whynot60
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Ich habe nun nicht alles gelesen, aber zumindest das Kernthema.
Und ganz habe ich es nicht verstanden, worin das Problem liegt. Wohl darin hauptsächlich, daß er - vielleicht durch dieses gemeinsame Gespräch bei dem offenbar etwas manipulativen Psychologen - wieder eine Art von Hoffnung geschöpft hat für seine Ehe (wäre man sarkastisch, könnte man dazu nur sagen: Na, dann viel Glück!).
Offenkundig ist es doch so, daß hier zwei Ehen nach Jahren im Sand verlaufen sind. Das ist ja nicht so selten. Man ist also zumindest emotional im Zustand der Ungebundenheit. (Formal mag es anders sein (bei Dir ja nicht einmal mehr das), aber alles Formale ist halt nicht mehr als ein Quatsch, den man offenbar für nötig hält, um sich selbsttrügerisch gegen die Unwägbarkeiten und Widerwärtigkeiten des Lebens abzusichern).
D. h. Ihr wart beide emotional frei und habt Euch ineinander verliebt. Wo sollte man hier etwas sehen, dessen man sich auch noch selber beschuldigen müßte? Wenn Eure ehemaligen Liebsten damit nicht zurechtkommen, dann haben sie ein Problem mit sich und dem Leben, nicht Ihr.
Zumindest noch nicht. Denn Eure Ausgangsposition sehe ich auch nicht als die optimale an, weil ihr praktisch einfach übergewechselt seid, Liebesgefühle auf eine bereits bestehende Freundschaft aufgepfropft habt, einander vielleicht eher Notlösung geworden seid, auf die sich fürs Erste Liebesgefühle übertragen lassen. Und das ist nicht unbedingt die glücksverheißendste Basis für eine echte Liebesbeziehung. Meist vertieft sich diese nämlich nicht, sondern verflüchtigt sich bald wieder. Aber es gibt natürlich Ausnahmen, und die Chancen stehen zumindest etwas besser, als einer Liebesvergangenheit neues Liebesleben einhauchen zu wollen, gar nicht zu reden von einer Liebeszukunft.
