Zitat von WhiteScarlett: Und deshalb ist ein Betroffener für mich kein Betroffener solange keine richtige medizinische Diagnose vorliegt. Und die Ex ist keine Kranke, solange sie eben diese Diagnose nicht hat.
G eil, ich gehe in Zukunft einfach nicht mehr zum Arzt, kann daher keinerlei Diagnose bekommen - ergo: ich bin kerngesund!
Danke! Das Leben kann so einfach sein!
So, mal ernsthaft! Ich bin aus meiner letzten Beziehung als Häufchen Asche herausgekommen. Burnout, PTBS, habe mich und die Welt nicht mehr verstanden, wußte nicht mehr wo oben und unten ist und bin auf die Suche nach mir selbst auch über psychische Erkrankungen gestolpert. Nicht, weil ich zwanghaft den Fehler allein bei meinem Ex gesucht habe, ganz im Gegenteil, ich habe mich als Versager gefühlt, weil ICH es nicht geschafft habe und die Beziehung zerbrochen ist.
Im Nachhinein für mich das Beste was mir passieren konnte, denn mein Ex ist Borderliner, sein Vater Narzisst (was wahrscheinlich auch der Grundstein für Borderline sein könnte). Nein, er ist nicht diagnostiziert. Er war zwar zwischenzeitlich immer mal bei Psychologen, hat diese aber genauso manipuliert und angelogen, wie alle anderen auch.
Herausgekommen ist das Ganze bei meiner Therapie, dem Aufbau meiner selbst. Und genau das erklärte auch plötzlich meine ganze Situation und ich konnte langsam heilen.
Nach Deiner Aussage ist er aber kerngesund, weil es ja keine offizielle Diagnose gibt. Tja, dann hatte ich wohl doch nur Halluzinationen und es war sicher alles ganz anders, als ich es erlebt habe. NEIN! Ich kenne die Wahrheit, ich war nämlich dabei!
Es mag sein, dass hier das Thema Narzissmus wirklich mehr auftaucht - aber das hier ist auch ein Trennungsforum und hier landen wohl kaum die, die eine normale Trennung durchleben, sondern eher die, die Schlimmes erlebt haben, allein nicht klar kommen und daher Hilfe suchen. Und pauschal die Wahrnehmung abzusprechen bzw. pauschal alles zu verharmlosen ist für die Betroffenen quasi die Fortsetzung des Alptraums, aus dem sie gerade kommen. Mag sein, dass der ein oder andere Partner wirklich nur ein Aloch war - aber die hinterlassen in der Regel nicht so ein Schlachtfeld. "Verbrannte Erde" trifft es da sehr treffend - war übrigens auch eine Aussage meiner Psychologin.
Ich kann schon verstehen, dass man als selbst diagnostizierte Cluster B Persönlichkeit nicht gerne so etwas liest. Aber Du scheinst ja in Behandlung zu sein, Dich mit dem ganzen auseinanderzusetzen und hast daher auch einen ganz anderen Blick darauf.
Wenn mein Ex sich von seinen manipulativen Eltern und Schwester distanziert hätte, sich ehrlich auf die Therapie eingelassen hätte - vielleicht wäre alles anders gekommen. Aber ich nehme da gern die Alk. als Beispiel, da geht auch kaum einer zum Arzt und läßt sich helfen, weil er ja schließlich kein Problem hat. Die anderen übertreiben einfach nur... und damit ist alles tutti, weil ohne Diagnose eben auch kein Alk.. In dem Sinne, Prost!