HansDampf3
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ich bin neu hier und erliege meiner üblichen Mechanik, wenn’s mir nicht gut geht: Sprechen, abgleichen, Feedback einholen, ins Loch fallen, im Internet lesen und in Foren kramen. Irgendwann was schreiben. Vielleicht hilft es für den Moment.
Ich bin frisch getrennt, bzw. wurde frisch getrennt. Wir strauchelten schon länger an diesen Abgrund und blickten hinein. Dann gabs wieder einen kleinen Streit, eine klare Reaktion von mir die nicht einfühlsam war und ich habe sie fast aufgefordert, es dann jetzt auszusprechen. Das hat sie dann gemacht. Habe mich nicht mehr gesehen gefühlt, nicht anerkannt, durfte irgendwie nicht bleiben wie ich bin. Sie sagte mir fortwährend wie ihr die Kraft fehlt und wie kaputt sie wegen mir und der Situation ist. Dabei wollte ich sie gerne heiraten und sie auch mich. Aber ich bin in die Beziehung meinerseits immer mit Zweifeln eingestiegen und die waren nie weg. Das habe ich ihr auch gesagt. Habe versucht, mich abzugleichen, das Normal zu finden und mich zu fragen ob es sein darf. Und dadurch habe ich es nicht fliegen lassen, während sie mehrfach sehr sehr verliebt war. Habe sie dann im Frust auch sehr angegangen und meiner Unzufriedenheit freien Lauf gegeben, habe sie auch leider körperlich zwei kleine Male (eher Frotzeln) und ein großes Mal sehr gekränkt und verletzt. Diese hat sie mir nie verzeihen wollen. Alle meine Fehler in der Kommunikation und auch im Zusammenleben standen immer als Eimer der Verfehlungen neben ihr und bei jeder Kleinigkeit wurde mir der ganze Eimer über den Kopf gekippt. Mir Themen denen ich mich längst gestellt hatte und mich auch auseinander gesetzt habe. Sie hat mich nicht sein lassen und das uns sich entwickeln lassen wollen. Und ich habe sehr viel falsch gemacht, was ich immer bereut und mich entschuldigt habe.
So und nun: ist sie weg, hat sich entschieden. Will ausziehen und besichtigt Wohnungen. Ich bin total am Ende. Mir geht’s nur gut, wenn ich sie sehe. Ich hole gerade das Beste aus mir raus, hab versprochen an meiner Art zu arbeiten. Sie sagt aber nur, das hatten wir jetzt 4 Mal und sie kann nicht mehr. Ich koche, putze, passe auf den Kleinen auf während sie das Weite sucht und sich mit Freundinnen trifft. Soll sie machen, den Raum soll sie haben.
Aber mir ziehts gerade die Schuhe aus. Ich bin bis über beide Ohren in sie verliebt, habe keine Augen mehr für rechts oder links, frage mich warum ich so war wie ich war. Warum ich so gezweifelt habe. Sicherlich ist das gerade verfärbt durch Liebeskummer. In den Situationen war ich teilweise so genervt und unverstanden, dass ich meiner Wut mit Worten Ausdruck verliehen habe. Warum sieht man erst wenn was weg ist, was man hatte? Was man wollte? Was stimmt mit mir nicht? Warum hatte ich immer Zweifel? Diese Fragen fressen mich auf. Auch die Schuld, die ich habe. Und die Sicht darauf, mit wie wenig ich sie hätte glücklich machen können.
Überall lese ich nun: mach was für dich, geh raus, mach was dich glücklich macht. Aber mich macht gerade nichts mehr glücklich ohne sie. Was soll ich draußen? Was soll ich beim Sport, der nicht so mein 1000% Element ist? Wem hilft das? Ich war noch nie alleine essen. Wozu soll das dienen? Und mit Leuten treffen? Wer soll sich den Mist anhören, den ich da verbockt habe? Und dann? Die haben alle intakte Beziehungen. Danach falle ich doch wieder ins Loch. Hab das Gefühl zu wünschen ich träume im Koma und jemand kommt und weckt mich auf. Mir macht nichts Spaß. Lesen hilft ein wenig. Fernsehen rauscht durch. Draußen im Garten hilft was. Holzhacken wollte ich. Ich genieße gerade jede Minute wenn ich sie sehe. Putze, koche, besorge, spreche, bettle, schreibe heute Nacht handgeschriebene 7 Seiten Briefe und stehe heute nach 3h Schlaf auf, um zu sehen ob sie ihn liest, ihn mitnimmt. Ob sie daraufhin zu mir kommt. Nein. Gelesen hat sie ihn und eingepackt. Finde ich ja gut. Hoffnung kommt auf. Wenn ich rede und sie bequatsche kommt Hoffnung auf bis sie sagt es bleibt so. Gestern nach dem Essen sagt sie, dann komme sie alle 14 Tage zum Mittag und mein Herz machte einen Sprung. Ich würde mir gerade den Arm ausreißen, damit wir eine Familie bleiben.
Hab jetzt von Vitamin B, Sonne und Obst (Banane) gelesen. Aber ich hab auch keinen Hunger, obwohl der Magen knurrt.
Kontaktsperre ist nicht möglich, weil sie bei mir im Haus wohnt und noch wohnen wird. Unser Kleiner muss bereut werden und wir würden gerne ein Wechselmodell machen. Das zweite dann für mich. Meine Exfrau ist damals im Hausbau mit einem Bautypen durchgebrannt.
Ich fühle mich völlig hilflos. Gescheitert, unvermittelbar und ohne Zukunft. Sehe nicht was ich erreicht habe. Habe mal grosskotzig zu ihr sonen Kalenderspruch gesagt, dass man sich nicht brauchen darf. Dass wir immer ein Liebesgefälle haben oder dass meine Liebe anders ist. Geradezu lächerlich war das, wenn ich mich gerade ansehe. Mir wird bewusst dass ich nie wieder so eine Frau finden werde. Sie ist sooo schön gerade für mich und ich komme nicht dran.
Ich rede und bequatsche sie, versuche sie zu umarmen. Sie geht auch drauf ein und spricht, leidet auch, aber sagt immer, es sei jetzt gesagt und bleibt so. Aber da ist noch was da sagt sie. Natürlich seien da noch Gefühle und Liebe da, sagt sie.
Ich hab’s jetzt verstanden. Ich würde sie auf Händen tragen, aber ich darf nicht mehr. Die Nacht ist wie Erholung für das Kreisen im Kopf. Der morgen unwirklich und jeden Tag fehlt mir die Akzeptanz.
Was gibt’s noch, was ich machen kann? Weiß gar nicht wie es mir geht wenn sie erstmal den Mietvertrag unterschreibt. Ich muss auf jeden Fall weiter nett bleiben und darf nicht eskalieren und dann umschwenken.
Viele Grüße
PS: mein Gastbeitrag liegt im Unterforum Trennung