24

Erfahrungen mit "Bindungsangst"

logik

12
3
11
Hallo ihr Lieben

Wer von euch kennt sich mit "Bindungsangst" aus eigener Erfahrung aus? Ich weiß, dass es "Bindungsangst" in diesem Sinn nicht wirklich gibt, aber es gibt Leute, die sich sehr schwer tun, sich wirklich auf eine Beziehung einzulassen. Diese Leute möchte ich in diesem Beitrag ansprechen.

1. Ihr habt mit Sicherheit schonmal mit einem/einer Ex Schluss gemacht, weil ihr nicht mehr wirklich Gefühle hattet für ihn, obwohl ihr eigentlich wolltet, dass es funktioniert mit euch, richtig?
2. Und ihr habt euch vielleicht eingeengt gefühlt?
3. Wie ging es euch, nachdem ihr euch getrennt habt?
4. Welche Phasen habt ihr nach der Trennung durchgemacht? Viele fühlen sich ja erstmal befreit?
5. Und dann? Wie ging es weiter? Habt ihr doch noch vermisst, oder eure Entscheidung Schluss zu machen bereut?
6. Oder habt ihr einfach versucht zu vergessen?
7. Habt ihr wieder Kontakt zum Ex hergestellt?
8. Und wenn ja, wie?

Bitte nicht das Thema "Bindungsangst" auseinandernehmen! Sondern gerne offen und ehrlich auf meine Fragen eingehen. Ich glaube es gibt genug Leute, die sich mit dem Wort "Bindungsangst" identifizieren können, auch wenn da vielleicht eine ganz andere Psychologie dahinter steckt. Diese Leute spreche ich an und bitte gerne ausführlich antworten. Gerne auf die verschiedenen Fragen im einzelnen eingehen. Würde mir sehr beim Verständnis und beim loslassen meiner gescheiterten Beziehung helfen! Vielen Dank schonmal

05.09.2022 17:35 • #1


LillyP


826
1928
Off topic, ich mag den Freudschen Verschreiber oben in der Überschrift mit Bildungsangst.
Made my day!
Ich glaube, ich bin teilweise eher ein Kandidat für Bildungsangst, zum Beispiel bei dröschen beruflichen Fortbildungen.

05.09.2022 17:36 • x 3 #2



Erfahrungen mit "Bindungsangst"

x 3


logik


12
3
11
Hallo ihr Lieben

Wer von euch kennt sich mit Bindungsangst aus eigener Erfahrung aus? Ich weiß, dass es Bindungsangst in diesem Sinn nicht wirklich gibt, aber es gibt Leute, die sich sehr schwer tun, sich wirklich auf eine Beziehung einzulassen. Diese Leute möchte ich in diesem Beitrag ansprechen.

1. Ihr habt mit Sicherheit schonmal mit einem/einer Ex Schluss gemacht, weil ihr nicht mehr wirklich Gefühle hattet für ihn, obwohl ihr eigentlich wolltet, dass es funktioniert mit euch, richtig?
2. Und ihr habt euch vielleicht eingeengt gefühlt?
3. Wie ging es euch, nachdem ihr euch getrennt habt?
4. Welche Phasen habt ihr nach der Trennung durchgemacht? Viele fühlen sich ja erstmal befreit?
5. Und dann? Wie ging es weiter? Habt ihr doch noch vermisst, oder eure Entscheidung Schluss zu machen bereut?
6. Oder habt ihr einfach versucht zu vergessen?
7. Habt ihr wieder Kontakt zum Ex hergestellt?
8. Und wenn ja, wie?

Bitte nicht das Thema Bindungsangst auseinandernehmen! Sondern gerne offen und ehrlich auf meine Fragen eingehen. Ich glaube es gibt genug Leute, die sich mit dem Wort Bindungsangst identifizieren können, auch wenn da vielleicht eine ganz andere Psychologie dahinter steckt. Diese Leute spreche ich an und bitte gerne ausführlich antworten. Gerne auf die verschiedenen Fragen im einzelnen eingehen. Würde mir sehr beim Verständnis und beim loslassen meiner gescheiterten Beziehung helfen! Vielen Dank schonmal

05.09.2022 17:49 • #3


logik


12
3
11
@LillyP Ups. Habe den Beitrag nochmal erstellt mit richtiger Überschrift. Danke dir für den Hinweis

05.09.2022 17:49 • #4


Hansl

Hansl


8456
3
8058
Zitat von logik:
Ich weiß, dass es Bindungsangst in diesem Sinn nicht wirklich gibt


Sagt wer?

05.09.2022 17:52 • x 1 #5


H-Moll


1210
2382
Zitat von Hansl:
Sagt wer?

Jeder. Ersetze ich kann nicht durch ich will nicht. Nicht mit dir.
Das wollen die meisten nicht hören. Und wird deswegen auch selten so direkt formuliert.

05.09.2022 17:57 • x 1 #6


Uninteressant


33
83
Hey.. Sorry, falls ich zu kurz angebunden bin. Aber Bindungsangst, gibt es definitv. Ich hatte diese, 5-6 Jahre lang, nachdem meine Ehe gescheitert ist. Mit Lug und Betrug ihrerseits. Mit Kindern, die ich seitdem nurnoch alle 2 Wochen sehe und einem Hund, der jetzt bei ihr lebt, da man die Kinder nicht von ihrem geliebtem Haustier trennen kann.

Glaub mir bitte, Bindungsangst ist real und es braucht entweder Zeit (bei mir waren es 6 Jahre) oder aber die richtige Person, die einem hilft diese zu überwinden. Oder evtl beides, zumindest hat mir meine Freundin einiges nachgesehen und war mir nicht böse, wenn ich mal wieder komplett hohl gedreht bin. Inzwischen führen wir aber eine sehr harmonische Beziehung und ich fühle mich an ihrer Seite sicher.

Keine Ahnung, was du erlebt hast. Aber bitte glaub mir, egal wie Tief das Loch ist, in dem du gerade sitzt, irgendwann, wirst auch du wieder da raus klettern und die Sonne wieder sehen

05.09.2022 17:58 • x 3 #7


Knutuschi


1240
2619
Es gibt keine Bindungsangst.

Das was landläufig als Bindungsangst bezeichnet wird ist lediglich eine Ablehnung die Erwartung Anderer erfüllen zu müssen.

Das ist äusserst gesund.

Menschen die sogenannte Bindungsangst haben, haben keinerlei Schwierigkeiten sich auf Beziehungen einzulassen in denen keine Erwartungen und Verpflichtungen an sie gerichtet sind.

Beziehungen die auf der gegenseitigen unausgesprochenen Verpflichtung basieren die Befindlichkeiten des Anderen in Watte zu packen sind zwar sehr verbreitet, aber einfach nicht Jedermanns Sache.

Partner sind nicht dafür da irgend eine Art von Sicherheit zu geben.

Sogenannte Bindungsängstler verweigern das.

05.09.2022 18:04 • x 4 #8


Zipfel


17
43
Hallo Zusammen,
ich bin der Meinung, dass ich unter Bindungsangst leide. Sicherlich gibt es noch andere Punkte, die mir möglicherweise Schwierigkeiten machen. Ich war ein unsicher gebundenes Kind, leider war mein Elternhaus nicht so interessiert und zugewandt. Mir fehlte Liebe und Geborgenheit. Ich verlor beste Freundinnen und kam nicht gut klar damit, auch mit Männern lief es nicht gut, ich hatte keine Idee, wie eine richtige Beziehung funktioniert und ich würde sagen, ich war noch nie richtig verliebt und mein Gegenüber war ebenso in mich verliebt. Alle (Männer und Freundinnen) hatten gemeinsam, dass sie emotional nicht erreichbar waren. Da konnte ich nix gewinnen. Was sagt das über mich? Irgendwie ist das ein Muster ubd ich bin emotional auch nicht (mehr) gut erreichbar. Mir fiel es immer schwerer, mich überhaupt noch auf eine Beziehung oder eine Freundschaft einzulassen, zu tief sitzen noch einige Verletzungen. Aus diesem Grund würde ich sagen, bin ich bindungsängstlich. Ich habe einfach noch keine Erfahrungen mit engen, gelingenden Beziehungen machen dürfen. Ich habe nun Angst, ja fast Panik, dass es wieder so weh tun würde, deshalb gehe ich derzeit keine engen Beziehungen mehr ein. Ich weiß, dass ich daran arbeiten sollte, einsam will ich ja auch nicht sein. Vielleicht habe ich mein Kindheitstrauma wiederholt und mir unbewusst die gleichen Baustellen gesucht, um so das Trauma zu bewältigen? Möglich...

05.09.2022 21:39 • x 3 #9


Vienne

Vienne


560
2
730
Mein Freund hat Bindungsangst, wir haben eine On Off Beziehung.
Geht mir gar nicht gut damit. Sehr kompliziert, ich fühlte mich wie in einer emotionalen Achterbahnfahrt...

06.09.2022 22:04 • x 1 #10


Hansl

Hansl


8456
3
8058
Zitat von Knutuschi:
Es gibt keine Bindungsangst.

Das was landläufig als Bindungsangst bezeichnet wird ist lediglich eine Ablehnung die Erwartung Anderer erfüllen zu müssen.


Aha.
Zitat von Knutuschi:
Partner sind nicht dafür da irgend eine Art von Sicherheit zu geben.


Genau.
Darum empfehle ich immer Haustiere, um grundlegende zwischenmenschliche Verantwortungen auszuschalten.
Zitat von Knutuschi:
Sogenannte Bindungsängstler verweigern das.


Genau.
Und jetzt, wie geht's weiter?
Zitat von Vienne:
fühlte mich wie in einer emotionalen Achterbahnfahrt...


Wer damit Probleme hat, diese immer wieder einen eiskalt erwischende Distanz zu ertragen, sollte vielleicht gehen.
Es treibt einen selbst dann irgendwann in emotionales Niemandsland.

07.09.2022 10:44 • x 1 #11


Vienne

Vienne


560
2
730
@Hansl
Da.kann ich dir nur Recht geben...daher habe ich beschlossen, das nicht mehr zuzulassen...eine rein rationale Entscheidung, aber manchmal muss das eben so sein

07.09.2022 11:08 • x 1 #12


Hansl

Hansl


8456
3
8058
Zitat von Vienne:
daher habe ich beschlossen, das nicht mehr zuzulassen...eine rein rationale Entscheidung,


Wie kann man dies nicht mehr zulassen?
Wenn man dann mal wieder mit Distanzierung und Kälte konfrontiert wird?

07.09.2022 12:59 • x 1 #13


Vienne

Vienne


560
2
730
Zitat von Hansl:
Wie kann man dies nicht mehr zulassen? Wenn man dann mal wieder mit Distanzierung und Kälte konfrontiert wird?

Indem man einen Schlussstrich zieht?
Irgendwann reicht es nämlich... deswegen, eine rationale Entscheidung.
Natürlich liebe ich diesen Mann, aber wenn er nicht mal sehen will, dass er ein Problem hat und eine Therapie nicht macht oder eben das Versprechen bricht, die Therapie anzugehen...dann ist das leider sinnlos.
Daher bleibt nur die Trennung als Option. Ich habe genug Kompromisse gemacht, mir den Kopf zerbrochen und gelitten. Wenn er dazu nicht bereit ist... vielleicht hat er eben auch nicht ausreichend Gefühle für mich, who knows?

07.09.2022 13:32 • x 1 #14


Vienne

Vienne


560
2
730
@Hansl
Gerne hätte ich das anders gelöst....und es fällt mir unglaublich schwer. Aber man muss erkennen, wann man verloren hat. Ich weiß mir da keinen anderen Rat mehr. Irgendwann werden die Gefühle für ihn verschwinden, waren ja nur 7 1/2 Monate...

07.09.2022 13:37 • x 1 #15



x 4




Ähnliche Themen

Hits

Antworten

Letzter Beitrag