Hallo Martha1687,
Zitat von Marta1687:Ich fühle mich als würde er meinen Wunsch absichtlich missachten aber was mich viel mehr aufregt sind seine Argumente die nicht auf meine Frage passen.
Du hast dein Problem anschaulich geschildert und ich denke ich kann gut nachvollziehen was du meinst. Mich würde das auch tierisch aufregen, und ich würde mich ebenfalls fragen wie es möglich ist, dass er mich scheinbar derartig falsch "versteht".
Zitat von Marta1687:Allgemein hat er die Tendenz dazu bei Streit Argumente zu bringen die 0.00 auf das passen was ich gefragt habe.
Das wiederum passt ja zu dem, was du bei eurem Hauptstreitpunkt erlebst. Möglicherweise hat er irgendwann im Laufe seines Lebens (in früher Kindheit werden dafür die Weichen gestellt) gelernt, dass man auf diese Weise ganz gut davonkommt, weil es dem Gegenüber irgendwann einfach zu blöd wird. So kann es durchaus sein, dass er selbst seinen Streitmustern folgt und gar nicht merkt, was er da eigentlich macht. Oder... mal anders gefragt und ohne euch damit irgendwie zu nahe treten zu wollen.. hat er vielleicht eine Form von verminderter Intelligenz und versteht wirklich nicht was du von ihm willst?
Zitat von Marta1687:Ich hab über die Jahre alles versucht, mich absichtlich nicht aufregen dass er nicht Bescheid gibt oder selber nicht Bescheid geben. Hat nichts gebracht
Wenn du mit Reden nicht weiter kommst, wäre es vielleicht sinnvoll zu handeln.
Was mir so einfiele zum Ausprobieren, wäre ich an deiner Stelle, wäre:
- selbst definitiv nicht mehr bescheid geben, wenn es später wird (und dafür sorgen, dass es sowas von später wird!)
- beim nächsten Streit, wenn es um ein Thema geht das ihm wichtig ist, selber mal konsequent doof stellen und an seinem Anliegen vorbei argumentieren
- seine Unzuverlässigkeit nicht mit Aufmerksamkeit belohnen. D.h.: nicht anrufen und fragen wo er bleibt, nicht groß beachten wenn er dann kommt (stattdessen lieber Buch lesen, Film gucken, Nägel lackieren), gar nicht "bemerken" dass er überhaupt länger weg war oder noch besser:
- selber weg sein, wenn er dann nach Hause kommt, und zwar ohne ihm vorher bescheid zu geben wohin und wie lange
- ... ich denke da könnte einem noch das ein oder andere mehr einfallen.
Für wichtig halte ich, das merkst du vielleicht an den Ideen die ich dazu hatte, dass du aus dieser Rolle herauskommst, in der du das zeternde Hausmütterchen darstellst. Am effektivsten erreichst du das, wenn dir schlichtweg egal wird (und wenn es erstmal nur den Anschein hat) ob er pünktlich kommt oder nicht. Und du dich umgekehrt ebenso aus der Verpflichtung nimmst, dich an deine Zeitansagen zu halten, denn da gilt eben auch gleiches Recht für alle.