Zitat von Konstanze: Er versucht es allen irgendwie recht zu machen.
Das ist in jeder Lage ein Problem. Denn, man kann es nicht allen recht machen.
Zitat von ElGatoRojo: Das hört sich jedenfalls so an. Vermutlich hängt er auch immer noch irgendwie an der Ex.
Die Vergangenheit bindet, gerade wenn Kinder vorhanden sind. Das ist doch ganz normal und zeigt, dass seine Familie zu ihm gehört. Ich gehe also eher davon aus, dass er an seiner Familie hängt, weniger an der Ex.
Zitat von VictoriaSiempre: Vielleicht schwingt auch ein wenig Angst und Sorge um die Zukunft mit, weil der Vater mit der Scheidung auch einen Teil der Verantwortung abgibt
Die Kinder wohnen bei ihm, offenbar im elterlichen Haus. Ich denke eher, sie haben sich gerade an die Situation ihrer Eltern gewöhnt. Mutter lebt wo anders, mit dem Vater haben sie eine neue Konstellation aufgebaut. Und da kommt eine neue Frau in´s Spiel. Die Angst, dass sie wieder alles durcheinander haut, ist da größer, als die Vernunft, dass Papa und Mama bereits vorher getrennt waren.
Ich würde an der Stelle deines Freundes diese Regelung, dass sie zu dritt zusammenwohnen, erst einmal beibehalten, damit Ruhe einkehrt. Wenn dein Freund und du länger zusammen seid, da sich eine gewisse Stabilität bildet, dann können sich die Kinder, insbesondere die Tochter vielleicht mit der neuen Situation anfreunden. Sie hat Abitur gemacht, ist also nicht mehr so klein, dass sie erkennen kann, ob die Vorwürfe der Mutter echt sind, oder aus verletztem Stolz. Da würde ich gar nicht relativieren, sondern immer die eigene Sicht erzählen und Verständnis zeigen, dass es gerade schwierig ist.
Das einzige was Kinder interessiert, ist, meint der Papa das ernst. Mit mir, mit dieser Frau, mit der Zukunft unserer Familie. Das aufzuzeigen braucht Zeit, also Tatsachen. Da kann man vorher noch soviel Verständnis einfordern, das wirkt nicht.
Habe ein bisschen Geduld. Denn dein Freund signalisiert ja schon jetzt: du gehörst zu ihm.