mizzo77
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Bei mir geht es momentan stündlich auf und ab. Im einen moment informiere ich mich über Scheidung und im nächsten liege ich nur heulend und mit Schnappatmung auf dem Sofa.
Dann sehe ich auch einfach schöne Bilder vor meinen Augen aus 8 Jahren Beziehung, ich kann es einfach nicht verhindern.
Ein sehr guter Freund von mir hat mir geraten, diese Gefühle und was alles dezugehört jetzt so intensiv wie möglich rauszulassen. Ich soll ruhig so richtig in Trauer und Selbstmitleid versinken.
Aber...er hat mir dafür quasi ein zeitliches Limit gesetzt. Naürlich dauert Trauer, Schmerz usw. lange an, darf aber nicht auf Dauer zu viel Platz einnehmen. Ich versinke jetzt hier regelrecht in Trauer, kann ich ja auch, bin momentan krankgeschrieben. Ab Sonntag früh soll ich mich aber auch wieder um mein Leben und die Zukunft kümmern.
Vielleicht ist das eher eine "Männermethode", aber ich finde diese Idee bisher gut. Ich beschäftige mich jetzt fast schon masochistisc mit unserer gemeinsamen Zeit, gucke mir alt Fotos an, heul quasi die ganze Zeit. Laut meinem Freund ist alles was ich jetzt an Gefühlen rauslasse gut, weil das dann später nicht mehr so extrem passiert. Ob das stimmt, keine Ahnung. Aber es gibt mir irgendwie Kraft und Hoffnung...
Vielleicht hilft Dir das ja auch. Gar nicht versuchen, sich jetzt mit irgendeinem Schwachsinn abzulenken. Ist zwar verdammt hart, aber ich sage mir, die Trauer, Enttäuschung aber auch Wut, die ich jetzt bewusst herauslasse, kann mich später nicht mehr so stark überrennen...

Ich weiß, wie schlecht es dir jetzt geht, mache auch gerade eine KS durch (bald 4 Wochen)...