Nur-noch-halb
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ich bin neu hier und brauche ein paar Streicheleinheiten. Mein Freund hat sich von mir getrennt, nach fünf Jahren. Ich hatte fest an eine Beziehung für immer geglaubt, wir wollten ein Kind haben.
Dann ist er vor anderthalb Jahren arbeitslos geworden und wir haben das Kinderthema zurück gestellt. Ich habe ihn gestützt, hab ihn aufgefangen, seine-für mich verständliche- schlechte Laune ausgehalten. Mir war klar, dass er irgendwann einen neuen Job haben wird und dass dann auch für uns alles wieder gut wird.
Leider hat die Phase der Arbeitslosigkeit ihn sehr verändert. Er hat sich nur noch um sich gekümmert, hat sich kaum für mich interessiert, wir hatten keinen Sex mehr, haben kaum noch gelacht. Ich muss dazu sagen, dass er mit einer sehr üppigen Abfindung arbeitslos wurde, er also keine akuten Geldsorgen hatte.
Mit der Zeit aber habe ich ab und zu mal darum gebeten, dass es mal wieder auch um mich gehen könnte. Dass ich gerne mal wieder etwas schönes mit ihm erleben möchte. Das hat ihn sichtlich genervt. Jedenfalls hat er sich immer mehr zurück gezogen, hat mich behandelt, wie eine WG Partnerin, hat es aber genossen, dass ich gekocht habe und alles in Ordnung gehalten habe.
Nun hat er ab Juli einen neuen Job in Wiesbaden und als das klar war, hab ich ihn gefragt, wie es denn nun mit uns weitergehen soll. Und da hat er gesagt, wir hätten uns ja eh schon so voneinander entfernt dass er nicht glaubt, dass wir die Beziehung auf die Entfernung aufrecht halten können...Stimmt aber so gar nicht, denn ich hab ja immer wieder versucht, wieder an ihn ran zu kommen.
Er war mein Leben. Ich fühle mich nur noch halb. Und ich verstehe es einfach nicht, denn eigentlich ging es ihm immer genauso.
Ich bin unendlich traurig und würde mich über ein paar aufmunternde Worte sehr freuen. Ich hab vorallem Angst vorm Alleinsein. Ich mag das überhaupt nicht.
Liebe Grüße an Euch alle!
