Zitat von blume94:Darf ich fragen,wann dir bewusst geworden ist,dass du drunter leidest und wie man ,,Bindungsphobiker" erkennt ?
Dazu muss man sagen, dass ich bis Anfang 30 normale Beziehungen führte und nicht bindungsängstlich war.
Das kam erst aufgrund einer traumatischen Erfahrung. Die war mir aber nur begrenzt bewusst. Das etwas nicht stimmt, merkte ich, dass ich jeden Mann, den ich kennen lernte bis ins Detail auf seine Beziehungsfähigkeit analysierte.
Und zwar dermaßen extrem, dass ich immer zu dem Schluss kam, dass mir dieser Mann nur Probleme bereiten wird.
Bsp. ein Ex erzählte von seiner letzten Beziehung und dass die 2 Jahre her ist. Irgendwann stellte ich fest, dass er erst seit 22 Monaten getrennt ist. Also die Angabe um zwei Monate nicht stimmte.
Da war mir klar - er ist ein Lügner, dem man nicht vertrauen kann etc.
Und nur weil er sich um 2 Monate vertan hat. Ein gesunder Mensch würde sich wegen solch einer Lappalie keinen Kopf machen.
Ganz extrem noch das Beispiel - ein Ex roch als ich ihn traf nach Fisch aus seinem Mund. Meinte aber er hätte nur Nudeln gegessen.
Ich redete mir ein er hätte kurz davor Ov. mit einer Frau gehabt, weil die Damen untenrum auch "fischig" duften können etc.
Also völlig abstrus.
Ich machte mir tagelang um solche Kleinigkeiten einen Riesenkopf, bis ich immer zu dem gleichen Schluss kam - der Mann ist nicht beziehungsgeeignet.
Mir war selbst schon bewusst, dass da kopfmäßig was bei mir nicht stimmte, aber trotzdem haben mir diese Gedanken so viel Angst gemacht, dass ich die Beziehung beenden musste.
Daraufhin habe ich mir Hilfe in einer Therapie gesucht. Bis ich wieder halbwegs normal unterwegs war aber ein langer Weg.