Zitat:und sie mit den Kindern den wesentlich längeren Hebel hat. Meinen habe ich aufgegeben als ich dem Umzug im Sommer zugestimmt habe, in der Hoffnung, dass es wird...
Moin space82,
Du bist in meinen Augen auf einem richtig guten Weg, dir die Unterstützung ins Boot zu holen, die nötig ist. Vernünftig. Gut für die Kinder - auf lange Sicht.
Ich habe mich beim Lesen gefragt, warum deine Ex (Noch-Frau und entgegen anders lautender Meinung geh sehr sicher davon aus: es ist endgültig vorbei) sich so verhielt, wie sie es tat.
Und habe dann gedacht, hatte sie Angst mit 2 Kindern und einem beendeten, sehr schwierigen Verhältnis zum Vater ihrer Kinder in der Grossstadt ohne weitere Unterstützung zu bleiben?
Du hast es im Grunde nun bestätigt, dass es so ist. Das war dein "Hebel".
Das bedeutet, sie hat sich vor langem aus der Beziehung vollständig verabschiedet und vor allem taktiert. Oder gegen-taktiert. Je nachdem, wie man das werten möchte. An der Stelle hat sie mit ihrem weiteren Lebensplan ohne dich tatsächlich gewonnen.
Ich kann sie so gut verstehen wie dich. Sie hatte kein Vertrauen in eine stabile Elternebene mit dir, du bist der Gelackmeierte, weil die Kinder jetzt 1ookm weit weg sind.
Zitat:Von Ihr kam dann per NAchricht eine sehr deutliche Ansage, was unsere Kinder angeht. Noch ein emotionaler Ausbruch, auch nur eine Träne verdrücken oder traurig vor den Kindern sein (was ich, wenn ich alleine mit Ihnen bin, auch nie war, da sie mich noch mit Freude erfüllen), dann war es das mit Besuchen. Ich wünsche mir so sehr, dass ich stark genug bin, meine Emotionen hintenanzustellen, habe aber Angst davor, da sie gelegentlich auch "provoziert" bzw wenig einfühlsam ist, was mich dann zu dem bringt, was ich nicht mehr darf. Und abholen und wegbringen darf ich sie zunächst auch nur noch in Begleitung (Mutter oder so), was die Sache auch kompliziert macht.
Theoretisch ist sie rechtlich nicht in der Lage zu bestimmen, ob Besuch stattfindet oder nicht. Umgang ist das Recht der Kinder am Vater.
Praktisch kann ich dir nur sagen, kein Jugendamt der Welt und kein Richter wird dir helfen können, wenn du/ihr emotionale Austicker zu jeder Kindesübergabe hinlegst/hinlegt.
"wurde emotional getriggert" ist kein Argument für Suizidankündigungen (vor den Kindern gar?). Schwenk um an der Stelle von einem "das darf ich jetzt nicht mehr" zu einem "das will ich in Zukunft im Vorfeld mit tief durchatmen und Gesprächsabbruch anders machen".
Was deine Ex objektiv betrachtet jetzt sehr richtig macht, sie schützt die Kinder vor eurem Theater. Es war eine gute Sache, dass sie Freitags die Kinder brachte. (Rechtlich gesehen müsste sie dir vermutlich keinen Zentimeter entgegen fahren, da die Verlegung des Wohnortes der Kinder innerhalb der Ehe stattfand. Es sei denn, ihr hättet vertragsähnlich was anderes fixiert).
Es ist eine gute Sache, dass demnächst eine weitere Person dabei ist, wenn ihr 2 beiden Exen euch seht und die Kinder verabschiedet/empfangt.
Bezieh bitte einmal selbst den Standpunkt deiner Kinder: Alles ist besser als Mama triggert Papa, Papa lässt sich triggern--> Riesen Geschrei mit Selbstmorddrohungen von Papa. Für Kinder ist eine Trennung eine schwierige Zeit und da benötigen sie Unterstützung und ein Gefühl der Sicherheit.
Ist nun mal so gelaufen, doch zu deiner eigenen Sicherheit, lass deine Ma künftig dabei sein. Mach diese vernünftige Entscheidung deiner Ex bitte zu deiner eigenen.
Du kannst und darfst deine Ex natürlich weiter lieben, bis diese einseitige Liebe dann natürlicherweise versandet.
Es ist bis dahin schon der richtige Weg, nur noch auf der Elternebene zu kommunizieren. Kurz und knapp Orga-Krempel über Bringen/Abholen/Tageslaune Kind/Guten-Abend-Anruf. Damit das "Entlieben" ungestört ablaufen kann.
Alles andere würde ich dir dringend! empfehlen, besprecht vor einem Mediator. Und auch ich würde dir vorab zu einem Termin beim Fachanwalt Familienrecht raten. Auch bieten einige Anwälte Mediation an.