Hallo Planta13,
ich kann Deinen Wunsch und auch Deine Gefühle durchaus nachvollziehen und auch verstehen. Menschen reagieren da wirklich sehr unterschiedlich. Nach der Trennung damals habe ich solche Überfälle meines Ex nur noch als Belastung, sehr unangenehm empfunden und als drängeln und bedrängen empfunden mit seinen wiederholten Versuchen und seinem Wollen.
Ich brauchte und wollte auch einfach nur meine Ruhe und Abstand haben.
Was mich zu einer endgültigen Trennung bewogen hat waren die Lügen, der Vertrauensmissbrauch, die Respektlosigkeiten und Grenzüberschreitungen, die ein viel größeren Schaden bei mir angerichtet haben als der körperliche Seitensprung. Da ist etwas zerbrochen, was nicht mehr zu reparieren war.
Ich hätte mir damals gewünscht, daß Er meine immer wieder klar geäußerten Willensbekundungen ernst genommen und akzeptiert hätte, statt sich etwas zu erhoffen, zu interpretieren und weiterhin von mir zu wollen und ebenso versucht hat mich zu konfrontieren und zu zwingen, sowohl direkt als auch indirekt. Ganz unabhängig davon, daß ich noch Gefühle hatte, habe ich eine bewußte Entscheidung getroffen und daran gabs nix zu rütteln oder zu verhandeln.
Mich persönlich hat es enorm abgestoßen wie Er es probiert hat und mich nur weiter darin bestärkt niemals wieder zu Ihm zurück zu wollen.
Es war mir deutlich zu "ich ich ich will und unbedingt und möglichst schnell" betont, mich "überzeugen wollen", auf mich "einreden".
Hast Du inzwischen mal die 3 Threads von Cube und Cubine vollständig gelesen ?
Wie Dein Ex strukturiert ist, fühlt, denkt und handeln wird, kann hier Niemand wirklich einschätzen, nur weiterhin spekulieren.
Zitat:Ich denke wir werden uns zwangsweise begegnen, spätestens wenn es um verbliebene Dinge in der Wohnung usw. geht.
Ob es jetzt so sinnvoll ist ihm aufzulauern, ich weiß nicht. Er sollte sich schon aus freien Stücken dazu entschließen, sonst wird es wohl auch eher eine peinliche Begegnung.
Nein, Ihr müßt Euch nicht zwangsweise begegnen. Viele wählen auch den Weg einer neutralen Übergabe ohne Begegnung. Wie das Wort bereits beinhaltet "Zwang".
Zitat von Planta13:Es war mir ein Bedürfnis diesen Wunsch explizit zu äußern, auch wenn ich nichts zu fordern habe. Diese Bitte wird ihm kaum mehr weh tun, da er sie auch einfach (wie so vieles andere) ignorieren kann.
Das bewertest Du so, entspricht nicht unbedingt auch seiner Bewertung und seinen Empfindungen.
Ich habe es als sehr verletzend empfunden. Du verleihst Deinen Bedürfnissen damit eine Wichtigkeit und Dringlichkeit und übergehst dabei möglicherweise Seine. Auf mich hat es damals so gewirkt, daß es Ihm nur um sich ging und meine Empfindungen, Verletzungen und Willensbekundungen für Ihn wenig Bedeutung hatten, wenn die mal eben so wegwischt und sich darüber hinwegsetzt.
Du überläßt es nach meinem Empfinden Ihm immer noch nicht, frei zu wählen, zu entscheiden, ob und wann Er Kontakt und Gespräche von sich aus möchte.