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Zitat von sean_maguire: Ist halt super bequem, weil es einen von jeglicher Verantwortung für die Beziehung entbindet.
Hierzu mal gefragt: Mit der Erkenntnis bin ich aus der Systemischen Therapie raus. Ist das denn kein gutes Ergebnis dieser und sollte man dann lieber woanders fortsetzen?
Zitat von Winza: Sind für dich alle "krank", die eine Therapie machen?
Entschuldigung, natürlich nicht. Eher so wie @sean_maguire geschrieben hat. Wenn man immer ok sein will und endlich anerkannt und gemocht sein will, arbeitet, arbeitet, arbeitet, da will man sich nicht gerne anhören, dass man Themen hat. Ich war vielleicht nicht erfolgreich, aber zumindest habe ich mich mit dem auseinander gesetzt und bin geständig.
Zitat von Winza: Auf was kann man da stolz sein?
Selbe Frage wie oben und Antwort. Ich dachte, das sei
meine Erkenntnis aus der Therapie. Ich habe lange Zeit nicht gesehen, was die Therapie mir gebracht hat. Habe immer gefragt, ob es einen Plan gibt aber die Therapeutin sagte, dass es das ist was ich mitbringe. Und die Erkenntnis war immer: nehmen sie sich selbst so an wie sie sind oder verändern sie sich. Aber entscheiden sie sich. Habe mich dann für Annehmen entschieden, weil einen 40jährigen Ändern nicht so leicht ist und man auch nicht authentisch ist. Ich war immer Stolz auf meine Athentizität.
Zitat von Winza: Das ist egal.
Brauchst du es so sehr, bei ihr zu gucken um dich dadurch besser zu fühlen?
In einem Boot sitzt es sich besser zu zweit. Tut mir auch leid. Aber ehrliche Antwort: ja. Wir haben beide oft in der Kommunikation diese Szene der beiden Tassen gehabt "du aber auch". Ich glaube daran, dass nie einer alleine schuld ist und natürlich ist das Thema Schuld für mich ein großes. Meine ist riesig, gerade auch wenn ich unseren Sohn mit reinnehme. Wenn ich mir mein Leben lang vorwerfen darf, dass
ich alleine sein Leben zerstört habe, dann muss man das aushalten. Das ist schwer. Könnt ihr das verstehen. Ich werfe mir das vor und natürlich auch, dass sie unglücklich geworden ist. War ich aber auch.
Zitat von sean_maguire: Ich glaube, er meint eher sowas wie "defizitär" und weit weg von "perfekt".
Es kann schon ein bisschen schwierig werden, sich mit dem Gedanken anzufreunden, dass man(n) eben doch nicht so makellos und perfekt ist, wie man(n) es gemäß den eigenen Ansprüchen gerne wäre.
Siehe oben. Ganz genau.