicht, das umzusetzen. Noch nicht. Ich gebe ihm immer noch das Gefühl, er kann jeder zeit zurückkommen und das ist falsch. Das ist genau das, was er nicht brauchen kann, denn es ist keine Freiheit. Es ist immer noch eine Erwartung von mir. Ich muss loslassen, damit er mich überhaupt vermissen kann. Und ich muss loslassen, dass es mir wieder besser gehen kann. Aber wie? Die Gefühle sind doch noch da und sie sind so stark.
Seit einigen Tagen schmerzt es wieder körperlich, wenn ich an ihn denke. Es versetzt mir einen Stich. In der Herzgegend. Und ich habe einen Kloß im Hals und könnte gleich losheulen. Was bedeutet das?
Ich habe heute für nächste Woche einen Termin bei einem Psychotherapeuten ausgemacht. Ich denke, ich schaffe es nicht alleine. Ich weiß nicht genau, was ich mir erhoffe, aber ich will es versuchen. Ich muss doch irgendwie wieder zu mir selbst finden.
Danke an euch alle, besonders an die lieben chatter...
Susa