Zitat von alex.:
Und das ist höchst ungesund. Erstmal ist es reine Utopie, es jedem recht machen zu können. Das ist ein Fass ohne Boden, das ist ein permanenter Energiesauger, der nichts, aber auch garnichts zurückgibt. Es muss eine Grenze geben!
Das unterschreibe ich vollkommen.
Das Irre ist, dass es in der Beziehung auch schon Situationen gab, in der mich andere Männer "verehrt" haben und ich das zwar genossen (ist halt gut fürs Ego), aber
nie daran gedacht habe, meinen Partner zu verlassen, geschweige denn zu betrügen etc.
Trotzdem hat es mich jedes Mal tief zum Nachdenken gebracht. Bin ich noch glücklich? Wie sähe mein Leben mit einem Anderen aus?
Letzteres ist für mich so unvorstellbar und auch nur in der Idee so schmerzhaft, dass ich das sofort verwerfe.
Aber es gab auch schon Abende, da stand ich vor unserer Wohnungstür und habe einfach mal so (ohne das ich einen bestimmten Grund hatte, aber immer mit männlicher Anbaggerei vorher oder ich habe ein unverschämt glückliches Pärchen gesehen) eine Stunde lang im Stehen und Dunklen geweint.
Wenn ich danach reinkam (oder er hat mich geholt), dann hat er nie darüber gesprochen, sondern mich nur in den Arm genommen. Als ob er schon wüsste, warum.
Manchmal sind es auch die kleinen Dinge, die mir fehlen. Weihnachtsgeschenk. Überraschung Schatz, ich hab für dich gekocht. Guck mal, ich hab Wäsche abnommen. Du siehst so kaputt aus, möchtest du eine Massa.? Am Telefon die Verabschiedung : Ich liebe dich.
Vor allem, wenn man das so von anderen hört. Oder auf x-1000sten Hochzeit (ok, ist keine kleine Sache) feiert, in aller Ferne mal die eigene Hochzeit (und sich auf jeder Feier die Fragen gefallen lassen müssen "Naaaaaaaaaaaa, wann heiratet ihr eigentlich endlich? Oder will er dich nicht?")
Damit muss ich mich aber abfinden, glaube ich. Romantik bekomme ich von ihm nicht. Bin selbst auch eher der Pragmatiker, aber deshalb trotzdem noch Frau
Ob ich so große Angst vor dem Alleinsein hab? Nö. Sicherlich würde ich irgendwann auch wieder jemanden Neues finden, aber das will ich ja nicht. Ich möchte mit ihm alt werden, aber ich möchte auch glücklich mit ihn alt werden.
Und wenn Freunde, seine Omma und seine Werkstatt immer Vorrang haben und Geld einzusparen wichtiger ist, als mal ein schönes Wochenende zu haben, dann weiß ich nicht so richtig, wie das gehen soll.
Und da ich so gut wie immer denke, dass sowas meist mein Verschulden ist, frage ich halt nach, was ich machen kann, damit ich ihn vielleicht wieder glücklicher mache, damit er mit unserer Beziehung glücklicher ist und vielleicht wieder mehr dort hineininvestiert. Denn das wäre schön.